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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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80 Jahre Düsseldorfer EG

Montag, 23. November 2015

Die Düsseldorfer EG wurde am 8. November 2015 80 Jahre alt. Die ersten Spiele im kurz zuvor fertiggestellten Stadion an der Brehmstraße fanden am 23. November statt. 2015 empfing die DEG am 22.11. die Grizzlys aus Wolfsburg. Zwei Tage zuvor waren sie zu Gast in Krefeld. Ein weiteres Derby findet erst am 27.11. in Köln gegen die Kölner Haie statt.


Die frühen Jahre

Der Düsseldorfer sportbegeisterte Stahlindustrielle Ernst Poensgen hatte dafür gesorgt, dass im September 1935 das Stadion an der Brehmstraße Richtfest feiern konnte und am 8. November die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft gegründet wurde. Mit der Brehmstraße gab es nun drei Eisstadien in Deutschland. Als am 23. November 1935 die ersten Eishockeyspiele durchgeführt wurden, spielte der Berliner SC gegen einen Amsterdamer Verein. Danach kamen Gastmannschaften aus dem Mutterland des Eishockeys Kanada und sorgten für eine Euphorie.

Der erste namentlich bekannte DEG-Trainer war der Kanadier Bobby Bell. Er trainierte Spieler wie Dr. Hans Seyppel, Horst und Kurt Orbanowski, Bernd Rickmann, Jochen Hake und Werner Lucas. Von Bell wird auch berichtet, dass er bereits damals die Jugendarbeit im Blick hatte. Doch es war nicht einfach junge Spieler zu finden, da die meisten Eiskunstlauf betrieben. Aber es gab Eiskunstläufer, die zum Eishockey wechselten. Der Zweite Weltkrieg beendete zunächst alles. Die letzte deutsche Meisterschaft 1944 beendete die DEG auf Platz drei.

Einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Eiskunstläufer war damals Gründungsmitglied des Vereins DEG. Er baute die Eiskunstlauf-Abteilung auf und leitete die Brehmstraße - Werner Rittberger. Noch heute gehört ein Sprung zum Muss der Eiskunstlaufszene – der doppelte Rittberger.


Von 1945 bis bis 1990

Der Krieg hatte weite Teile Düsseldorfs zerstört und auch das Stadion war nicht mehr bespielbar. So trainierte die DEG ab 1946 in Krefeld. Das Team bestand aus den Spielern wie Orbanowski, Kessler, Dicker, Hillmann, Ulrich, Becker oder Rohde. Der Krefelder EV, der seit dem 7. November 1936 spielte, hatte Dank Willi Münstermann eine wiederaufgebaute Halle und gewährte Gastrecht.

1946 wurde auch der Eissportverband Nordrhein-Westfalen gegründet und die erste NRW-Meisterschaft ausgeführt. Die Düsseldorfer EG gewann diesen Titel. Das Stadion an der Brehmstraße konnte erst im Dezember 1949 wieder bespielt werden. Das Eröffnungsspiel bestritten der EC Bad Nauheim und der Kölner EK, der 1936 gegründet wurde.

Die DEG spielte in den 1950er-Jahren zunächst in der 1947 gegründeten Oberliga, der damals höchsten Spielklasse. Es folgten Ab- und Wiederaufstiege. Einige Fusionspläne in dieser Zeit, darunter auch mit Fortuna Düsseldorf, scheiterten. Ab 1958, die Eishockey Bundesliga wurde gegründet, spielte die DEG in der nun höchsten Spielklasse. Doch auch hier waren die Anfänge von Ab- und Aufstiegen geprägt.

Ab den 60er Jahren stiegen die Zuschauerzahlen und die DEG feierte 1967 ihre erste Meisterschaft. Zwei Jahre später erhielt das Stadion an der Brehmstraße eine Überdachung. Weitere Titel folgten 1972 und 1975. Ein Spieler dieser Zeit ist auch heute noch untrennbar mit Eishockey in Düsseldorf verbunden – die DEG-Legende Walter Köberle.

In den frühen 1980er Jahren musste die DEG erst einmal mit sinkenden Zuschauerzahlen und schlechten Spielerleistungen kämpfen. Ab 1984 ging es unter Trainer Otto Schneidberger wieder aufwärts. Der in 1983 verpflichtete kanadische Spieler Peter-John Lee, heute Manager der Eisbären Berlin, hatte einen großen Anteil an diesem Aufwärtstrend. In den kommenden Jahren wurden der Torhüter Helmut de Raaf, Dieter Hegen und Gerd Trunschka von den Kölner Haien verpflichtet. De Raaf hatte bereits von 1980 bis 1983 das Tor der Düsseldorfer gehütet und wechselte dann nach Köln. Andreas Niederberger trug von 1986 bis 1888 das Trikot der DEG. Ein weiterer bekannter Name in Düsseldorf ist Uli Hiemer, der von 1987 bis 1996 im Kader stand.


