Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Auftakt nach Maß

Freitag, 05. Mai 2017
Logo: ICE HOCKEY WORLD CHAMPIONSHIP 2017

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft besiegte im Auftaktspiel der 2017 IIHF Weltmeisterschaft die USA mit 2:1. So begann auch die WM 2010 und führte das DEB-Team bis ins Halbfinale. Der beste Spieler der heutigen Partie war NHL-Torhüter Thomas Greiss (New York Islanders).

Der erste WM-Tag in Köln begann in der Lanxess Arena mit der Partie Schweden gegen Russland, das die Sbornaja mit 2:1 nach Penalty für sich entschied. Das erste WM-Tor in Köln schoss der Schwede Elias Lindholm. Am Abend wurde die WM offiziell mit der Partie USA gegen Deutschland eröffnet. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier mit Lichtshow, einem Auftritt von Cascada und Begrüßungsreden von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und IIHF Präsident René Fasel. kamen die Teams aufs Eis. Bundestrainer Marco Sturm hatte sich vor der WM noch von den Spielern Pascal Zerressen (Kölner Haie) und Brent Raedeke (Adler Mannheim) getrennt. Nun musste er mitteilen, dass Kapitän Christian Ehrhoff (Kölner Haie) wegen einer Oberkörperverletzung nicht am Eröffnungsspiel teilnehmen konnte. Als Kapitän trat Dennis Seidenberg (New York Islanders) an.  

Junges US-Team fordert das DEB-Team
Die Lanxess Arena war mit 18.688 Zuschauern ausverkauft. Das deutsche Team begann etwas nervös und die US-Boys prüften Goalie Thomas Greiss gleich nach 20 Sekunden, aber er zeigte sofort seine Klasse. Dies konnte er auch in der Folge noch mehrfach beweisen. Nach und nach kam Deutschland besser ins Spiel. Obwohl die USA bis zu diesem Zeitpunkt das bessere Team war, musste ihr Torhüter Jimmy Howard hinter sich greifen. In der 11. Minute eroberte sich Patrick Reimer (Nürnberg) die Scheibe, schoss aufs Tor wo Tobias Rieder (Arizona Coyotes) stand und sie zum 1:0 ins Tor hob (11.). Nun spielte man ausgeglichen und es ging hin und her. Beide Teams hatten Chancen, doch das DEB-Team ging mit der 1:0 Führung in die Pause.
Bei den USA fielen in diesem Abschnitt besonders die Spieler Johnny Gauderau (Calgary Flames), Jack Eichel (Buffalo Sabres), Anders Lee (New York Islanders) und Jacob Trouba (Winnipeg Jets)) auf.

Thomas Greiss unüberwindbar
Im Mittelabschnitt erhöhte die USA den Druck. Besonders die Reihe Gauderau, Eichel und Lee tauchte immer wieder gefährlich vor Thomas Greiss auf. Die Schüsse auf sein Tor nahmen zu, aber der Goalie hielt alles. Als dann das deutsche Team in Unterzahl geriet zeigte sich, dass auch die Abwehr stabil war. Mit einer guten Abwehrleistung und einem hervorragenden Thomas Greiss nahm das DEB-Team die knappe Führung mit ins Schlussdrittel.

DEB-Team trotzt US-Angriffwelle
Das Team von Marco Sturm kam in Unterzahl aufs Eis zurück. Das nutzten die US-Boys dazu, allen voran Gauderau, den Druck zu erhöhen. Doch sie konnten die Überzahl nicht nutzen. Erneut hieß die Endstation Thomas Greiss. Aber auch die Abwehr warf sich immer wieder in die Schüsse. Doch sie konnte nicht verhindern, dass es in der 51. Minute 1:1 stand. Verteidiger Connor Murphy zog kurz hinter der blauen Linie ab und traf zum Ausgleich. Die letzten Minuten wurden spannend. Beide Teams versuchten nun den Siegtreffer zu erzielen. Dann machte die USA den entscheidenden Fehler. Nach einer Strafe stand Deutschland in Überzahl auf dem Eis. Kapitän Dennis Seidenberg zog im Powerplay von der blauen Linie ab und Patrick Hager fälschte zum 2:1 ins Tor ab. Auch eine Auszeit und ein sechster amerikanischer Feldspieler konnten an diesem Endstand nichts mehr ändern.

Das Publikum hatte die Spieler während der letzten beiden Drittel lautstark unterstützt, in den letzten Minuten saß niemand mehr. Nach Ende der Partie schallte „Oh wie ist das schön“ durch die Arena.

Aufstellungen:
Deutschland: Greiss – Reul, Hördler, Abeltshauser, Krueger, Müller, Seidenberg – Rieder, Kahun, Macek, Ehliz, Tiffels, Reimer, Gogulla, Hager, Schütz, Plachta, Seidenberg, Kink, Fauser
USA: Howard – DeKeyser, Murphy, Hanifin, Trouba, van Riemsdyk, McAvoy – Gauderau, Eichel, Lee, Nelson, Larkin, Bjugstad, Keller, Dvorak, Schmaltz, Copp, Compher, Greenway, Bjork

Schweden und Russland
Die beiden nächsten Gegner der deutschen Mannschaft spielten bereits am Nachmittag. Auch diese Partie war mit 18.537 Zuschauern gut besucht. Das Tre Kronor Team bestimmte anfangs die Partie und ging mit dem Tor von Elias Lindholm (15.) in Führung. Sergei Andronov traf in der 44. Minute zum Ausgleich  In dem Defensivkrimi fielen in der regulären Spielzeit und auch in der Overtime keine Tore mehr. Beim Penaltyschießen schoss dann Artemi Panarin das entscheidende Tor.

Schweden ist am Samstag um 20 Uhr der nächste Gegner des DEB-Teams. Nach den Kanadiern und den USA stellt Schweden die meisten Spieler in der National Hockey League. Im WM-Kader stehen 16 NHL-Spieler und zwei Spieler aus der KHL. Nur Carl Klingberg (EV Zug) und Joel Lundqvist (Frölunda Indians) spielen in Europa.   

Russland ist mit einem jungen Team angereist. Im Kader stehen aktuell fünf NHL-Spieler. Superstar Alexander Owetschkin (Washington Capitals) spielt noch in den Stanley Cup Playoffs. Alle anderen sind in der heimischen KHL unter Vertrag. Am kommenden Montag trifft die Sbornaja um 16:15 Uhr auf Deutschland.   

Die Ergebnisse des ersten Spieltages in Paris
In der AccorHotels Arena spielten am Nachmittag Finnland und Weißrussland. Nachdem Finnland mit den Toren von Sebastian Aho (3.)  und Oskar Osala (6.) in Führung ging, gelang Yegor Sharangivich in der 39. Minute der Anschlusstreffer und Yevgeny Kovyrshin glich in der 45. Minute aus. In Überzahl schoss Veli-Matti Savinainen in der 50. Minute den 3:1 Siegtreffer.
 
Abends trafen Tschechien und Kanada aufeinander. Ryan O'Reilly (7.), Mike Matheson (21.), Tyson Barrie (55.) und Jeff Skinner (60.) schossen die Tore zum 4:1 Erfolg. Der Ehrentreffer für Tschechien gelang Lukas Radil in der 53. Minute.



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Olympischen Spiele London 2012