Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Das DEB-Team beendet die Weltmeisterschaft

Donnerstag, 19. Mai 2016

Gegen den Titelfavoriten Russland unterlag die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in einem leidenschaftlich geführten Viertelfinalspiel mit 1:4. Nach dem ersten Drittel führte das DEB-Team in Moskau mit einem Tor von Patrick Reimer 1:0.

Das Team von Bundestrainer Marco Sturm traf im Viertelfinale auf den Gastgeber und hatte damit ein hartes Los gezogen. Hinzu kam, dass neben bereits drei Ausfällen nun auch noch der Ausfall von Stürmer Felix Schütz hinzu kam. Doch was das DEB-Team vor 12.100 Zuschauern in der ausverkauften Ice Arena in Moskau zeigte, ließ nicht nur Marco Sturm stolz sein: „Ich bin einfach nur stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sich im Turnierverlauf immer weiter gesteigert und auch im Viertelfinale gegen eine Top-Nation eine starke Leistung abgeliefert.“

Hinzu kam, dass es im Vorfeld dieser Partie eine große Auszeichnung für das Deutsche Eishockey gab. Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB), wurde beim heutigen IIHF General Congress in Moskau (Russland) mit 81 von 96 Stimmen in das neue IIHF Council (Präsidium) gewählt.

Das Viertelfinale

Um 20:15 Uhr Ortszeit starteten zwei der vier Viertelfinalpartien. Bereits am Nachmittag trennten sich Tschechien und die USA mit 1:2 nach Penalty und Finnland gegen Dänemark mit 5:1. Damit standen die ersten Halbfinalisten USA und Finnland fest.

Wie von allen erwartet, startete Russland gefährlich. Doch Torhüter Thomas Greiss machte von Beginn an ein sehr gutes Spiel. Das erste Tor fiel auf der anderen Seite. Patrick Hager, der gemeinsam mit seinem Kölner Teamkollegen Philip Gogulla und Patrick Reimer eine Sturmreihe bildete, scheiterte zunächst am russischen Goalie. Doch Patrick Reimer eroberte sich den Puck und schob in zum 1:0 (5.) ins Tor. Die russischen „Scheibu“-Rufe verstummten. Egal was der Gastgeber auch versuchte, er kam nicht an Thomas Greiss vorbei. Selbst in Überzahl scheiterte die Sbornaja an den glänzenden Paraden des deutschen Torhüters. Fast wäre es Leon Draisaitl gelungen, noch auf 2:0 zu erhöhen. Aber so endete das erste Drittel sensationell mit einer 1:0 Führung des DEB-Teams.

Das änderte sich im Mittelabschnitt. Thomas Greiss alleine kann kein Spiel gewinnen. Mit dem Ausfall der Stürmer Tobias Rieder, Felix Schütz, des Centers Gerrit Fauser und dem defensiv spielenden Verteidiger Torsten Ankert fehlten dem DEB-Team gute Spieler. Kaum hatte das Drittel begonnen, gelang Vadim Shipachyov der Ausgleich. Sieben Minuten später schoss Yevgeni Dadonov die Gastgeber zur 2:1-Führung (28.). Diese Reihe der Russen zeigte ihre ganze Scorerqualität, denn weitere sieben Minuten später hatte Shipachyov auf 3:1 erhöht. Zuvor kam Korbinian Holzer gefährlich vor das russische Tor, doch er verzog ganz knapp.

Im Schlussdrittel kämpfte das DEB-Team und versuchter mit viel Leidenschaft wieder heranzukommen. Doch Alexander Ovechkin nahm ihm in der 43. Minute die Illusion, eine Sensation zu schaffen. Der Superstar stand bis zu diesem Zeitpunkt im Schatten von Shipachyov und Dadonov. Doch mit diesem Tor setzte er ein wichtiges Zeichen. Auch wenn es kaum noch eine Hoffnung gab, bis zum Schlusspfiff verteidigte das DEB-Team erfolgreich und versuchte auch noch ein wenig offensiver zu spielen. Doch die Chancen blieben aus. In diesem Spiel wurden nur vier Strafminuten gegen Deutschland und zwei gegen Russland ausgesprochen.

Als bester deutscher Spieler dieser Partie wurde Thomas Greiss geehrt. Als die besten Spieler dieses Turniers wurden Thomas Greiss, Christian Ehrhoff und Patrick Hager gewählt. Aus NRW-Sicht ein gebürtiger Kölner, ein gebürtiger Krefelder und ein Spieler aus einem NRW-Verein.

Die Gruppenphase beendete die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in der Gruppe B hinter Kanada und Finnland auf dem dritten Platz. Die WM wird sie unter den besten Acht mit dem siebten Platz beenden. In der Weltrangliste wird die deutsche Auswahl dadurch klettern. Damit hat sie große Werbung für die Eishockey Weltmeisterschaft 2017 in Köln und Paris gemacht.  

Deutschland: Greiss (Pielmeier) – Holzer, Ehrhoff; Kink, Goc, Seidenberg – Reul, Müller; Gogulla, Hager, Reimer – Boyle, Akdag; Macek, Draisaitl, Noebels; Flaake, Kahun, Braun.

Im zweiten Abendspiel gewann Kanada gegen Schweden mit 6:0. Die Halbfinals werden mit den Partien Finnland vs. Russland und USA vs. Kanada spannende Begegnungen werden.



<- Zurück zu: Aktuelles
Olympischen Spiele London 2012