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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Kölner Haie stehen im Halbfinale

Dienstag, 29. März 2016

Der KEC zog am Ostermontag nach einem Viertelfinalkrimi mit einem 3:2 Sieg ins Halbfinale ein. Damit treffen die Haie am kommenden Mittwoch in München auf den EHC Red Bull.

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. In Spiel sieben ging es um Alles. 12.443 Zuschauer, darunter vieler Kölner, waren in die Berliner Arena gekommen. Der gesperrte Berliner Verteidiger Milan Jurčina war wieder in das Team von Uwe Krupp zurückgekehrt. Beide Teams versuchten von Beginn an das erste Tor zu erzielen. Dies gelang dann in der 6. Spielminute Patrick Hager, nachdem er zwei Berliner gekonnt ausgespielt hatte. Dies geschah wieder in der Zusammenarbeit mit Salmonsson und Gogulla. Die Berliner drängten auf den Ausgleich, doch nachdem sie auch eine doppelte Überzahl (1:20 Minuten) nicht für sich nutzen konnten, ging es mit der Führung der Haie in die Pause.

Die Berliner standen unter Druck. Die Hauptrunde hatten sie mit dem zweiten Tabellenplatz abgeschlossen. Damit hatte Uwe Krupp sein Ziel, das er bereits lt. SID im April 2015 bekannt gab – die direkte Teilnahme an den Playoffs - erreicht. In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 waren sie jeweils schon in den ersten Playoffrunden ausgeschieden. Anders bei den Kölner Haien. Wohl kaum jemand hätte am Jahresanfang daran geglaubt, dass sie überhaupt an den ersten Playoffrunden, geschweige denn am Viertelfinale, teilnehmen würden. Diese Situation spiegelte sich auch auf dem Eis wider.

Als im zweiten Drittels erneut ein Berliner die Strafbank hütete, versuchte zunächst Patrick Hager das zweite Tor einzunetzen, aber Petri Vehanen parierte. Doch dann kam der Puck zu Philip Gogulla und er überwand Vehanen zum 2:0. Dann hatten die Haie auch noch Glück. Dragan Umicevic kam über die rechte Seite und Alexander Weiß lief mittig mit. Der Berliner Verteidiger Frank Hördler versuchte den Pass auf Weiß abzufälschen und brachte damit den Puck per Schlittschuh ins Kölner Tor. Da es im Eishockey kein Eigentor gibt, wurde dieser Treffer Alexander Weiß zugesprochen. Nun stand es 3:0 für Köln. Doch als dann Ryan Jones eine Strafe zog, nahm Michael DuPont von der blauen Linie aus Maß und setzte den Puck zum 3:1 ins Kölner Tor. Wenig später erhöhte Mark Olver auf 3:2. Dieser Treffer wurde nach Videosicht gegeben. Eine fragwürdige Entscheidung. Innerhalb von 1 Minute 47 Sekunden kamen die Berliner wieder heran. Für die Berliner begann die Hoffnung es nun doch zu schaffen, für die Kölner ein Nervenkrieg.

Der letzte Abschnitt war das Drittel der Torhüter und Verteidiger. Die Eisbären prüften Gustaf Wesslau immer wieder. Hin und wieder bekam auch Vehanen etwas zu tun. Die Nerven aller Zuschauer waren zum Zerreißen gespannt. Knapp zwei Minuten vor Spielende nahm Uwe Krupp seinen Torhüter vom Eis, aber auch ein weiterer Feldspieler half nicht. Die Eisbären verabschiedeten sich mit einer 2:3 Niederlage in die Sommerpause. Für die Kölner Haie geht es weiter. Am Mittwoch, 30.03., werden sie in München zum ersten Spiel des Halbfinals erwartet. Das zweite Halbfinale wird zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Thomas Sabo Ice Tigers ausgespielt.

Der EHC Red Bull München
Seit 2012 tragen die Münchener diesen Namen. In der ersten Saison 2012/13 nahmen sie nicht an den Playoffs teil. Die nächste Spielzeit beendeten sie nach den ersten Playoffspielen, ein Jahr später scheiterten sie im Viertelfinale. In der Saison 2010/11 traf der damalige EHC München in den Playoffs auf die Kölner Haie. Das erste Spiel endete nach einer dreimaligen Verlängerung und 110 Minuten mit 4:3 für die Haie. Letztlich gewannen die Haie diese Serie und standen erstmals seit 2008 wieder im Viertelfinale. Der damalige Trainer der Münchener hieß Pat Cortina. Es folgte Pierre Pagé, der aber nach nur einem Jahr 2014 den Trainerposten für Don Jackson frei gab. Don Jackson wurde mit den Eisbären Berlin 2008, 2009, 2011, 2012, und 2013 Deutscher Meister. An diesen Erfolg will der EHC Red Bull München, der die Hauptrunde auf dem ersten Tabellenplatz beendete, nun anknüpfen. In fünf Spielen im Viertelfinale hatte er sich gegen die Straubing Tigers durchgesetzt.



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