Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Grand Départ – 2. Etappe

Sonntag, 02. Juli 2017

Heute verabschiedete sich die Tour der France aus der Landeshauptstadt Düsseldorf in Richtung Lüttich. Von den in der 2. Etappe zu fahrenden 203,5 km, liegen 144 km auf deutschem Boden.

Der neutralisierte Start erfolgte am Burgplatz. Von dort ging es 8 km durch die Innenstadt. Offiziell starteten die Fahrer dann in Pempelfort um kurz nach 12 Uhr und wurden erneut von den Zuschauer angefeuert. Zunächst ging es flach weiter, doch am Grafenberger Wald kämpften die Profis um die ersten Punkte für das Bergtrikot 2017. Das war die leichteste Berg-Kategorie (4), die vom US-Amerikaner Taylor Phinney (Cannondale) gewonnen wurde. Danach ging es weiter durch Gerresheim nach Erkrath, durch das Neandertal nach Mettmann. Über Ratingen ging es zurück nach Düsseldorf. Erstmals in der Geschichte der Tour führte die Etappe aus der Stadt des Starts wieder hinein. Das Rennen führte dann über die Theodor-Heuss-Brücke und den Stadtteil Oberkassel über Meerbusch nach Neuss. Vorbei an St. Quirinus in der Neusser Innenstadt fuhr das Feld nach Kaarst-Büttgen. Auf der weiteren Strecke von Korschenbroich nach Mönchengladbach ging es um die erste Sprintwertung, die im Mönchengladbacher Stadtzentrum (83 km) abgenommen wurde. Die Sprintwertung gewann Thomas Boudat (Direct Energie).

Von Mönchengladbach nach Aachen

Wie schon am Vortag mussten die Fahrer wieder auf regennassen Straßen fahren, dennoch kamen sie streckenweise auf 42 km/h. Die Rennstrecke führte dann durch den Kreis Heinsberg, vorbei am Tagebau Garzweiler 1 nach Jülich. Hier hatte die Tour de France eine besondere Bedeutung, da Jülich von 1794 bis 1814 als Juliers im Département de la Roer zum französischen Staatsgebiet gehörte. Entstanden ist Jülich zur Zeit der Römer als Straßenstation auf der Via Belgica, die Heeresstraße, die den Atlantik mit der Stadt Köln verband. Die Verpflegungsstation für das Feld der Tour de France lag nun in der Gemeinde Titz. Weiter ging es Richtung Aachen durch die Städte Alsdorf und Würselen. Für die Fahrer wurde es nun besser, denn dort waren die Straßen trocken und begeisterte Zuschauer säumten den Weg. Das Feld wurde unverändert seit Rennbeginn mit zwei Minuten Vorsprung von den Fahrern Taylor Phinney (Cannondale), Thomas Boudat (Direct Energie), Yoann Offredo (Wanty) und Laurent Pichon (Fortuneo) angeführt. Je näher das Feld nun Richtung Belgien fuhr, änderte sich auch wieder das Wetter. Regen begleitet die Tour der France. Bei der Einfahrt in die Kaiserstadt Aachen lagen die Führenden weiterhin an der Spitze und hatten jedoch ihren Vorsprung auf 1:50 Minuten verringert. Nun lagen noch 60 km bis Lüttich vor dem Feld. Der Regen wurde stärker und die Fahrer mussten über Kopfsteinpflaster fahren, doch der Vorsprung der Ausreißer wuchs wieder auf über zwei Minuten. Trotz stärkeren Regens wurde auch in Aachen das Feld begeistert empfangen. Über die B264, Lütticher Straße, führte die Tour aus Nordrhein-Westfalen hinaus in die belgische Gemeinde Kelmis (La Calamine). Von dort aus erreichte das Feld der Tour de France nach 42,1 km Lüttich (Liège).

Der Schlussspurt des Marcel Kittel

In Belgien gab es dann einen Massensturz. Dabei zog sich Tony Martin blutende Wunden am rechten Arm und rechten Bein zu, fuhr jedoch ins Ziel ein. Rick Zabel, der bereits am gestrigen Tag stürzte, fuhr trotz Verdachts auf doppelten Bänderrisses in der 2. Etappe und erreichte auch das Ziel. Durch den Sturz konnten sich die Ausreißer auch weiterhin an der Spitze behaupten, doch kurz vor dem Ziel waren sie eingeholt. Es kam zu einem Massenspurt, doch mit einem unglaublichen Endspurt fuhr Marcel Kittel (Quick-Step) als Erster ins Ziel. Seine Anspannung löste sich danach in Tränen auf. Auch für André Greipel (Lotto Soudal) gab es Grund zur Freude. Er erreichte als Dritter nach Arnaud Demare (FDJ) die Ziellinie. Geraint Thomas trägt auch weiterhin das Gelbe, Marcel Kittel nun das Grüne Trikot. Nach Ende der 2. Etappe belegt er den dritten Platz im Klassements.

Der Kurs

Insgesamt führt die Tour über Deutschland, Belgien, Luxemburg nach Frankreich (3.540 km). Die Etappen enthalten 9 Flachetappen, 5 Mittelgebirgs-Etappen, 5 Bergetappen, zwei Einzelfahrzeiten und zwei Ruhetage.



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