Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

BVB unterliegt München erst im Elfmeterschießen

Sonntag, 22. Mai 2016

Der DFB-Pokal 2016 geht an den FC Bayern München. Damit gewann der Deutsche Meister 2016 nach 120 torlosen Minuten gegen Borussia Dortmund zum 18. Mal den Pokal. Douglas Costas verwandelter Elfmeter sorgte dafür. Für Bayern Coach Pep Guardiola der perfekte Abschied.  

Das Berliner Olympiastadion war mit 74.322 Zuschauern ausverkauft. Darunter sehr viele BVB-Fans, die die bekannte gelbe Wand bilden konnten. Ein Bild jedoch ging heute durch die Medien: Was machten zwei BVB-Fans im Bayernblock?
Schaut man auf die letzten Pokalbegegnungen der beiden zurück, war es das 9. Mal, dass sich Borussia Dortmund und der FC Bayern München im DFB-Pokal-Finale gegenüberstanden. Nur vier Spiele wurden in der regulären Spielzeit entschieden, fünf gingen in die Verlängerung, drei davon ins Elfmeterschießen. Was die Zuschauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, sie sahen ein Spiel über 120 Minuten mit anschließendem Elfmeterschießen. Zunächst sahen sie  zwei abwartende Teams, die keinen Fehler machen wollten. BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte sich für eine Fünfer-Abwehrkette und drei defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler in der Startelf entschieden. So musste Thomas Müller in der 4. Minute aus der Distanz versuchen, den Ball an BVB-Torhüter Roman Bürki vorbei ins Tor zu bringen. Douglas Costa kam in der 33. Minute näher heran und Bürki wehrte den Schuss lediglich ab. Auf der anderen Seite scheiterte Pierre-Emerick Aubameyang. Beide Teams gingen nicht vorsichtig miteinander um, so verteilte der Schiedrichter innerhalb von drei Minuten drei Gelbe Karten.

Nach der Halbzeitpause sorgten einige BVB-Fans für Nebelschwaden. Sie hatten verbotenerweise Bengalos gezündet. Am Spiel hatte sich auf dem Feld wenig geändert, Bayern und Dortmund neutralisierten sich weiterhin. Erst 10 Minuten nach Wiederanpfiff tauchte Franck Ribery gefährlich vor Bürki auf, aber erfolglos. Aubameyang schoss über das Tor von Manuel Neuer. Beide Teams erspielten sich nun mehrere Chancen. Sie liefen und ackerten, aber es fiel kein Tor. Man merkte den Spielern an, dass die Beine schwerer wurden und sich bald Krämpfe androhten. Kapitän Mats Hummels ging nach einem Wadenkrampf in der 78. Minute vom Feld. Für ihn kam Matthias Ginter. Zuvor kam Erik Durm für Marcel Schmelzer ins Spiel. Er erspielte sich in der 80. Minute einen Eckball, den Aubameyang aber in die Arme von Neuer schoss. BVB-Torhüter Bürki zeigte in dieser Halbzeit einige gute Paraden. Die Bayern setzten den BVB in der eigenen Hälfte unter Druck. Aber Marco Reus konnte auf die Reise geschickt werden, wurde von Boateng eingeholt, der den Ball auf Aubameyang abfälschte, doch der vergab diese Riesenchance für den BVB. Nachdem Dortmunds bis dahin bester Spieler Sokratis noch für einen Freistoß der Bayern gesorgt hatte, die diesen aber ebenfalls nicht nutzten, ging es in die Verlängerung, die ebenfalls Torlos blieb. Die Wadenkrämpfe nahmen zu. Franck Ribery musste ausgewechselt werden und Thomas Tuchel hatte Shinji Kagawa für Gonzalo Castro eingewechselt. Doch der frische BVB-Spieler konnte ohne die müden Teamkollegen keine Wendung bringen.

Entscheidung im Elfmeterschießen
Thomas Tuchel hatte Schwierigkeiten Spieler für diese Entscheidung zu überzeugen. Einige wollten nicht. Gut für Mats Hummels war, dass er bereits verletzt ausgeschieden war, denn angeblich hatte ihm Uli Hoeneß geraten, im Zweifelsfall nicht anzutreten.  
Als erster trat der frische Shinji Kagawa an und traf. Auf der anderen Seite war auch Arturo Vidal erfolgreich. Dann musste Sven Bender ran. Der Spieler hatte sich schon lange durch das Spiel gehumpelt. So verwunderte es auch nicht, dass sein Schuss viel zu schwach war. Dafür traf Robert Lewandowski, indem er Bürki austrickste. Sokratis, der kein ausgewiesener Elfmeterspezialist ist, hatte sich gemeldet. Ein Mkhitaryan wäre da sicher besser gewesen, denn Sokratis verschoss. Da aber auch Joshua Kimmich nicht traf und Aubameyang verwandelte, war der BVB wieder im Spiel. Auch Marco Reus traf, da aber zuvor auch Thomas Müller erfolgreich war, konnte der BVB nur noch auf einen verschossenen Elfmeter von Douglas Costa hoffen. Doch den Gefallen tat der Münchener den Schwarz-Gelben nicht.

Thomas Tuchel zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht. Dass sich Mkhitaryan oder die noch frischen Spieler Durm und Ginter vor der Verantwortung gedrückt haben, hat er registriert.

DFB-Pokal der Frauen
In Köln spielten der VfL Wolfsburg und der Finalneuling SC Sand um den Pokal. Vor 16.542 Zuschauern im Kölner Rhein-Energie-Stadion gewann Wolfsburg mit zwei Toren von Zsanett Jakabfi den Pokal. Der SC Sand hat sich gut präsentiert und das Spiel über Strecken dominiert, musste sich aber mit nur einem Tor von Jovana Damnjanovic mit 1:2 geschlagen geben. 



<- Zurück zu: Aktuelles
Olympischen Spiele London 2012