Von den glorreichen 1990er Jahren bis heute

Der große Erfolg begann mit der Trainerverpflichtung des Alpenvulkans Hans Zach. Mit ihm und den Spielern Peter-John Lee, Chris Valentine, Andreas Niederberger, Uli Hiemer, Mike Schmidt und Helmut de Raaf wurde die DEG 1990, 1991, 1992 und 1993 Deutscher Meister.

Zur Saison 1994/95 wurde die Deutsche Eishockeyliga gegründet, die nun die höchste Spielklasse war. Den nächsten Titel gewann die DEG 1996 unter dem schwedischen Trainer Hardy Nilsson . 1998 folgte der finanzielle Zusammenbruch und der Neustart in der zweiten Liga, aus der die DEG 2000 wieder aufstieg. Die finanziellen Probleme lösten sich erst 2002, als der Handelskonzern Metro Partner und Namenssponsor wurde. Nun wurden aus der Düsseldorfer EG für zehn Jahre die DEG Metro Stars. In diese Zeit fiel auch der Umzug von der Brehmstraße in den ISS Dome, da das alte Stadion nicht mehr den Anforderungen entsprach.

Geprägt wurde diese Zeit auch durch Trainerwechsel. Unter dem neuen DEG-Manager Lance Nethery wurde Don Jackson als Cheftrainer verpflichtet. Spieler wie Daniel Kreutzer, Klaus Kathan und Tore Vikingstad fielen positiv auf. Obwohl die neunte Meisterschaft nicht erreicht wurde, erspielten sich die DEG Metro Stars mehrere Deutsche Vizemeisterschaften und den Pokalsieg 2006.

2012 stieg die Metro aus und der Klubname änderte sich wieder in Düsseldorfer EG. Mit kleinem Budget und vielen jungen Spielern, sowie der Unterstützung der Punkband Toten Hosen kämpfte die DEG mit viel Leidenschaft um ihr Überleben. Das wurde 2014/15 durch neue Investoren gesichert.

Mit dem Düsseldorfer Christof Kreutzer, seit 40 Jahren der DEG treu, wurde die Cheftrainerstelle besetzt. Urgestein Walter Köberle wurde wieder Team-Manager. Die DEG startete mit einer guten Mannschaft und Bobby Goepfert im Tor. Nachdem er sich verletzt hatte wurde Torhüter Tyler Beskorowany verpflichtet. Die Düsseldorfer EG wurde die Überraschungsmannschaft des Jahres und schied erst im Halbfinale der Playoffs aus.

Neben der Familie Kreutzer haben sich auch die Söhne von Andreas Niederberger für die DEG entschieden. Torhüter Mathias Niederberger begann seine Eishockeykarriere in Düsseldorf und war bis 2011 bei der DEG. Seit 2014 ist er bei den Eisbären Berlin unter Vertrag und wurde ab 2015 an die DEG ausgeliehen. Sein Bruder Leon begann ebenfalls in Düsseldorf mit dem Eishockeysport, wechselte 2013 zu den Kölner Haien/Füchsen Duisburg. Seit der laufenden Saison steht er im DEL-Kader der DEG und spielt beim DEL2 Partner EC Bad Nauheim.


Der aktuelle Stand

Neue Saison, neues Team. Tyler Bereskowany zog eine Option, zurück in die USA zu gehen. Kreutzer holte Routiniers wie Joonas Rönnberg (32 Jahre), Eduard Lewandowski (35), Norman Milley (35) und Christopher Minard (34) ins Team. Doch bisher blieben sie hinter den Erwartungen zurück. Im sogenannten Straßenbahn-Duell, Krefeld gegen Düsseldorf, gewann die DEG in einem mäßigen Spiel 2:1. Die Partie gegen Wolfsburg ging mit 0:3 verloren. Aktuell steht die DEG nach 20 Spielen auf dem neunten Tabellenplatz. Am kommenden Freitag ist Düsseldorf zu Gast in Köln. Die Kölner belegen nach 19 Spielen den vierten Tabellenplatz. Doch diese Derbys haben ihren eigenen Rhythmus und der bisherige Stand spielt keine Rolle.



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