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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Final-Traum gegen Norwegen geplatzt

Samstag, 26. Januar 2019

Deutschland unterlag in Hamburg starken Norwegern mit 25:31. In diesem nervenstrapazierenden Spiel gelang es dem DHB-Team nicht, Lösungen gegen das clevere Spiel der Gegner zu finden.

Die Finalisten stehen fest. In Herning/Dänemark findet ein skandinavisches Endspiel zwischen Dänemark und Norwegen statt. Der Co-Gastgeber dieser Handball  Weltmeisterschaft besiegte am Nachmittag Frankreich mit 38:30. Deutschland spielt nun am morgigen Sonntagnachmittag gegen die Franzosen um die Bronzemedaille.

Die Norweger zeigten eine sehr gute Leistung und sie hatten einen Spieler, der dem deutschen Team fehlte. Der Mann der ständig die richtigen Entscheidungen traf und dabei ein richtiger Teamplayer war - Sander Sagosen. Sein Teamkollege bei Paris Saint Germain ist Kapitän Uwe Gensheimer. Er war der beste deutsche Werfer mit sieben Toren. Er stand Sander Sagosen zum Thema Teamplayer in nichts nach. Fabian Böhm erzielte sechs Tore und Fabian Wiede kam auf fünf Treffer. Aber die drei Spieler konnten alleine nicht für den Einzug ins Finale sorgen, denn insgesamt war die gezeigte Angriffsleistung nicht genug.

Den härtesten Part mussten die Abwehrspieler bestreiten. Denn die Regel von Ramon Gallego (62/Spanien), Chef der IHF-Schiedsrichter-Kommission, dass weniger Härte die Gesundheit der Spieler schützen soll, setzte das tschechische Schiedsrichtergespann Vaclav Horacek/Jiri Novotny übergenau um. Schiedsrichter stehen immer im Fokus des Geschehens, doch bei dieser WM haben die Entscheidungen der Schiedsrichter heftige Diskussionen ausgelöst. Im diesem Halbfinale wurden alleine in der ersten Halbzeit insgesamt acht Zwei-Minuten-Strafen verhängt, davon fünf gegen das DHB-Team, dabei sah Hendrik Pekeler zwei, und drei gegen die Norweger. Diese harte Linie konnten die Skandinavier besser für sich nutzen, da sie die Zurückhaltung der deutschen Abwehrspieler nutzten.

Das Entscheidungsspiel

Vor 12.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Volkspark, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, begann die Partie gut für Deutschland. Doch Norwegen ließ sich nicht beeindrucken. Sehr schnell führte das Prokop-Team mit 3:1. Der ansonsten so starke deutsche Torhüter Andreas Wolff wurde beim Stand von 7:8 in der 19. Minute von seinem Trainer von der Platte genommen und Silvio Heinevetter kam ins Spiel, der jedoch nicht erfolgreicher war. Sander Sagosen sorgte mit seinen Pässen dafür, dass die Norweger ab der 20. Minute immer besser ins Spiel kamen. Hatte die deutsche Abwehr zunächst versucht, den Superstar der Norweger in den Griff zu bekommen, hielten sie sich nach den Zwei-Minuten-Strafen zurück, um ihr Team nicht zu schwächen. Das führte letztlich zu einem 12:14 Rückstand zur  Halbzeitpause.

Zur zweiten Halbzeit ließ das deutsche Team die bisherige Leistung fehlen. Andreas Wolff stand nun wieder im Tor, aber fast jeder Wurf der Norweger ging ins Tor. Sagosen verteilte und er (6) sowie Magnus Rod (7) und Bjarte Myrhol (6) netzten ein. Beim Stand von 15:19 wurde Wolff erneut durch Heinevetter ersetzt. Danach versuchte das DHB-Team wieder heranzukommen und nach vierzig Minuten stand es 17:20. Dann musste Abwehrspieler Pekeler nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe mit Rot aus dem Spiel. Erst spät in dieser Halbzeit gelang es Heinevetter einen Wurf von Segosen zu parieren. Aber egal wie stark das DHB-Team kämpfte, Norwegen spielte cleverer. Das letzte deutsche Tor gelang Fabian Böhm in der 57. Minute zum 25:27.

Das letzte Spiel dieser WM

Am Sonntagnachmittag um 14:30 Uhr spielt das DHB-Team gegen die Franzosen um die Bronzemedaille. Nach der Niederlage gegen Norwegen sprach Bundestrainer Christian Prokop (in der ARD) davon, dass das Team in dieser Partie mit Sicherheit nicht die beste Leistung gebracht habe. Nun besteht noch die Möglichkeit, diese WM mit einer Bronzemedaille zu beenden.



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