Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Deutschland verpasst die WM 2018

Samstag, 26. August 2017

Vom 18.– 26. August fand die IBSA Blindenfußball Europameisterschaft in Berlin statt. Im Spiel um Platz fünf unterlag das deutsche Team der Türkei mit 1:2 nach Sechsmeterschießen.

Das Auftaktspiel gegen Italien gewann das Team mit den Toren von Taime Kuttig (Borussia Dortmund) und Alexander Fangmann (MTV Stuttgart). Dabei bestand diese Partie aus 2 Tagen. Beim Stand vom 2:0 für Deutschland musste das Spiel wegen eines starken Gewitters vorzeitig abgebrochen werden. Am nächsten Morgen ging es mit der 13. Spielminute weiter. Obwohl Italien zu Chancen kam, fiel kein weiteres Tor mehr.

Im zweiten Spiel traf man auf die französische Auswahl. Das Spiel endete mit einer 1:2 Niederlage. Das einzige Tor für Deutschland gelang Taime Kuttig. Doch das dritte Spiel sah wieder anders aus. Diesmal hieß der Gegner Rumänien und Alican Pektas (Marburg) schoss fast im Alleingang (16., 20. 24. Minute) den 4:1 Sieg. Jonathan Tönsing (FC St. Pauli) hatte in der 17. Minute auf 2:0 erhöht. Nach der 3:0 Führung gelang dem Rumänen Calota der Ehrentreffer auf 3:1. Doch Pektas setzte mit seinem dritten Tor zum 4:1 den Schlusspunkt.

Dann ging es im vierten Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Dort traf man auf England. Das englische Team hatte bisher noch kein Spiel verloren und so sollte es auch in dieser Partie sein. Mit einer 0:3 Niederlage verpasste die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft den Einzug ins Halbfinale.

Das  Spiel um Platz fünf musste nun gegen den amtierenden Europameister
Türkei ausgetragen werden. In der regulären Spielzeit fiel kein Tor. So musste Sechsmeterschießen entscheiden. Nur Alexander Fangmann konnte ein Tor erzielen und die Türkei gewann die Partie mit 2:1. Damit haben Taime Kuttig (Borussia Dortmund) und Hasan Koparan (FC Schalke 04) gemeinsam mit ihren Nationalmannschaftskollegen die Teilnahme an der WM 2018 verpasst.

Blindenfußball
Es treten zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gegeneinander an. In den jeweiligen Teams dürfen nur die Torhüter sehen, die Spieler sind entweder blind oder haben nur eine geringe Sehkraft. Augenklappen schaffen die Chancengleichheit. Damit sich die Spieler orientieren können, ist im Ball eine Rassel eingebaut. Der Ball unterscheidet sich gegenüber dem herkömmlichen Fußball dadurch, dass er kleiner und schwerer ist. Das verändert auch die Flugbahn des Spielgerätes. Zu ihrer eigenen Sicherheit tragen die Spieler einen Kopfschutz.

Das Spielfeld wird an den Längsseiten durch Banden begrenzt und misst insgesamt  20 x 40 Meter. Die Spielzeit beträgt 2 x 25 Minuten, in der die Teams versuchen, den Ball in das 2 x 3 Meter große Tor zu bringen. Drei Schiedsrichter werden für diese Spiele eingeteilt. Dabei nimmt der 3. Schiedsrichter die Zeit und die Auszeiten. Die Trainer geben dem 3. Mann auch die Wechselwünsche an.

Da sich die Spieler auf ihr Gehör verlassen, unterstützt der Torhüter sprachlich die Abwehr. Hinter dem gegnerischen Tor steht der jeweilige Trainer als Guide. Er darf den ballführenden Spielern z.B. die Torentfernung zurufen. Dabei kann er durch das Hinzufügen einer weiteren Zahl z.B. 11-2, die Anzahl der gegnerischen Spieler vor dem Tor anzeigen.

Weitere Informationen finden Sie auf Opens external link in new windowhttp://www.blindenfussball-online.de



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