Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Keine Chance gegen Schweden

Samstag, 06. Mai 2017

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft unterlag vor 18673 Zuschauern einem starken schwedischen Team mit 2:7. Bei diesem Spiel zeigte das DEB-Team gute 40 Minuten. Die beiden deutschen Tore gelangen Patrick Hager und Philipp Gogulla (beide KEC).

Bundestrainer Marco Sturm trat mit dem gleichen Team an, das auch gegen die USA auf dem Eis stand. In den letzten acht Minuten kam Danny aus den Birken zum Einsatz. Christian Ehrhoff fiel erneut aus. Der schwedische Trainer Rikard Gronborg hatte ebenfalls keine Veränderung vorgenommen.

Ein gutes erstes Drittel
Die Schweden starteten schnell und deutlich aggressiver als die US-Boys. Schon in der dritten Minute wurde Thomas Greiss zum ersten Mal gefordert. So ging es Minute für Minute weiter. Doch in der 7. Minute war er chancenlos. Nach einem Zuspiel von Gabriel Landeskog zog Oliver Ekmann Larsson ab und traf zum 1:0. Kurz darauf stand Deutschland in Überzahl auf dem Eis, doch mit einem aggressiven Unterzahlspiel der Schweden, kam das DEB-Team kaum in die Powerplay-Aufstellung. Erst in der 17. Minute fiel der Ausgleich. Von Yasin Ehliz (Nürnberg) kam der Puck zu Dennis Seidenberg (New York), der ein gutes Auge für Patrick Hager hatte. Mit einem Schuss ins kurze Eck gelang ihm der Ausgleich. Dieser Ausgleich war der Verdienst einer soliden Abwehrleistung und effektiver Konter.

Gutes Spiel wird nicht belohnt
Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts geriet Deutschland in Unterzahl, und die Folge war ein weiteres Tor für Schweden. Von Anton Strålman über Victor Hedman zu Victor Rask, der das 2:1 vollendet.Das Spiel wurde immer ruppiger, doch Deutschland blieb dran. Dann bekamen das DEB-Team die Gelegenheit gleich zwei Überzahlspiele zu nutzen. Im zweiten klappte es dann. Nach einem guten Zuspiel von Felix Schütz (Rögle) auf Philpp Gogulla (Köln), gelangte der Puck zum Ausgleich ins Tor. In der Halle gab es danach Laola Wellen. Doch obwohl das DEB-Team nun gut mitspielte machte es Fehler, die die NHL-erfahrenen Schweden gnadenlos ausnutzten. Zunächst versuchte Marcus Krüger auf 3:2 zu erhöhen. Die Scheibe konnte noch an den Pfosten gelenkt werden, aber er sprang zurück und Linus Omark setzte die Führung ins Tor. Dass das DEB-Team die darauf folgende Überzahl nicht nutzte, rächte sich. Noch vor Ende des zweiten Drittels erhöhte Jonas Brodin auf 4:2.

Die schwedische Tormaschine
Die Unterzahl im letzten Drittel überstand Deutschland schadlos. Schweden erhöhte den Druck, und wenn sich das DEB-Team auf den Weg in den gegnerischen Strafraum machte, wurde sein Spiel sofort gestört. Nun sah man deutlich den Unterschied zwischen diesen beiden Mannschaften. Die Schweden liefen so über das Eis, dass eine Zuordnung nicht möglich war. So kamen sie dann auch zu ihren nächsten Toren. Zunächst traf Gabriel Landeskog (50.), dann ein Doppelschlag von William Nylander  (51., 53.).

Am Montag (16 Uhr) wartet mit Russland der nächste starke Gegner auf Deutschland. Köln konnte an den beiden ersten Spieltagen insgesamt 81.580 Zuschauer begrüßen.

Die vorherigen Partien des Tages
Bereits um 12:15 Uhr gab es die Begegnung Lettland gegen Dänemark. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Gints Meija Lettland in der 4. Minute des Mittelabschnitts in Führung. In der 2. Minute des Schlussdrittels erhöhte Miks Indrasis auf 2:0 und schoss dann in doppelter Überzahl das 3:0 (53.). Die Dänen können bei dieser WM nicht absteigen, da sie im nächsten Jahr WM-Ausrichter sind. Zu diesem frühen Termin waren 13.453 Zuschauern in die Kölner Arena gekommen.  
Co-Moderator des lettischen Fernsehens ist bei diesen Spielen der bis zum Ende der Saison 2016/17 für die Krefeld Pinguine spielende Stürmer Herberts Vasiljevs. Er stand insgesamt 12 Jahre für die Pinguine auf dem Eis.    

Im Nachmittagsspiel Slowakei gegen Italien sahen 12.229 Zuschauer eine interessante Partie. Die Slowakei ging als Favorit ins Spiel. Obwohl sie spielbestimmend war, konnte Michel Miklik erst in der 7. Minute die Führung erzielen. Im zweiten Drittel ließ sie die Italiener ins Spiel kommen und Giovanni Morini gelang der Ausgleich. Zur Überraschung der Zuschauer gelang ihnen dann auch noch in der 43. Minute mit dem abgefälschten Schuss von Luca Frigo die Führung. Doch noch vor dem Schlusspfiff glich Libor Hudacek mit 2:2 aus. Erst in der Verlängerung gelang dem Favoriten mit dem Treffer von Peter Ceresnak der 3:2 Sieg. Als dann die Siegerhymne gespielt werden sollte, passierte ein Fauxpas. Zum Unmut der dann pfeifenden Fans wurde die falsche Hymne abgespielt. Sie wurde unterbrochen.

Die Ergebnisse der Spiele in Paris
Schweiz- Slowenien 5:4 (4.922 Zuschauer)
Weißrussland – Tschechien 1:6 (6.635 Zuschauer)
Norwegen – Frankreich 3:2 (7.893 Zuschauer)



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Olympischen Spiele London 2012