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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Ein Sieg und eine Niederlage für die Eishockey-Nationalmannschaft gegen Lettland

Samstag, 23. April 2016

Das DEB-Team konnte das erste Spiel gegen die Gastgeber in Riga mit 4:3 für sich entscheiden. Heute musste es eine 1:4 Niederlage einstecken.

Das Team von Marco Sturm hat mit Leon Draisaitl einen weiteren NHL-Spieler zur Unterstützung erhalten. Der Kölner steht bei den Edmonton Oilers unter Vertrag. Da sein Team nicht an den Playoffs in der NHL teilnimmt, nutzte er einen Besuch in Köln, um sich ein wenig für die Spiele im Nationalteam bei seinem ehemaligen Ausbildungsklub Kölner Haie fit zu halten.

Spiel eins im Rahmen der Euro Hockey Challenge
Das deutsche Team startete sehr gut. Immer wieder erspielte es sich gute Torchancen und in der 18. Minute hatte Marcel Noebels es in Führung geschossen. Nur eine Minute später erhöhte   Philip Gogulla auf 2:0. Torhüter Timo Pielmeier hielt zu diesem Zeitpunkt sein Tor mit guten Paraden sauber. Erst als Deutschland im Mittelabschnitt in Unterzahl auf dem Eis stand, gelang Gunars Skvorcovs (30.) der Anschlusstreffer. Doch nur fünf Minuten später spielte Gogulla auf Felix Schütz, der den Puck für Brooks Macek liegen ließ. Der Iserlohner setzte den Puck zum 3:1 ins Tor. Und wieder gab es einen Doppelschlag der Deutschen. In der 36. Minute gelang Simon Danner das 4:1. Doch im Schlussdrittel brachten Rodrigo Abols (55.) und Roberts Bukarts (60.) die Letten auf 4:3 heran. Dennoch konnte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihren ersten Auswärtserfolg feiern.
Leon Draisaitl (Edmonton Oilers): „Wir haben größtenteils gut gespielt, am Ende wurde es leider noch etwas eng. Es war insgesamt aber ein verdienter Sieg, über den ich mich freue. Natürlich können wir auch noch ein paar Dinge besser machen. Für mich persönlich war der Start ganz okay. Ich brauche natürlich noch ein wenig, aber das kommt mit zunehmender Spielpraxis.“
Torsten Ankert (Kölner Haie): „Die ersten Minuten der Partie haben wir uns schwer getan, dann haben wir das Spiel aber übernommen und verdient geführt. Der Start ins zweite Drittel war gut. Wir hatten dann nach dem Gegentor eine kurze Schwächephase, aber sind dann mit zwei Toren zurückgekommen. Dann konnten wir das Match souverän runter spielen. Mit Ausnahme der beiden letzten Tore natürlich.“
Deutschland: Pielmeier (Niederberger) – M. Müller, Ankert; Gogulla, Schütz, Macek – Braun, Akdag; Noebels, Draisaitl, Pföderl – N. Goc, Reul; Ullmann, Hager, Flaake – Brückner, Kohl; Krämmer, Danner, Kink.

Lettland nimmt Revanche
Bundestrainer Marco Sturm brachte in diesem Spiel sechs Neue. Nun standen NHL-Spieler Tobias Rieder, Patrick Reimer, Marcel Goc, Marcel Brandt, Bernhard Ebner sowie Mathias Niederberger im Kader.  
Wie im gestrigen Spiel startete das DEB-Team gut in die Partie und erspielte sich viele Chancen. Die Letten sahen im ersten Drittel nicht gut aus. Nach einem Zuspiel von Tobias Rieder auf Leon Draisaitl passte dieser erstklassig auf Patrick Reimer, der sein Team in Führung schoss. Der junge lettische Torhüter Elviss Merzlikins bewahrte mit seinen Paraden in der Folge sein Team vor weiteren Toren. So begann auch der Mittelabschnitt, doch dann drehte sich das Blatt. In Überzahl gelang Mikelis Redlihs der Ausgleich. Wenig später nutzte Andris Dzerins einen Konter zum 2:1. Die Führung spornte die Letten im Schlussdrittel an. Nach nur 43 Sekunden wurde ein Schuss von Miks Indrasis so unglücklich von einem deutschen Spieler abgefälscht, dass der Puck unhaltbar für Niederberger im Tor landete. Da es keine Eigentore bei Eishockeyspielen gibt, bekam Miks Indrasis den Treffer zugesprochen und er setzte dann noch das 4:1 für Lettland ins Tor. Dem DEB-Team gelang bis zum Schlusspfiff kein Tor mehr.
Patrick Hager (Kölner Haie): „Die erste Hälfte vom Spiel haben wir super gespielt, eigentlich so, wie wir uns das vorstellen mit vielen Chancen. Leider waren wir nur 1:0 vorn und bekamen zwei unnötige Gegentore. Wir haben danach etwas zu kompliziert gespielt, haben zu viele Turnover zugelassen, die die Letten eiskalt genutzt haben. Trotzdem hatten wir auch weiterhin gute Chancen gehabt. Lettland hatte einen sehr starken Goalie, der sie erst nicht nur im Spiel gehalten, sondern nachher auch die Führung verteidigt hat.“
Deutschland: Niederberger (Jenike) – M. Müller, Ankert; Gogulla, Schütz, Macek – Braun, Akdag; Noebels, Goc, Pföderl – N. Goc, Reul; Ullmann, Hager, Flaake – Ebner, Brandt; Rieder, Draisaitl, Reimer.

Der letzte Test vor der WM
Am kommenden Freitag, 29.4. (20 Uhr) sowie am Samstag, 30.4. (19.30 Uhr; beide Spiele live auf SPORT1) trifft das deutsche Team in der König-Pilsener-ARENA in Oberhausen jeweils auf Weißrussland, einem Team, auf das es auch in der kommenden Weltmeisterschaft treffen wird.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland
Vom 6. bis 22. Mai 2016 findet in Moskau und St. Petersburg die 2016 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft statt. Deutschland wird in der Gruppe B auf folgende Gegner treffen: Kanada, Finnland, USA, Slowakai, Weißrussland, Frankreich und Ungarn. Das DEB-Team spielt in St. Petersburg. In dieser starken Gruppe kann das DEB-Team ohne Abstiegsdruck spielen, da es für die Heim-WM 2017 als Hauptausrichter fest gesetzt ist.
Nach Beendigung der DEL-Saison, in der der EHC Red Bull München Deutscher Meister wurde, kann der Bundestrainer nun auf weitere Spieler der Finalisten aus München und Wolfsburg hoffen.

Zitatquelle: Deutscher Eishockey Bund



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Olympischen Spiele London 2012