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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Die große Überraschung im DFB-Pokal

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Mit acht NRW-Vereinen ging es in die zweite Runde des DFB-Pokal-Wettbewerbs. Neben Zweitligist Fortuna Düsseldorf musste sich auch der Erstligist Bayer 04 Leverkusen aus dem Wettbewerb verabschieden. Er unterlag Drittligist Sportfreunde Lotte mit 3:4 nach Elfmeterschießen.

Die ersten Spiele der zweiten Runde fanden am 25. Oktober statt. Christoph Hemlein schoss Arminia Bielefeld gegen Dynamo Dresden in der 66. Minute ins Achtelfinale. Die Partie Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart endete 2:0. Die Tore für Mönchengladbach schossen Fabian Johnson (31.) und Lars Stindl (84.).

Im NRW-Duell Sportfreunde Lotte gegen Bayer 04 Leverkusen gab es dann die Überraschung. Die Westfalen aus dem Tecklenburger Land hatten in der 1. Runde schon den Erstligisten Werder Bremen mit einem 2:1-Sieg aus dem Wettbewerb gekickt. Nun kämpften sie aufopferungsvoll gegen die Rheinländer. In der 25. Minute hatte Kevin Volland die Werkelf in Führung gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die westfälische Abwehr gut gearbeitet. Als nur vier Minuten später Matthias Rahn den Ausgleich schoss, wurde dieser wegen Abseits nicht anerkannt. Das war eine Fehlentscheidung. Doch dann war das Glück auf ihrer Seite. Es waren gerade zwei Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, als Alexander Langnitz eine hohe Flanke schoss. Roberto Hilpert versuchte den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, aber er schob ihn mit der Hüfte zum 1:1 ins eigene Tor. Der Schock saß den Leverkusenern so tief, dass sie kaum noch agierten. Lotte kämpfte weiter und verlor dann durch ein unnötiges Foul in der 79. Minute einen Spieler und stand fortan zu Zehnt auf dem Rasen. Tim Wendel war erst in der 55. Minute eingewechselt worden und hatte sich in dieser kurzen Zeit zwei Gelbe Karten gezogen. Mit einer starken Energie schafften es die Westfalen in die Verlängerung. Dort sorgte dann nach fünf Minuten erneut Volland für die Leverkusener Führung. Doch in der Nachspielzeit glich Kevin Freiberger (105 +1) erneut aus. Nun musste Elfmeterschießen entscheiden. Als erster trat der Leverkusener Charles Aránguiz an und verschoss. Gerrit Nauber schloss sich ihm an. Nachdem Kai Havertz für Leverkusen traf und Freiberger verschoss, führte Leverkusen. Doch auch Volland konnte kein Tor erzielen, dafür traf Philipp Steinhart und die Partie war wieder offen. Danach fielen jeweils zwei Tore und es stand 3:3 im Elfmeterschießen. Nachdem dann auch Julian Baumgartlinger verschossen hatte, behielt Luka Tankulic die Nerven und schoss Lotte ins Achtelfinale.

Schalke, Köln und Dortmund weiter

Am nächsten Tag war Fortuna Düsseldorf bei Hannover 96 zu Gast. Innerhalb von elf Minuten schossen die Niedersachsen vier Tore (5., 7., 15., 16.). Als Kevin Akpoguma das 1:4 (20.) schoss ahnte er noch nicht, dass dies das einzige Düsseldorfer Tor sein würde. Noch vor der Pause erhöhte Felix Klaus auf 5:1 und Sebastian Meier setzte in der 53. Minute mit dem 6:1 den Schlusspunkt.

Der FC Schalke 04 war in Nürnberg zu Gast und lag bis zur Pause mit zwei Toren von Jewhen Konopljanla und einem von Klaas-Jan Huntelaar mit 3:0 in Führung. Doch nachdem in der 59. Minuten Baba ein Eigentor schoss, kam auch Nürnberg wieder ins Spiel und erhöhte mit dem Treffer von Tobias Kempe (68.) auf den 2:3 Endstand. Damit hatte auch Schalke das Achtelfinale erreicht.

Borussia Dortmund tat sich gegen Union Berlin schwer. Das es in der 45. Minute 1:0 für die Schwarz-Gelben stand, war einem Berliner Eigentor geschuldet. Erst in der 81. Minute gelang Union der Ausgleich. Nach der torlosen Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen. Ousmane Dembélé, Mathias Ginter und Mario Götze trafen und beendeten dieses Elfmeterschießen mit 3:0 und dem Einzug Dortmunds ins Achtelfinale.

Der 1. FC Köln musste gegen die TSG Hoffenheim spielen. Diese Partie begann für die Gäste mit einer Überraschung. Da sie in der Nähe von Bonn übernachten mussten, staunten sie morgens über einen Kennzeichen-Diebstahl ihres Busses. So fuhren sie mit polizeilicher Erlaubnis ohne eines ins RheinEnergie Stadion. Die verletzungsgeschwächten Kölner gerieten schon in der 8. Minute in Rückstand. Benjamin Hübner hatte die TSG in Führung gebracht. Erst zur Mitte der ersten Hälfte kam Köln besser ins Spiel und wurde mit dem Ausgleich von Marcel Risse belohnt. Nach der Pause ging es hin und her, doch keiner konnte seine Chancen nutzen. Somit ging es in die Verlängerung. Es dauert nur eine Minute bis der Ball das Hoffenheimer Tor fand. Anthony Modeste wurde von Olkowski bedient und traf zum 2:1. Danach entwickelte sich die Partie zu einem Nervenkrieg. Hoffenheim versuchte immer stärker den Ausgleich zu erzielen und fast hätte Demirbay mit einem Eigentor in der 108. Minute dafür gesorgt. Eine Minute später verfehlte Wagners Kopfball nur knapp das Tor. Köln wurde immer mehr in die eigene Hälfte gedrängt und es stellten sich die ersten Wadenkrämpfe ein. Aber eine Auswechselung war nicht mehr möglich. Der dramatischen Höhepunkt fand ab der 119. Minute statt, als Vargas gleich zweimal den Ausgleich verfehlte. Dann gab es noch zwei Minuten Nachspielzeit und Szalai traf kurz vor dem Schlusspfiff für Hoffenheim. Doch das Tor wurde wegen einer umstrittenen Abseitsstellung nicht gegeben. Damit zog Köln ins Achtelfinale ein.

Die Achtelfinalpaarungen am 7. /8. Februar 2017:

FC Astoria Walldorf – Arminia Bielefeld

Borussia Dortmund – Hertha BSC

SpVgg Greuther Fürth – Borussia Mönchengladbach

Hamburger SV – 1. FC Köln

SV Sandhausen – FC Schalke 04

Sportfreunde Lotte – TSV 1860 München



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