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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Fortuna Düsseldorf muss weiter warten

Dienstag, 22. Mai 2012

Die 2. Bundesliga Saison 2011/12 ist für Fortuna Düsseldorf immer noch nicht beendet. Der sportliche Aufsteiger muss nun erneut ein Sportgerichtsurteil abwarten.

Der Einspruch, den Relegationsspielgegner Hertha BSC Berlin am Mittwoch, 16.Mai, gegen die Wertung des Rückspiels und damit gegen den sportlichen Aufstieg von Fortuna Düsseldorf in die 1. Bundesliga, eingelegt hatte, wurde am Montag, 21. Mai, vom Sportgericht des DFB unter Vorsitz von Richter Hans E. Lorenz abgewiesen. Hertha BSC hat die Möglichkeit genutzt, gegen das Urteil Einspruch einzulegen. Nun wird der Vorgang vor dem Bundesgericht des DFB verhandelt.

Das Spiel
Nach dem 2:1-Sieg der Düsseldorfer am 10. Mai in Berlin trat Hertha BSC am 15. Mai in Düsseldorf an. Im mit 51.000 Zuschauern ausverkauften Heimstadion stellte Norbert Meier wieder Maximilian Beister von Beginn an auf. Beister macht schon in der ersten Minute das 1:0 für die Gastgeber perfekt. Doch die Berliner setzten alles daran, dieses Spiel für sich zu entschieden. In der 23. Minute kam es dann durch Ben-Hatira zum Ausgleich. Und Hertha setzte nach, doch es fielen keine Tore mehr. Nach dem Seitenwechsel spielte Ranisav Jovanovic für Ilsø und Norbert Meier hatte erneut die richtige Wahl getroffen. Jovanovic schoss Düsseldorf erneut in Führung (59.). Kurz zuvor (54.) hatte der Berliner Ben-Hatira nach der Gelb-Roten Karte das Spielfeld verlassen. Aber Düsseldorf konnte daraus keinen weiteren Vorteil ziehen. In der 89. Minute gelang dann Raffael der Ausgleich zum 2:2.

Die Aufreger
In der 62. Minute wurde das Spiel unterbrochen, da aus der Berliner Kurve bengalische Feuer und ähnliches aufs Spielfeld geworfen wurden. Dabei ging die Eckfahne in Flammen auf.  Zwei Minuten später wurde das Spiel wieder freigegeben. Später kam es erneut zu einer Unterbrechung, die durch Berliner Fans verursacht wurde. Insgesamt ließ Schiedsrichter Wolfgang Stark sieben Minuten nachspielen. Düsseldorf stand zu diesem Zeitpunkt in der ersten Bundesliga. Entsprechend angespannt verfolgten die Fortuna Fans das Spiel. Als dann in der fünften Minute der Nachspielzeit ein Pfiff des Schiedsrichters fälschlicher Weise als Schlusspfiff gewertet wurde, rannten die Fans aufs Spielfeld. Während Ordnungshüter und Düsseldorfer Spieler die Fans wieder auf ihre Plätze schickten, gingen die Berliner und das Schiedrichtergespann in die Katakomben. 20 Minuten später wurde das Spiel fortgesetzt und die letzten beiden Minuten nachgespielt.

Der Protest
Hertha BSC Berlin legte gegen die Spielwertung Protest ein. Am Freitag, 18. Mai, gab es eine 6-stündige Anhörung vor dem Sportgericht. In dieser Zeit sagten etliche Zeugen, das Schiedsrichtergespann, Spieler der Hertha als auch DFB- und DFL-Verantwortliche aus. Ein Urteil konnte an diesem Tag nicht gefällt werden. So wurde es auf Montag, 21. Mai verschoben. Nachdem das Sportgericht des DFB unter Vorsitz von Richter Hans E. Lorenz den Protest abgewiesen hat, erhob Hertha BSC Berlin Einspruch und ruft das Bundesgericht des DFB an. Nun wird es am Mittwoch oder Donnerstag zu einer weiteren Verhandlung am grünen Tisch kommen. Sollte das Verfahren auch dann nicht abgeschlossen werden, ist noch ein Gang vor das DFB-Schiedsgericht und sogar vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas möglich.

Fortuna Düsseldorf
In Düsseldorf wurde direkt nach dem Spiel der Aufstieg in die Erstklassigkeit gefeiert. Die Mannschaft wurde ins Rathaus eingeladen und man plante eine große Aufstiegsfeier. Die wurde jetzt in den August verschoben. Und auch aus der geplanten Reise nach Mallorca wurde nichts. Statt dessen wird jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit wieder trainiert. Die Saison 2011/12 ist für Fortuna Düsseldorf noch nicht beendet.



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