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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Deutsche Handball Nationalmannschaft steht im Achtelfinale

Samstag, 24. Januar 2015

Am 15. Januar 2015 startete die 24. Handballweltmeisterschaft der Männer in Katar. Das deutsche Team konnte sich nicht für diese Weltmeisterschaft qualifizieren und nur Dank der Wildcard an dieser WM teilnehmen. Dort überraschte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson bisher alle.

Am 16. Januar gab der Bundestrainer seinen Kader bekannt. Unter den 16 nominierten sind auch die beiden NRW-Spieler Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach) und Hendrik Pekeler (TBV Lemgo).

Am 15. Januar eröffnete Gastgeber Katar gegen Brasilien die WM. Das deutsche Team trat in der Gruppe D am 16. Januar gegen Polen an, den Gegner, gegen den mit 28:29 die Qualifikation für die WM verloren ging.

Polen gegen Deutschland
Um 17 Uhr Ortszeit wurde das Spiel angepfiffen und der Gummersbacher Carsten Lichtlein hütete das Tor. Zum Zwischenstand führte Deutschland 10:9. Dann fiel in der 21. Minute der 10:10-Ausgleich, doch das DHB-Team zeigte in der Folge seine stärkste Phase und ging mit 17:13 in die Halbzeit. Im zweiten Durchgang gelang es Polen bis zur 42. Minute auf 20:20 auszugleichen. Es wurde spannend, denn nach einer 23:20 deutschen Führung (48.) kam Polen wieder auf 24:25 heran. Johannes Sellin (MT Melsungen) per Siebenmeter, Michael Kraus (Frisch Auf Göppingen) und der überragende, neunfache Torschütze Steffen Weinhold (THW Kiel) brachten Deutschland wieder mit 28:25 in Führung und Patrick Groetzki (Rhein-Neckar-Löwen) sorgte mit seinem Tor zum 29:26 kurz vor dem Ende für den Sieg.

Deutschland gegen Russland
Am 18. Januar traf das DHB-Team auf die starke russische Mannschaft. Nachdem das deutsche Team in Führung ging, geriet es in der Halbzeit unter Druck und lag bis zur Pause mit 9:13 zurück. Doch das Bild änderte sich nach dem Wechsel. Zwar führte Russland in der 38. Minute mit 17:15, aber die anschließende 6:4-Überzahl nutze die DHB-Auswahl und Stefan Kneer (Rhein-Neckar-Löwen) sorgte für ein 18:17 in der 41. Minute. Das sich anschließende Unterzahlspiel lief gut. Hendrik Pekeler (TBV Lemgo) erkämpfte sich in der eigenen Abwehr den Ball und passte diesen liegend zu Groetzki, der dem eingewechselten russischen Torhüter Oleg Grams keine Chance ließ. Der Bundestrainer hatte auch zuvor Carsten Lichtlein für Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) eingewechselt. Die Schlussminuten entwickelten sich sehr spannend. Immer wenn das DHB-Team in Führung lag, kamen die Russen heran. Als Patrick Groetzki drei Minuten vor dem Ende zur vermeintlichen Vorentscheidung (27:24) traf, verkürzten Pavel Atman und Daniil Shishkarev auf 26:27 aus russischer Sicht. Bis zum Schlusspfiff fiel kein Tor mehr und Deutschland gewann auch dieses Spiel. Daran waren auch die beiden Torhüter Heinevetter (1. - 43. MInute, sieben Paraden, darunter einen Siebenmeter), Lichtlein (44. - 60. Minute, vier Paraden) stark beteiligt.

Dänemark gegen Deutschland
Gegen die Dänen entwickelte sich das Spiel am 20. Januar zu einem Krimi. Die Dänen hatten gegen Argentinien nur ein Unentschieden erzielt und standen unter Druck. Nie führte ein Team für längere Zeit. Der offene Schlagabtausch endete zur Halbzeit mit 16:16. Nach dem Wechsel kam Heinevetter für Lichtlein ins Tor. Nach einer 24:21 (45. Minute) Führung des DHB Teams nahm Dänmarks Trainer Gudmundur Gudmundsson eine Auszeit und wechselte die Torhüter aus. Für Niklas Landin kam Jannik Green. Der hielt gleich zwei Bälle gegen Weinhold und Strobel und sein Team nutzte eine doppelte und danach eine einfache Überzahlsituation und glich zum 24:24 aus. Es folgten ein 26:24, 28:26 und 29:28 des DHB-Teams, aber die Schlussphase wurde dramatisch. Eine Minute vor dem Schlusspfiff gelang Steffen Weinhold die 30:29-Führung. In den folgenden 60 Spielsekunden passierte dies: Dänemark war in Ballbesitz und Mikkel Hansen wurde von der deutschen Defensive bedrängt. Doch obwohl er in einer schlechten Wurfposition war, sprang der Ball in die Hände von Bo Spellerberg. Der sah Rene Toft Hansen und passte auf ihn. Erik Schmidt (TSG Ludwigshafen-Friesenheim) konnte ihn nur mit einem Foul stoppen. Den Strafwurf verwandelte Hans Lindberg zum 30:30 Endstand.

