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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Die Kölner Haie stehen im Finale

Sonntag, 13. April 2014

Der KEC konnte bereits am Donnerstag seinen Matchpuck nutzen und zog nach einem spannenden Spiel mit einem 2:1 Sieg ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort trifft er auf den ERC Ingolstadt.

Der Gegner wurde am Sonntag zwischen den Hamburg Freezers und dem ERC Ingolstadt ausgespielt. Für die Panther aus Ingolstadt ist das der bisher größte Erfolg ihrer Clubgeschichte. Daran sind auch die beiden schwedischen Trainer Niklas Sundblad und sein Co Petri Limataiinen nicht ganz unschuldig. Beide spielten vor 12 Jahren bei den Kölner Haien und wurden 2002 mit ihnen Meister. Niklas Sundblad stand bis vor der aktuellen Saison für vier Jahre als Co-Trainer an der Kölner Bande, zudem ist er Co-Trainer des deutschen Nationalteams.

Der Kölner Weg ins Finale

Am 2. April starteten die Kölner mit Heimrecht gegen die Grizzly Adams ins Halbfinale. Über 10.000 Zuschauer waren zu diesem ersten Spiel der Serie gekommen und erlebten eine Überraschung. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Gäste mit 3:0 in Führung. Alexander Weiß konnte zwar im Schlussdrittel ein Tor für Köln erzielen, aber mit dem Treffer von Jeffrey Likens entschieden die Wolfsburger dieses erste Spiel mit 4:1 für sich.

Somit waren die Kölner nur zwei Tage später in Wolfsburg gefordert. Unter den 3.750 Zuschauern waren viele Kölner Fans, die ihr Team lautstark unterstützten. Und die Haie glichen die Serie zum 1:1 aus, obwohl Marco Rosa die Gastgeber bereits in der 5. Minute in Führung brachte. Mirko Lüdemann sorgte aber schon eine Minute später für den Ausgleich. Die weiteren Tore für Köln gelangen Mika Hanulla (24.), Philip Riefers (32.) und Chris Minard (43.). Damit endete auch dieses Spiel 4:1 und wieder für die Gäste.

Das dritte Spiel fand erneut nur zwei Tage später statt. Der KEC konnte 15.352 Zuschauer begrüßen. Der Kölner Haie ließen sich nicht ein weiteres Mal überrollen. Diesmal konnte der Kölner Goalie Danny Aus den Birken mit einem Shutout das Eis verlassen. Mit hervorragenden Paraden und einem erstklassigen Team gelang ihnen ein 3:0 Sieg und damit die Führung in der Serie. Die Torschützen waren Andreas Holmqvist (23.), Chris Minard (59.) und Yared Hagos (60.),

Die Wolfsburger wollten im vierten Spiel die Serie wieder ausgleichen. Aber vor den 3.300 Zuschauern ging Köln mit dem Treffer von Chris Minard in der 9. Minute in Führung. Die Haie hatten ein Überzahlspiel für sich genutzt. Wolfsburg ließ sich jedoch nicht beeindrucken und Sebastian Furchner sowie Ramzi Abid brachten die Gastgeber noch im ersten Drittel in Führung. Mit Mittelabschnitt glich Marcel Müller für Haie (38.) aus. Es war klar, dass das nächste Tor die Entscheidung bringen würde und es gelang Daniel Tjärnqvist für die Kölner Haie in der 53. Minute. Nun stand es in der Serie 3:1 für die Kölner und sie hatten die Möglichkeit im nächsten Heimspiel ins Finale einzuziehen.

Ein spannendes Halbfinalspiel

Im fünften Spiel der Serie wollten die Haie den Matchpuck nutzen. Im vergangenen Jahr hatten sie nur drei Spiele gegen die Grizzly Adams benötigt, um ins Finale einzuziehen. Aber in dieser Serie zeigten sich die Wolfsburger sehr stark. Das sollte sich auch in Spiel fünf zeigen. Es wurde ein sog. Overtime-Krimi für die 12.338 Zuschauer in der Kölner Arena.

Das Spiel begann mit einer 10-minütigen Verspätung, da beim Aufwärmen eine Plexiglasscheibe zerbarst. Die Kölner wussten, dass die Gäste alles geben würden, um ein weiteres Spiel zu erzwingen. Beide Teams begannen vorsichtig, um nicht in einen frühen Rückstand zu geraten, aber die Kölner erspielten sich in den Anfangsminuten schon gute Torchancen. In der 7. Minute sah es dann so aus, als hätten die Haie die Führung übernommen, aber nach einem Videobeweis war klar, der Puck war mit dem Schlittschuh ins Tor gebracht worden. Beide Seiten standen im ersten Drittel jeweils ein Mal in Überzahl auf dem Eis, konnten aber daraus keinen Nutzen ziehen. Die Verteidigung beider Teams funktionierte sehr gut und beide Torhüter waren sehr aufmerksam. So ging es torlos in den Mittelabschnitt.

Die Kölner kamen bissiger aufs Eis zurück und vier Minuten später hatte Philip Gogulla mit einem Rückhandschuss sein Team in Führung geschossen. Gegen Ende dieses Drittels wurde das Spiel ruppiger. Nachdem Wolfsburg wegen eines Ellbogen-Checks auf die Strafbank musste, versuchten die Kölner dieses Powerplay zu nutzen. Es entstand eine tumultartige Szene vor dem gegnerischen Tor, in der der Kölner Moritz Müller mit einem Stockstich angegangen wurde. Daraus entwickelte sich ein Faustkampf, der für beide Teams mit einer Strafe von 14 Minuten (2+2+10) geahndet wurde. Die Kölner bestimmten weiter das Spiel, und die Wolfsburger zogen unnötige Strafen. Dann konnte sich Pohl den Puck erobern und stand alleine vor Danny Aus den Birken. Der Kölner Goalie blieb Sieger in dieser 1:1 Situation und wurde vom Publikum gefeiert.

Im Schlussdrittel hatten die Haie auch weiterhin gute Chancen, aber sie brachten den Puck einfach nicht ins gegnerische Tor. Als es in der 52. Minute zu einem Missverständnis zwischen zwei Kölner Verteidigern kam, fiel der Ausgleich für Wolfsburg. Matt Dzieduszycki war sehr aufmerksam und nutzte die Gelegenheit. Bis zum Ende der regulären Spielzeit fiel kein Tor mehr.

Die Nachspielzeit

Nun war das nächste Tor spielentscheidend. Die Verlängerung begann um 22:11 Uhr und für die Kölner in Überzahl. Die Grizzlys kämpften und Danny Aus den Birken war gefordert, doch der Kölner ließ kein Tor zu. Beide Teams nahmen eine Auszeit um aufzutanken, denn das Spiel ging immer hin und her. Beide hatten gute Chancen, doch beide Torhüter waren zur Stelle. Die Spannung wuchs. Nach 20 Spielminuten ging es torlos in die zweite Verlängerung.

Die begann um 23:00 Uhr. Die Haiefans unterstützen ihr Team lautstark und nach wenigen Minuten erhielt Daniel Tjärnqvist den Puck, den er genau zu dem neben dem Tor stehenden Philip Riefers passte. Riefers sah Marcel Ohmann, der vor dem Tor stand, er spielte auf Ohmann und das 24-jährige KEC-Eigengewächs setzte den Puck zum Finaleinzug ins Tor. Um 23:03 Uhr wurde es in der Kölner Arena sehr laut. Erneut hatten die Kölner Haie das Endspiel erreicht und nicht nur das, damit hatten sie sich auch für die neu gegründete European Hockey League qualifiziert.



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