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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Das war die Fifa Frauen-Fußball-WM 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Vor sechs Tagen endete die erste Frauen-Fußball-WM in Deutschland. In den drei Wochen dieses Events gab es viele Überraschungen und viele schöne Stunden in den neun WM-Städten.

Die größte Überraschung war die Tatsache, dass es neue Weltmeisterinnen gibt. Japan war wegen der großen Katastrophe das letzte Land, das OK-Präsidentin Steffi Jones und die Fifa-Delegation auf ihrer Welcome-Tour am 8. Juni besuchten. Bochum war die erste Station, die die späteren Weltmeisterinnen Willkommen hieß. Am 27. Juni traf dort das japanische Team in seinem ersten WM-Spiel auf Neuseeland. Als Ausdruck der Verbundenheit und besonderen Solidarität mit dem japanischen Volk hatte Sportministerin Ute Schäfer an diesem Tag in Bochum den Fußball-Jugend-Tag und das Begegnungsfest bezeichnet, an dem rund 1.500 deutsche und japanische Kinder und Jugendliche teilnahmen. Japan gewann dieses Spiel mit 2:1. Am 1. Juli traten die Japanerinnen in Leverkusen gegen Mexiko an und gewannen das Spiel mit 4:0. Damit zogen sie vorzeitig ins Viertelfinale ein.

In Bochum spielte mit Nordkorea eine weitere asiatische Mannschaft. Nur anders als die Japanerinnen, bleibt sie mit ihren positiven Dopingproben in negativer Erinnerung. Nachdem schon vor ihrem Spiel gegen Kolumbien zwei Spielerinnen positiv getestet wurden, musste erstmals in der Geschichte der Fifa nach diesem Spiel das gesamte Team zur Dopingprobe. Es wurden weitere Spielerinnen positiv getestet. Die Nordkoreanerinnen verließen sehr schnell und im frühen Morgengrauen Deutschland.

Leverkusen und Mönchengladbach
Obwohl in Leverkusen kein Spiel mit deutscher Beteiligung stattfand, war Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn sehr zufrieden mit der Fifa Frauen-WM 2011. Zu den vier WM-Spielen kamen insgesamt 90.000 Zuschauer und das zu Spielen, die bereits am Nachmittag oder in den frühen Abendstunden angesetzt waren.

In Mönchengladbach spielte Deutschland in der Vorrunde gegen Frankreich, gewann im ausverkauften Stadion mit 4:2, wurde Gruppenerster und traf im Viertelfinale auf Japan. Mönchengladbach konnte aber auch die Brasilianerinnen und das US-Team begrüßen. Die Mönchengladbacher Fanmeile war in NRW die einzige, die Public Viewing anbot. Dieses Angebot wurde bis zum Finale genutzt.
Zu den drei Partien der großen Favoriten kamen an die 100.000 Zuschauer ins Stadion. Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude zeigte sich auch sehr zufrieden mit der Fifa Frauen-Fußball-WM 2011.  

Das Fazit des Organisationskomitees
Die Fifa Frauen-Weltmeisterschaft 2011 ist für das Organisationskomitee (OK) auch unter wirtschaftlichen Aspekten ein außergewöhnlicher Erfolg. Bei den abschließenden Sitzungen des Präsidial-Ausschusses am 20. Juni 2011 sowie des Kuratoriums, das sich am 21. Juni unter Vorsitz von DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach in Frankfurt am Main traf, wurde das vorläufige Ergebnis präsentiert.

Das OK rechnet unter Vorbehalt auf Grundlage der aktuell absehbaren Einnahmen- und Ausgaben-Situation mit einem Netto-Überschuss in Höhe von 7,6 Millionen Euro. Insgesamt wurden 782.000 Eintrittskarten verkauft. Wegen des insgesamt reibungslosen Turnier-Verlaufs und des sehr verantwortungsvollen Budget-Umgangs aller involvierten Abteilungen mit den finanziellen Ressourcen rechnet das OK mit Ausgaben in Höhe von etwa 40 Millionen Euro. Der Gesamt-Etat des deutschen Organisationskomitees war ursprünglich mit 51 Millionen Euro kalkuliert worden.

