Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Knappe Niederlage gegen den Weltmeister Kanada

Donnerstag, 18. Mai 2017

In ihrem Spiel gegen den amtierenden Weltmeister Kanada unterlag die deutsche Nationalmannschaft mit 1:2. Goalie Philipp Grubauer hielt sein Team lange im Spiel.

Das deutsche Team hat die Sensation verpasst. Gegen den Favoriten kamen sie trotz mutigen Spiels lange nicht zu einen Tor. Bundestrainer Marco Sturm hatte sein Team gegenüber Lettland nur auf der back up Position verändert. Thomas Greiss ersetzte Danny aus den Birken. Das Team Kanada besteht mit Ausnahme von Chris Lee (Metallurk Magnitogorsk) aus NHL Spielern. Lee wurde nachnominiert, nachdem sich Verteidiger Tyson Barrie verletzt hatte. Chris Lee spielte in der Saison 2010/11 für die Kölner Haie und wechselte danach für ein Jahr zu den Adlern Mannheim.

Der Spielverlauf

Gleich zu Beginn gab Kanada den ersten Schuss aufs deutsche Tor ab und es blieb im gegnerischen Strafraum. In der 4. Minute zog Ryan O'Reilly ab und Grubauer zeigte einen Supersave. Aber Deutschland kam auch zu Chancen, doch Calvin Pickard stand ebenfalls gut. Erst als Kanada in Überzahl auf dem Eis stand, fiel das Tor. Ryan O'Reilly kam an den Puck, konnte nicht selbst abschließen, schob aber den Puck rüber zu Mark Scheifele, der die Scheibe unhaltbar für Grubauer unter die Latte setzte (18.). Das DEB-Team versuchte sofort den Anschluss zu erzielen, aber es gelang nicht.

Mit diesem 0:1 Rückstand ging es in das nächste Drittel. Die Kanadier erhöhten den Druck und Philipp Grubauer rettete mit sehr guten Paraden lange diese 0:1. Es war ein schlechter Spielabschnitt der deutschen Mannschaft. Doch sie hatten Glück. Zunächst scheiterte Sean Couturier, dann wurde Claude Giroux wegen falschen Anspiels auf die Strafbank gesetzt. Kurios, denn nach dem Bullygewinn von Giroux traf O'Reilly zum 0:2. Das Tor zählte nicht. Im darauf folgenden Überzahlspiel der Deutschen hatte Dennis Seidenberg die beste Chance zum Ausgleich. Doch wie immer rächten sich solche ungenutzten Chancen. Jeff Skinner erhöhte nur eine Minute später für Kanada auf 2:0 (39.). Wie schlecht das Drittel war, sieht man am Schussverhältnis (Kanada 20, Deutschland 1).

Nun musste Deutschland einen 0:2 Rückstand gegen diese Kanadier aufholen. Im Schlussabschnitt wurde das DEB-Team auch wieder aktiver und hinderte Kanada an einem weiterem Tor. Immer wieder versuchte Leon Draisaitl seine Teamkollegen mit guten Pässen zu einem Abschluss zu verhelfen. Doch Felix Schütz und Christian Ehrhoff blieben glücklos. Die Kanadier ließen den Deutschen wenig Spielraum. Dann kam auch noch ein Powerplay dazu, indem sie stark sind. Doch es kam anders. Christian Ehrhoff schickte mit viel Übersicht Yannic Seidenberg Richtung kanadisches Tor. Seidenberg trickste Pickard gekonnt aus und setzte den Puck per Rückhand zum 1:2 hinein. Dieses Unterzahltor belebte die Spieler und die 16653 Zuschauer. Es blieben noch sechs Minuten, die Sensation zu schaffen, doch Kanada ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Fazit

Trotz dieser Niederlage und dem damit verbundenen WM-Aus wurde das deutsche Team in der Lanxess arena gefeiert. Es hatte immer wieder große Charakterstärke in den bisherigen Spielen gezeigt. Spieler wie Leon Draisaitl, Philipp Grubauer, Dennis Seidenberg und Christian Ehrhoff zeigten ihre Klasse. Aber durch diese Spieler konnten auch Yannic Seidenberg, David Wolf und Frederik Tiffels zu Höchstform auflaufen. Als verlässliche Größen erwiesen sich Dominik Kahun, Brooks Macek, Felix Schütz, Patrick Reimer, Matthias Plachta, Gerrit Fauser und Moritz Müller.

Das Minimalziel wurde erreicht, Deutschland ist unter den besten Acht, auch wenn die Enttäuschung tief sitzt. Für einige Spieler war das die letzte WM im eigenen Land.

Aufstellungen:

Kanada: Pickard - Vlasic, Parayko; de Haan, Demers; Matheson, Morrissey; Lee - Skinner, Scheifele, MacKinnon; Simmonds, Giroud, O'Reilly; Killorn, Couturier, Duchene; Konecny, Marner, Point; Schenn.

Deutschland: Grubauer (Greiss) - D. Seidenberg, Müller; Ehrhoff, Reul; Abeltshauser, Hördler; Krueger - Ehliz, Draisaitl, Reimer; Plachta, Hager, Macek; Y. Seidenberg, Kahun, Kink; Tiffels, Schütz, Wolf; Fauser.


Finnland, Schweden und Russland stehen im Halbfinale

Das erste Spiel in Köln bestritten die USA und Finnland. Nachdem das erste Drittel trotz jeweils einer guten Chance auf beiden Seiten torlos blieb, nutzte Finnland im Mittelabschnitt eine Überzahl. Mikko Rantanen (22.) traf zur 1:0 Führung. Das endgültige Aus der USA besiegelte Joonas Kemppainen nach einem guten Zusammenspiel mit Juhamatti Aaltonen in der 47. Minute.

In Paris startete Russland gegen Tschechien die Viertelfinals. In der 9. Minute traf Dmitri Orlov zur Führung und Nikita Kucherov erhöhte in Überzahl auf 2:0 (14.). Das letzte Tor für Russland fiel in der 54. Minute. Artemi Panarin vollendete mit dem 3:0 den Halbfinaleinzug.

Im zweiten Spiel in Paris trat die Schweiz gegen Schweden an. Gleich zu Beginn brachte Niklas Bäckström die Schweden in Führung. Noch vor der Pause gelang der Schweiz mit dem Tor von Gaetan Haas der Ausgleich. Doch im Mittelabschnitt schoss William Nylander (34.) Schweden erneut in Führung. Alexander Edler erzielte dann in der 44. Minute das 3:1.

So sehen die Halbfinalpaarungen am 20. Mai in Köln aus:

16:15 Uhr Russland – Kanada
19:15 Uhr Schweden - Finnland



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