Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Die olympischen Sieger der Herzen

Sonntag, 25. Februar 2018

In einem dramatischen Finale unterlag die deutsche Eishockeynationalmannschaft dem russischen Team in der Verlängerung mit 3:4. Dennoch hat dieses Team deutsche Eishockeygeschichte geschrieben und sich in die Herzen gespielt.

Das Auftreten der deutschen Eishockeynationalmannschaft bei diesen olympischen Winterspielen war großartig und beste Werbung für diese Sportart. Unter Bundestrainer Marco Sturm verlor das Team das Vorrundenspiel gegen Finnland noch mit 2:5. Gegen Schweden gab es eine Niederlage mit 0:1. Mit dem 2:1 Sieg gegen Norwegen spielte es sich ins Viertelfinale. Dann ging es Schlag auf Schlag: 2:1 gegen die Schweiz in der Verlängerung, ein 4:3 gegen Schweden in der Overtime und auch Kanada musste sich 3:4 geschlagen geben. Damit stand Deutschland im Finale.

Ein dramatisches Spiel

Und auch das russische Team hatte sich den Verlauf des Spiels anders vorgestellt. Die Russen waren klar die Favoriten. Im ersten Drittel versuchten sie alles, aber erst fünf Sekunden vor der Pause konnten sie in Führung gehen. Im Mittelabschnitt spielte Deutschland auf Augenhöhe. In der 30. Minute gelang dem Kölner Felix Schütz der Ausgleich. Dann ging es über eine Zeit immer hin und her. Die Kölner Abwehr stand gut. Nachdem dann Nikita Gussew mit einem sehenswerten Tor in die obere Ecke Russland erneut in Führung brachte, glich der Münchener Dominik Kahun (beide 54.) umgehend aus. In der 57. Minute traf der jüngste deutsche Spieler Jonas Müller (Berlin) zum 3:2. Nun hielt Deutschland in einer Hand die Goldmedaille, doch Gussow gelang in Unterzahl in der 60. Minute der Ausgleich. Damit musste dieses Finale in die Verlängerung. Der junge Kirill Kaprisow, dem eine große Karriere vorausgesagt wird, brachte seinem Team nach zehn Minuten die Goldmedaille.

Zunächst war die Enttäuschung auf deutscher Seite sehr groß. Man war so nahe an der Sensation. Doch als den Spielern bei der Siegerehrung die Silbermedaille um den Hals gelegt wurde, kehrte das Lächeln zurück. Torhüter Danny aus den Birken (München), der während dieser Spiele eine hervorragende Leistung gezeigt hatte, wurde zum Torhüter des Turnier gekürt.

Zur Siegerehrung wurde die Olympische Hymne gespielt. Der IOC hat entschieden, dass Russland auch weiterhin nicht unter der Landesflagge antreten kann.

Bei der heutigen Abschlussfeier darf der Kölner Eishockeyprofi und Kapitän der Nationalmannschaft Christian Ehrhoff die deutsche Flagge ins Stadion tragen.



<- Zurück zu: Aktuelles
Olympischen Spiele London 2012