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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Der FC Schalke 04 trauert um Rudi Assauer

Samstag, 16. Februar 2019

Am 7. Februar verstarb Rudi Assauer im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit. Der ehemalige deutsche Fußballprofi bei Borussia Dortmund und Werder Bremen prägte den FC Schalke 04 als Trainer und Manager wie niemand zuvor.

Am 12. Februar wurde Rudi Assauer im Trauerwald „RuhestätteNatur“ in Herten-Westerholt beigesetzt. Am 15. Februar nahm der FC Schalke 04 in der Propsteikirche St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer und in der VELTINS-Arena Abschied von Vereinslegende Rudi Assauer. Unter den Trauergästen befand sich auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Es war eine bewegende Abschiedsfeier zu der zahlreiche langjährige Weggefährten aus dem privaten Umfeld und dem Profifußball, fast alle S04-Eurofighters, sowie Mitarbeiter und Fans des S04 gekommen waren. Vor der Kirche standen 13 königsblaue Fahnenträger Spalier und auch der Himmel erstrahlte in Königsbau. Zu den Gästen zählten neben Ministerpräsident Armin Laschet, der Aufsichtsrats-Vorsitzende Clemens Tönnies, Reinhard Rauball (DFL- und BVB-Präsident) und Huub Stevens. Der Ruhrkohle-Chor trug traditionell Grubenlampen herein, die vor dem Altar platziert wurden. 

Huub Stevens, der Jahrhundert-Trainer der Knappen, sprach über seine Freundschaft zu Rudi Assauer. Es war eine spezielle freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden.

Ministerpräsident Armin Laschet würdigte den Verstorbenen mit den Worten:„Heute verneigt sich auch das Land NRW vor Rudi Assauer.“ 

Der Gedenkgottesdienst wurde in die Veltins-Arena übertragen, wo die Fans ihn auf dem Videowürfel verfolgen konnten.

Rudi Assauer und Schalke 04

Rudi Assauer hatte als Spieler große Erfolge in Dortmund feiern können. Seine Managerkarriere begann er bei Werder Bremen (1976 – 1981), danach führte ihn sein Weg zum FC Schalke 04. Zum ersten Mal für die Zeit von 1981 bis 1986 und zum zweiten Mal ab April 1993. Das wurde die Zeit des Umbruchs. Es stellte sich finanzieller und sportlicher Erfolg ein. Die Königsbauen gewannen 1997 den UEFA-Cup gegen Inter Mailand. Trainer der „Eurofighters“ war Huub Stevens. In der Mannschaft standen Spieler wie Jens Lehmann, Johan de Kock, Ingo Anderbrügge, Mike Büsgen, Andreas Müller, Marc Wilmots und Youri Mulder.  Die Knappen gewannen auch den DFB-Pokal in den Jahren 2001 und 2002. In seine Amtszeit fiel auch der Bau der Veltins-Arena sowie das denkwürdige Finale zur Deutschen Meisterschaft 2000/2001 noch auf Schalke. Die Königsblauen dachten vier Minuten lang, dass sie Meister geworden waren, doch dann gewann das Fernduell der FC Bayern München. Die Knappen blieben nur Meister der Herzen. 

Eigentlich hätte er im August 2006 Vorstandsvorsitzender werden sollen, aber er trat  am 17. Mai 2006 als Manager zurück. Der Aufsichtsrat des Klubs hatte sich in der Sitzung einstimmig gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Assauer ausgesprochen. Ein Rücktritt, der bei den Fans des S04 Trauer auslöste. Er war einer von ihnen. Der Davidoff rauchende Manager Assauer sagte einmal: „Entweder ich schaffe Schalke oder Schalke schafft mich".

Mit seiner damaligen Lebensgefährtin Simone Thomalla drehte Assauer einen Werbespot mit den mittlerweile legendären Worten „nur gucken, nicht anfassen“. Dafür erhielten die beiden den Fernsehpreis "Goldene Kamera" in der Kategorie „Bester Werbespot mit Prominenten“.

Im Januar 2012 wurde bekanntgegeben, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt war. In seiner Autobiographie thematisierte er seine Alzheimer-Erkrankung. An deren Folgen verstarb er am 7. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren.



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