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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Düsseldorf, Iserlohn und Köln – je ein Sieg und zwei Niederlagen

Sonntag, 20. März 2016

Am 15. und 16. März starteten die drei NRW-Eishockeyclubs in das Viertelfinale der Playoffs. Alle drei konnten ihr erstes Spiel gewinnen, sie verloren Spiel zwei und bei der zweiten Niederlage am dritten Spieltag hatten sie mit 1:5, 1:4 und 1:5 beinahe die gleichen Ergebnisse.

Das Viertelfinale wird im Modus best-of-seven ausgespielt. Das Team, das vier Siege erspielt hat, gelangt ins Halbfinale. Die Paarungen sind Berlin – Köln, Wolfsburg – Düsseldorf und Iserlohn – Nürnberg. Die Kölner Haie begannen am 15. März auswärts ihr Spiel gegen die Eisbären Berlin und gewannen mit 3:0 die erste Partie. Die Düsseldorfer EG musste am 16. März ebenfalls auswärts spielen und besiegte die Grizzlys aus Wolfsburg mit 4:1. Nur die Iserlohn Roosters hatten Heimrecht und sie gewannen ihr erstes Spiel mit 4:0 gegen Nürnberg. Schon am Sonntag gab es für alle das zweite Spiel. Diesmal unterlag Köln mit 0:1, Düsseldorf mit 2:3 und Iserlohn mit 2:4. Die jeweils letzte Niederlage gab es heute.

Kölner Haie – Eisbären Berlin
Berlin war schon immer ein harter Gegner für die Kölner und nun steht auch noch ihr Ex-Trainer Uwe Krupp hinter der Bande der Eisbären. Die Kölner starteten mit dem Elan aus der ersten Playoffrunde in dieses Spiel. Beide Teams begannen mit hohem Tempo, aber das erste Drittel blieb torlos. Im Mittelabschnitt traf Philip Gogulla in der 30. Minute zum 1:0 und Patrick Hager erhöhte im Schlussabschnitt auf 2:0. Die Berliner scheiterten immer wieder an Kölns Torhüter Gustaf Wesslau. In der letzten Spielminute spielte Berlin mit sechs Feldspielern und ohne Torhüter. Das nutzte Alexander Weiss zum 3:0.

Schon zwei Tage später traf man sich in Köln. Den 12.576 Zuschauern bot sich eine Partie, die nichts für schwache Nerven war. Immer wieder bekam Köln eine Möglichkeit im Powerplay in Führung zu gehen, aber der KEC nutzte dies nicht. So vergingen 60 torlose Spielminuten. In den Playoffs wird in der Nachspielzeit im sudden death modus gespielt. Das bedeutet: Das Team, das als erstes das Tor erzielt, hat gewonnen. In der Nachspielzeit hatte Köln wieder eine Überzahlchance ungenutzt gelassen. Als Laurin Braun dann von der Strafbank zurück war, machte er das entscheidende Tor.

Heute traf man erneut in Berlin aufeinander. Es dauerte gerade mal 51 Sekunden, da hatte der Berliner Florian Busch die Führung erzielt. André Rankel erhöhte noch im ersten Drittel auf 2:0.

Es gab auch ein Tor auf Kölner Seite. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe gegen Berlin angezeigt, Köln war noch in Puckbesitz. Erst wenn Berlin sich den Puck erspielt hätte, wäre das Spiel abgepfiffen worden. Der Kölner Ryan Jones fälschte den Puck über die Linie ab, doch die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer die Anerkennung. Die Frage nach dem „Warum“ blieb offen. Generell fragt man sich in den Spielen immer, was die Schiedsrichter pfeifen und was nicht. Eine klare Linie ist nicht zu erkennen. Mal wird ein Hoher Stock mit Verletzungsfolge nicht geahndet, mal mit einer Zwei-Minuten Strafe und heute ganz anders. Der Kölner Marcel Ohmann traf einen Berliner, der sich dabei verletzte. Das ist ein Vorgang, der immer mit einer Strafe belegt werden sollte. Diesmal löste dies eine Rauferei aus und die Referees schickten Ohmann mit einer 5 plus Spieldauerstrafe duschen. Im Mittelabschnitt erhöhten T.J. Mullock, der für die nächste Saison bei Köln unterschrieben haben soll, und Jonas Müller auf 4:0, Hoffnung schöpften die mitgereisten Kölner Fans im Schlussabschnitt, nachdem Mirko Lüdemann in der 7. Minute den Anschlusstreffer erzielte hatte. Doch in diesem, durch insgesamt 119 Strafminuten, zerfahrenen Spiel gelang Constantin Braun noch das 5:1.

In dieser Serie führt nun Berlin mit 2:1.

