Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Eine spannende Finalserie im deutschen Eishockey

Mittwoch, 23. April 2014

Die bisherigen Partien der Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt sind für Eishockeyfans ein Leckerbissen. Beide Teams konnten bisher jeweils zwei Spiele für sich entscheiden. Damit steht es in dieser best-of-seven Serie nun 2:2.

Diese vier Spiele haben bisher viel Kraft gekostet. Begonnen hat es an Gründonnerstag,17.04., mit einem Sieg für die Kölner. Zwei Tage später konnten sie auch auswärts den zweiten Sieg feiern. Weitere zwei Tage später, an Ostermontag, gewannen die Ingolstädter in Köln und gewannen nur einen Tag später vor heimischem Publikum erneut. Dass nur wenige Stunden zwischen zwei Finalspielen lagen, gab es erstmalig in der Deutschen Eishockey Liga. So mutet es schon fast wie ein Kurzurlaub an, dass beide Teams erst am kommenden Freitag wieder aufeinander treffen.

Die Spiele

Zum ersten Spiel kamen 15.167 Zuschauer in die Kölner Arena. Sie sahen einen perfekten

Start der Kölner Haie. Beide Teams zeigten eine ähnliche Spielweise und agierten in den Anfangsminuten sehr vorsichtig. Das änderte sich aber schnell. Insgesamt schossen die Kölner im ersten Abschnitt 11 Mal aufs Tor von Timo Pielmeier und Ingolstadt lag mit 12 Torschüssen gleichauf. Doch auch Danny Aus den Birken ließ keinen Puck ins Kölner Tor. So endete dieser Abschnitt torlos. Das änderte sich im Mitteldrittel. In der 27. Minute jubelten die Gäste, als Christoph Gawlik den Puck im Tor unterbrachte. Doch die Schiedsrichter entschieden nach Videobeweis auf kein Tor. Was zu diesem Zeitpunkt Panther-Coach Niklas Sundblad nicht wusste war, dass es einen Video-Schiedsrichter gab, der sah, dass der Treffer mit dem Schlittschuh erzielt wurde. In der 35. Minute schoss Rob Collins das 1:0 und exakt eine Minute später erhöhte Philip Gogulla auf die 2:1 Führung der Kölner. Zwischen diesen beiden Toren bekam Philip Riefers den Puck an sein Ohr und er musste das Eis verlassen. Daher sah er den zweiten Treffer seines Teamkollegen Rob Collins in der 38. Minute nicht mehr. Aber auch nicht, dass Greg Claaßen und Robert Sabolic die Panther auf 3:2 heranbrachten. Im letzten Drittel lief Riefers mit einer Minute Verspätung wieder auf. Sein Ohr war mit 18 Stichen genäht worden. Es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft und es fiel den Kölnern schwer, die ERC Abehr zu durchbrechen. Doch in der 44. Minute hatte die Zweikampfstärke der Gäste Folgen und die Kölner standen in Überzahl auf dem Eis. Das nutzte Chris Minard zum 4:2 Endstand für die Haie.

Im zweiten Spiel der Serie ging Ingolstadt schon sehr früh mit einem Tor von dem zurückgekehrten Derek Hahn in Führung. Es waren gerade mal 128 Sekunden gespielt. Doch die Kölner Haie ließen sich nicht beirren. Noch im ersten Drittel gelangen Mirko Lüdemann (8.) und Marcel Ohmann (16.) die Führungstreffer für Köln. Nach einem spannenden und zweikampfbetonten torlosen Mittelabschnitt versuchten die Gastgeber im Schlussabschnitt den Ausgleich zu erzielen. Niklas Sundblad nahm in der letzten Spielmute Timo Pielmeier zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor. Chris Minard erhöhte mit seinem Treffer auf den 3:1 Endstand aus Haiesicht. Nun stand die Serie 2:0 für Köln. Doch wer die Ingolstädter in den bisherigen Playoffs beobachtet hatte wusste, sie werden zurückkommen.

So zeigten sie ihre Stärke im dritten Spiel vor einer mit 18.548 Zuschauern ausverkauften Kölner Arena. Die Härte innerhalb dieser Finalserie nahm von Partie zu Partie zu. Von Beginn an entwickelte sich ein sehr schnelles Spiel. Der bisher starke Kölner Torhüter Danny Aus den Birken sah bei dem ersten Tor der Gäste nicht gut aus. Er bekam einen Schuss aus spitzem Winkel von Patrick Köppchen nicht unter Kontrolle und so war es für Jean-Francois Boucher kein Problem den Rebound ins Tor zu setzten. Doch die Antwort kam prompt. Nur 23 Sekunden später hatte Chris Minard ausgeglichen. Weitere gute Torchancen ließen die Haie ungenutzt. In der 16. Minute kam es dann wieder zu heftigen Rangeleien vor dem Kölner Tor,

die für Björn Krupp und Travis Turnbull für 14 Minuten auf der Strafbank endeten. Obwohl sich die Kölner weitere guten Chancen erspielten, es sollte kein Tor mehr für sie fallen. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts erhöhte Derek Hahn auf 1:2 und im Schlussabschnitt schossen Robert Sabolic und Patrick Köppchen die Panther zum ersten Sieg in dieser Serie.

Beide Teams starteten gemeinsam in ihren Bussen Richtung Ingolstadt. Da diese Finalserie von Servus TV übertragen wird, kam man dem Wunsch nach, nur wenige Stunden später das vierte Spiel auszutragen, denn Mittwoch wäre Fußball ein Medienevent. Es war erstaunlich mit wie viel Elan beide Teams in dieses Spiel starteten. Die Ingolstädter hatten durch ihren Sieg den nötigen Schwung, um die Serie auszugleichen. Statt Roc Ticar stand nun Charlie Stephens wieder im Aufgebot der Kölner. Derek Hahn brachte sein Team in der neunten Spielmute in Führung. Kurz vor der Pause glich Köln aus, doch das Tor konnte nicht gewertet werden, da John Tripp den Treffer mit zu hohem Stock erzielt hatte. Im Mittelabschnitt gelang Boucher die Panther-Führung doch Daniel Tjärnqvist brachte Köln in der 39. Minute wieder heran. Wie nervös die Kölner Haie waren zeigte sich kurz darauf an einer Szene. Chris Minard machte 54 Sekunden vor Abpfiff nach einem Torversuch einen eleganten Salto über den Panther Torhüter und verlor dabei seinen Helm. Statt vorschriftsmäßig zur Bank zu fahren, zog er ihn wieder auf. Das führt zu einer berechtigten 2-Minuten-Strafe, die in den Schlussabschnitt reichte, aber für die Haie ohne Konsequenzen blieb. Der Ausgleich wurde im Schlussabschnitt erfolgreich von Timo Pielmeier mit einer Glanzparade gegen Moritz Müller vereitelt. Als Köln jedoch in der 55. Minute in Unterzahl auf dem Eis stand, schlug Tyler Bouck zu. Für den 1:4 Endstand aus Haiesicht sorgte in der 59. Minute Robert Sabolic mit seinem empty-net goal.

Nun steht es in der Serie 2:2 und es beginnt alles wieder bei Null.



<- Zurück zu: Aktuelles
Olympischen Spiele London 2012