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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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2017 Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland-Frankreich

Dienstag, 24. Mai 2016

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2016 in Russland ist gerade zwei Tage mit der Titelverteidigung des kanadischen Teams beendet, da hat der IIHF die Team-Einteilung auf die Spielorte Köln und Paris bekannt gegeben.

Logo 2017 Eishockey-Weltmeisterschaft

Der Hauptspielort dieser WM ist Köln. Dort finden die Spiele in der 18.500 Zuschauer fassenden LANXESS arena statt. Diese Multifunktionsarena ist die größte für Eishockey verwendete Halle in Europa. Köln kann sich auf insgesamt 34 Spiele, darunter die Gruppenspiele der Gruppe A und zwei Viertelfinalspiele freuen. Hinzu kommen die Halbfinalspiele sowie Medaillenspiele.

In der Gruppe A treten der Gastgeber Deutschland, Bronzegewinner Russland, die USA, Schweden, die Slowakei, Lettland, Dänemark und Italien an.
In der französischen Hauptstadt Paris wird die AccorHotels Arena in Bercy, mit einem Fassungsvermögen von 14.500 Zuschauern, 30 Spiele austragen. Hier tritt die Gruppe B in der Gruppenphase an. Ebenfalls finden dort zwei Viertelfinalpartien statt.

In der Gruppe B spielen Titelverteidiger Kanada, Silbermedaillengewinner Finnland, Tschechien, die Schweiz, Weißrussland, Norwegen und Slowenien.

Das Turnier findet vom 5. bis 21. Mai 2017 in beiden Städten statt. Für eine kurze Verbindung zwischen Köln und Paris sorgt der Hochgeschwindigkeitszug Thalys (Köln-Paris in 3:14 h).  

© 2016 LES EDITIONS ALBERT RENE / GOSCINNY-UDERZO

© 2016 LES EDITIONS ALBERT RENE / GOSCINNY-UDERZO

Die Maskottchen Asterix und Obelix wurden Ihnen bereits vorgestellt. Nun möchten wir Sie auf eine Besonderheit aufmerksam machen. Auf dem offiziellen Logo, das auch auf den Schals der beiden Maskottchen abgebildet ist, ist ein Torhüter zu sehen. Das ist eine Hommage an den am 21. Mai 2009 im Alter von 28 Jahren verstorbenen deutschen Torhüter Robert Müller. Seine DEL-Karriere hat er in seinem Geburtsort Rosenheim begonnen. Von 2000 bis 2002 spielte er für die Adler Mannheim und konnte 2001 seine erste Meisterschaft feiern. 2002 wechselte er zu den Krefeld Pinguinen. Dort konnte er 2003 mit den Pinguinen die Meisterschaft feiern. Bis 2006 stand er in Krefeld unter Vertrag. Dann wechselte er erneut zu den Adler Mannheim. Im gleichen Jahr nahm er am Deutschland Cup teil. Dort traten so starke Schwindelanfälle auf, dass er wieder abreisten musste. Eine Untersuchung ergab, das Robert Müller an einem bösartigen Gehirntumor erkrankt war. Nach einer Teilentfernung des Tumors, überstandener Chemo- und Strahlentherapie musste er insgesamt drei Monate pausieren. Aber Robert Müller gab nicht auf. 2007 kehrte er zu den Adlern zurück. Dreimal wurde er bei Spielen eingesetzt, darunter auch das Finalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die Nürnberg Ice Tigers. Ein Spiel, das für Gänsehaut sorgte. Die Spiele bestritt hauptsächlich Torhüter Jean-Marc Pelletier. Mannheim führte bereits und hatte die Meisterschaft gewonnen. Da forderten die Fans lautstark, dass Robert Müller eingesetzt werden solle. Die letzten 31 Sekunden dieser Partie hütete er das Meistertor. Das war seine dritte Meisterschaft. Mannheim hatte vier Torhüter und wollten Robert Müller weitere Spiele gönnen. So wurde er an die Füchse Duisburg ausgeliehen. Da er dort wieder sehr gute Leistungen zeigte, nahmen die Kölner Haie ihn im Dezember 2007 unter Vertrag. Er erhielt einen Vertrag bis 2010.

Am 22. März 2008 bestritt Robert Müller mit den Kölner Haien das dritte Play-off-Viertelfinale der Saison 2007/08 gegen die Adler Mannheim, das die Haie nach 168 Minuten und 16 Sekunden durch einen Treffer von Philip Gogulla mit 5:4 für sich entschieden. Robert Müller parierte in diesem Spiel über 100 Torschüsse und war ein großer Teil dieses Sieges. Dieses Spiel ging in die deutsche Eishockeygeschichte ein, denn es dauerte sechseinhalb Stunden und gilt als das bisher längste Profi-Eishockeyspiel auf deutschem Boden und das zweitlängste der Welt.

Kurz nach der Teamvorstellung im August 2008 musste Robert Müller erneut operiert werden. Robert Müller kehrte zurück, aber mehr als ein paar Kurzeinsätze ließ seine Gesundheit nicht mehr zu. Für alle Kölner Fans unvergesslich war der Kurzeinsatz von acht Minuten am 16. November erneut gegen Nürnberg. Mittlerweile hatte er seinen Arzt von der Schweigepflicht entbunden und die Eishockeywelt erfuhr erstmals die traurige Wahrheit. Im Dezember 2008 fuhr er gemeinsam mit seinem Team zur traditionellen Geschenkübergabe an das Kölner Kinderkrankenhaus. Dort brach er zusammen. Er kehrte nicht mehr auf das Eis zurück und fuhr zurück nach Rosenheim. Dort erlag er seiner schweren Krankheit am 21. Mai 2009. Robert Müller war ein sehr beliebter Spieler. Die Vereine der deutschen Eishockeyliga beschlossen, seine Rückennummer 80 nie mehr zu vergeben. Da Robert Müller auch von 1997 bis 2008 das Trikot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft (U18, U20 und A-Team) trug, wird die WM 2017 an ihn erinnern.



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