Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Kanada und Schweden bestreiten das Finale

Samstag, 20. Mai 2017

In den beiden Halbfinals der Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln haben sich Kanada gegen Russland (4:2) und Schweden gegen Finnland (4:1) für das Finale qualifiziert. Zuletzt standen sich diese beiden Teams 2004 in einem Finale gegenüber. In diesem Finale schlug Kanada Schweden mit 5:3.

Das Spiel der Ginganten
Am Nachmittag trafen in Köln Kanada und Russland aufeinander. Die 16.469 Zuschauer sahen ein erstklassiges und spannendes Spiel. Den besseren Start hatte das russische Team, doch der kanadische Schlussmann Calvin Pickard hielt sein Tor sauber. Auch eine Überzahl konnte die Sbornaja in diesem Drittel nicht nutzen. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts wechselten sich Kanada und Russland auf der Strafbank ab. Als dann die Teams wieder in Gleichzahl auf dem Eis standen, hatte Artemi Panarin einen guten Blick für seinen freistehenden Kollegen Yevgeni Kuznetsov und bediente ihn mit einem sehenswerten Pass. Kuznetsov musste nur noch die Scheibe zur Führung ins Tor schieben. Nur drei Minuten später erhöhte Nikita Gusev im Powerplay auf 2:0. Erneut war Panarin an diesem Tor beteiligt. Doch noch vor der Pause gab es ein Powerplay für Kanada. Dass dies eine Spezialität der Ahornblätter ist, zeigte gleich zu Beginn des Schlussabschnitts. Nach nur 17 Sekunden Spielzeit fälschte Mark Scheifele zum 1:2-Ausgleich ab. Die darauf folgenden Unterzahlsituationen konnten die Russen geschickt verteidigen, doch bei Gleichzahl schlug Kanada erneut zu. Nate MacKinnon, dessen Schuss zum 1:2 abgefälscht wurde, gelang in der 56. Minute der Ausgleich. Nun zeigte der Weltmeister der Jahre 2015 und 2016, dass er den Titel auch ein weiteres Mal verteidigen wollte. In einer gigantischen Aufholjagd traf Ryan O'Reilly in der 57. Minute zum 3:2. Nun setzte die Sbornaja alles auf eine Karte und nahm gut zwei Minuten vor Spielende den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Als die Sbornaja dann aber den Puck nicht kontrollieren konnte, setzte Sean Couturier das 4:2 ins leere Tor.

Die ewigen Rivalen
Am Abend trafen Schweden und Finnland aufeinander. Dieses Spiel unterschied sich sehr stark im Unterhaltungswert der 11. 242 Zuschauer von dem Nachmittagsspiel. Die Partie begann mit einem Gerangel vor dem schwedische Torhüter Henrik Lundqvist, da ein Finne ihm zu nahe kam. Dann fiel sehr schnell ein Tor. In der 2. Minute brachte Alexander Edler Schweden in Führung. Das war die erste Überraschung in der defensiv ausgerichteten Partie. Die zweite folgte in der 5. Minute, als Joonas Kemppainen der Ausgleich für Finnland gelang. Das waren die besten Aktionen im ersten Drittel. Das defensive Spiel der Finnen ließ sie auch sehr passiv werden. Immer wieder mussten sie dann auch die Strafbank hüten. Für Schweden die ideale Voraussetzung, Tore zu schießen und so kam es auch. In Überzahl gelang John Klingberg von der blauen Linie aus das 2:1 (25.). Das nächste Tor für Schweden fiel erneut in Überzahl. William Nylander erhöhte in der 35. Minute auf 3:1. Diese beiden Tore in Überzahl hielten die Finnen jedoch nicht davon ab, weiterhin die Strafbank zu hüten. Doch in diesem Mittelabschnitt fielen keine Tore mehr. Dafür erhöhte dann in der 54. Minute, diesmal bei Gleichstand auf dem Eis, Joakim Nordström auf 4:1. Trotz der Tore fehlte dem Spiel die Spannung, die kam erst in den letzten beiden Spielminuten. Nachdem Finnlands Schlussmann Harri Säteri in der 58. Minute noch mit einer Glanzleistung ein weiteres Tor verhindert hatte, wurde er vom Eis genommen. Nun versuchten die Finnen 2:07 Minuten lang, noch Tore zu erzielen. Doch sie blieben erfolglos. Allerdings verletzte sich bei diesen Aktionen Schwedens Torhüter Henrik Lundqvist und es ist fraglich, ob er im Finale im Tor stehen kann.

Der letzte Tag der 2017 Eishockey Weltmeisterschaft
Im Spiel um den dritten Platz treffen die defensiven Finnen auf die spielfreudigen Russen. Für die Sbornaja ist es eine große Niederlage, nicht im Finale stehen zu können. Das Spiel beginnt um 16:15 Uhr.

Um 20:30 Uhr beginnt das Finale zwischen Kanada und Schweden. Auch hier treffen unterschiedliche Spielweisen aufeinander. Die Frage des Abends wird sein, kann Kanada das Triple vollenden oder nimmt Schweden Revanche für die Niederlage von 2004? Seit 2013 steht das Tre Kronor Team erstmals wieder in einem WM-Finale.



<- Zurück zu: Aktuelles
Olympischen Spiele London 2012