Düsseldorfer EG – Grizzlys Wolfsburg
Die Düsseldorfer hatten sich nach der Hauptrunde wie auch die Wolfsburger direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Da Wolfsburg durch den vierten Platz das Heimrecht hatte, musste die DEG zum ersten Spiel in die Autostadt. Auch hier blieb das erste Drittel trotz Überzahlsituationen auf beiden Seiten torlos. Im Mittelabschnitt brachte Eduard Lewandowski die DEG in Führung (22.). David van de Gulik erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. Erst im Schlussabschnitt gelang Brent Aubin der Anschluss. Doch Düsseldorf machte mit den Toren von Alexander Preibisch und Daniel Fischbuch den 4:1 Auftaktsieg perfekt.

Am Freitag trat Wolfsburg in Düsseldorf an. Ein Spiel, das für viel Wirbel sorgte. Daran waren auch die Schiedsrichter nicht ganz unschuldig. Im ersten Drittel hatte Kurtis McLean die Gäste bereits in der 2. Minute in Führung gebracht, doch Drayson Bowmann gelang noch der Ausgleich (5.). Auch hier wurde dann der DEG ein Tor nicht anerkannt. Im Mittelabschnitt wurde es etwas unübersichtlich, denn in Düsseldorfer Unterzahl hatte plötzlich Torhüter Andreas Niederberger keinen Schläger mehr. Dann fiel das 2:1 für Wolfsburg. Zwar gelang Norman Milley kurz darauf erneut der Ausgleich, doch noch vor der letzten Pause erhöhte Wolfsburg auf 3:2. Im Schlussabschnitt erhielt Alexander Preibisch wegen Hohen Stocks eine Spieldauerstrafe. Wem hier eine Parallele zum heutigen Spiel der Kölner auffällt, es handelte sich um den gleichen Schiedsrichter. Düsseldorf kam nicht mehr zum Ausgleich, aber auch Wolfsburg erzielte kein Tor mehr. Diese Spieldauerstrafe brachte das Düsseldorfer Publikum in Rage, die sich auch äußerte.

Am heutigen Sonntag traf man erneut in Wolfsburg aufeinander. Ken Andre Olimb brachte die DEG in der 11. Minute in Überzahl in Führung. Es sah gut aus für Düsseldorf, doch dann kam der Mittelabschnitt und die Wolfsburger. In Unterzahl gelang James Sharrow der Ausgleich und Tyler Haskins erhöhte auf 2:1 für Wolfsburg. Im Schlussabschnitt sorgten Gerrit Fauser (53., 56.) und Sebastian Furchner für den 5:1 Endstand der Gastgeber. Pech hatte der Düsseldorfer Eduard Lewandowski, der im ersten Drittel einen Puck ins Gesicht bekam. Er kam ins Krankenhaus. Er hatte sich aber glücklicherweise keinen Kieferbruch zugezogen, sondern musste nur genäht werden und konnte das Krankenhaus wieder verlassen.

In dieser Serie führt nun Wolfsburg mit 2:1.

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers
Iserlohn hatte im ersten Spiel einen Auftakt nach Maß. Nach nur 29 Sekunden hatte Brodie Dupont das Führungstor ins Netz gesetzt. Jason Jaspers erhöhte nur 70 Sekunden später auf 2:0. Danach ließen es die Roosters ruhiger angehen. Im Mittelabschnitt erhöhte Mike York auf 3:0. Das 4:0 setzte erneut Jason Jaspers im Schlussdrittel ins Tor.

Am Freitag traf man in Nürnberg auf ein anderes Ice Tigers Team. Die Nürnberger mussten zwar in Unterzahl die Führung der Iserlohner durch Robert Raymond hinnehmen, aber nur zwei Minuten später gelang ihnen im Powerplay der Ausgleich. Leonhard Pföderl traf zum 1:1. Im Mittelabschnitt erhöhte Steven Reinprecht auf 2:1 und David Steckel im Schlussabschnitt auf 3:1. Jari Pasanen hatte den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers heraus genommen. Erst danach konnte Brooks Macek den Anschluss erzielen. Doch es war schon die 60. Minute, in der noch 48 Sekunden zu spielen waren. 17 Sekunden vor Ende traf Patrick Reimer ins leere Roosters Tor.

Am heutigen Sonntag wollten die Roosters ihr Heimrecht wieder nutzten. Doch es kam anders. Brandon Segal gelang im ersten Drittel die Führung für Nürnberg und gleich zu Beginn des Mitteldrittels erhöhte Steven Reinprecht auf 2:0. Erst zum Schluss dieses Spielabschnitts konnte Iserlohn durch Cody Sylvestre auf 2:1 herankommen. Aber egal was das Pasanen-Team danach auch versuchte, es kam an Schlussmann Tylor Beskorowany nicht vorbei. Auch eine Überzahl half nicht weiter, denn Marius Möchel erhöhte in Unterzahl auf 3:1. Zum Schluss erhöhte David Steckel auf 4:1.

In dieser Serie führt Nürnberg mit 2:1.

Die einzige Partie ohne NRW-Beteiligung heißt München gegen Straubing. Hier konnte der EHC Red Bull München bisher alle drei Spiele für sich entscheiden.



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