Deutschland gegen Argentinien
Diese Paarung ist nicht nur im Fußball eine schwierige Aufgabe. Der Bundestrainer hatte sein Team schon im Vorfeld des 22. Januar vor dem Panamerikameister gewarnt. Argentinien setzte auf eine ständig wechselnde Abwehrformation und machte damit dem DHB-Team das Leben schwer. Aber das deutsche Team kämpfte. Allen voran der stark spielende Patrick Groetzki, der sieben Tore erzielte und zum Spieler des Tages gewählt wurde. Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten) und Patrick Wiencek (THW Kiel) gelangen jeweils fünf Tore. Carsten Lichtlein verhinderte gegen Pablo Mortella einen möglichen Zwei-Tore-Rückstand mit einer Glanzparade. Beim Stand von 22:21 fing er einen Heber-Versuch vom sechsfachen Torschützen Federico Pizzaro ab. Im Schlussspurt fielen die Tore von Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) zum 23:21 und von Weinhold zum 24:21. Es folgten zwei weitere Paraden von Lichtlein. Das Endergebnis von 28:23 hatte sich das DHB-Team hart erkämpft. Damit war auch das Achtelfinale erreicht.

Saudi-Arabien gegen Deutschland
Vor dem Spiel gegen den letzten Gegner der Gruppe D gab Bundestrainer Dagur Sigurdsson einen Tag trainingsfrei. Diesen Tag verbrachte das DHB-Team mit einer Wüstensafari. Mit neuer Kraft und angezogener Handbremse ging es ins letzte Spiel. Sigurdsson schonte in dieser Partie weitestgehend seine stark beanspruchten Stammkräfte. Nur Martin Strobel stand in der Startformation und wurde später von Michael Kraus abgelöst. Linksaußen debütierte Matthias Musche (SC Magdeburg), der vor dieser Begegnung für Fabian Böhm (HBW Balingen-Weilstetten) in den 16er-Kader gerückt war. Im Tor stand Silvio Heinevetter. Das Spiel wurde ganz klar vom DHB-Team dominiert. Zur Halbzeit stand es gegen den Außenseiter 18:8. Zum Ende hatte die deutsche Mannschaft ihre Tore verdoppelt und siegte mit 36:19. Musche und Johannes Sellin (MT Melsungen) waren mit jeweils 11 Toren an diesem Sieg beteiligt. Heinevetter zeichnete sich mit 14 Paraden, davon drei Siebenmeter, aus.

Mit neun Punkten beendete das DHB-Team diese Vorrunde als Gruppensieger der Gruppe D vor Dänemark (8 Punkte) und Polen (6 Punkte).

Das Achtelfinale
Am 26. Januar trifft das DHB-Team im Achtelfinale auf Ägypten. Die Nordafrikaner beendeten die Gruppenspiele als Tabellenvierte der Gruppe C. Alle Spiele des Gegners werden analysiert. Bundestrainer Dagur Sigurdsson charakterisierte den Gegner als sehr robuste Truppe, mit einer sehr emotionalen und aggressiven Abwehr und einem wuchtigen Angriff.

Das Achtelfinale im Überblick:
Sonntag, 25. Januar:
Lusail Multipurpose Hall
16.30 Uhr: Österreich - Katar
19.00 Uhr: Spanien - Tunesien
Ali Bin Hamad Al-Attiyah Arena
16.30 Uhr: Slowenien - Mazedonien
19.00 Uhr: Kroatien - Brasilien

Montag, 26. Januar
Lusail Multipurpose Hall
16.30 Uhr: Deutschland - Ägypten
19.00 Uhr: Island - Dänemark
Ali Bin Hamad Al-Attiyah Arena
16.30 Uhr: Polen - Schweden
19.00 Uhr: Frankreich - Argentinien



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