"Höhere Einnahmen durch mehr verkaufte Tickets bei weniger Ausgaben - so lautet die Erfolgsformel für dieses auch für uns überraschend positive Ergebnis. Dass zu den Spielen, vor allem auch zu denen ohne deutsche Beteiligung, am Ende mehr Zuschauer in die Stadien strömten als wir erwartet hätten, ist einer der beiden Hauptgründe für den großartigen wirtschaftlichen Erfolg. Der andere ist die hoch professionelle und sehr anerkennenswerte Arbeit des gesamten Organisations-Teams von OK-Präsidentin Steffi Jones und Gesamtkoordinator Ulrich Wolter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blieben nahezu durchweg weit unter den Budget-Ansätzen. Dank gebührt aber auch der FIFA, die uns in einigen Bereichen sehr entgegen gekommen ist", sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt ergänzt: "Das Gesamt-Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als das finanzielle Risiko des WM-Projekts ausschließlich beim Deutschen Fußball-Bund lag. Der Etat für die Frauen-WM 2011 wurde ohne jede öffentliche Zuwendung erstellt und bestritten. Nun führen wir sogar einen beträchtlichen Teil dem Fiskus zu und tragen somit auch bei zur Entlastung der öffentlichen Haushalte."

Für den WM-Überschuss sind derzeit vier generelle Verwendungszwecke vorgesehen. Insgesamt eine Million Euro soll als Solidarbeitrag an den deutschen Sport gehen, davon 500.000 Euro an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), jeweils 150.000 Euro an den Deutschen Behinderten-Sportverband und an Special Olympics sowie 200.000 Euro an die Stiftung Deutsche Sporthilfe. "Es ist bemerkenswert, dass der DFB immer wieder seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt und sich in hohem Maße einbringt in die Familie des Sports. Ich gratuliere dem DFB zu der überaus erfolgreichen Organisation und Durchführung der Frauen-WM 2011, die auch über die Grenzen Deutschlands hinaus großen Anklang und Anerkennung in der Welt gefunden hat. Besonders freut mich auch dieses Zeichen der Solidarität durch den DFB", sagt DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach.

Eine weitere Million Euro sind als Sonderprämien und Überbrückungsgelder für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gesamten Organisations-Teams vorgesehen, deren Verträge zum 31. August 2011 auslaufen. Das OK beschäftigte in der Schlussphase inklusive der Außenstellen und der involvierten DFB-Kolleginnen und -Kollegen insgesamt 250 Personen.

Daneben sind 640.000 Euro eingeplant zur Verteilung unter den neun Stadionbetreibern. Je stattgefundenem WM-Spiel sollen sie 20.000 Euro zusätzlich erhalten. "Damit bedanken wir uns bei den Stadionbetreibern für den hohen organisatorischen Aufwand, der nicht zuletzt durch die große Auslastung der Arenen entstanden ist. Mit den Stadien haben sie den perfekten Rahmen geschaffen für die Ausrichtung der WM-Spiele. Aus diesen Stadien ist letztlich der Funke der Begeisterung ins ganze Land, in die ganze Welt getragen worden", so Dr. Zwanziger.

Somit bleiben rund fünf Millionen Euro, die speziell für den Mädchen- und Frauenfußball verwendet werden sollen. "Die Idee ist, diesen Betrag in die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs fließen zu lassen. Am 1. September startet die neu gegründete DFB-Direktion Frauenfußball unter der Leitung von Steffi Jones. Zu deren erster Aufgabe wird es gehören, hierfür geeignete Projekte und Kampagnen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung an der Basis zu erarbeiten", sagt die zuständige DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg.
(Quelle: OK Fifa-Frauen-Fußball-WM 2011)



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