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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Kölner Haie verabschieden sich nach einem dramatischen Spiel

Freitag, 08. April 2016

Nach der 1:5-Heimniederlage gegen den EHC Red Bull München unterlagen die Kölner Haie in einem Eishockeykrimi mit 4:5. Damit haben die Münchener das Finale erreicht. Die Kölner Haie haben in den letzten 31 Tagen das Beste aus sich heraus geholt und gehen nun als letzter NRW-Verein in die Sommerpause.

Das Publikum verabschiedete sich am vergangenen Mittwoch mit viel Applaus von den Kölner Haien. Sie hatten an diesem Tag kein gutes Spiel präsentiert, aber sie hatten ihren Fans großartige Partien gegen Mannheim und Berlin gezeigt. Sie hatten sich unter die ersten Vier gespielt, obwohl der Kader durch Verletzungen nicht mehr vollständig war und man es ihnen außerdem in dieser Saison nicht zugetraut hatte. Sie hatten am voraus gegangenen Freitag das beste Spiel der Saison gegen München absolviert. Das honorierten die Zuschauer in der Kölner Arena. Aber was für die Fans der Kölner Haie ebenfalls eine große Rolle spielte, es gab noch ein Spiel fünf und damit noch ein Fünckchen Hoffnung.

Haie Trainer Cory Clouston musste in diesem fünften Spiel nun auch noch auf den gesperrten Nick Latta und den verletzten Johannes Salmonsson verzichten. Damit spielten die Kölner mit nur drei kompletten Reihen gegen einen tiefen Münchener Kader. Die Chance auf ein sechstes Spiel sank damit gegen Null. Aber es waren viele Kölner Fans nach München gefahren und füllten den Gästeblock komplett. Dann wurde das 15. Spiel der Kölner innerhalb von 31 Tagen angepfiffen.

Der KEC startete motiviert, aber schon in der vierten Minuten zog er eine Strafe. Das war die Einladung für die Führung der Münchener. Toni Söderholm schoss von der blauen Linie das 1:0 (6.). Die Nerven der Kölner lagen bloß und nur eine Minute später standen die Haie erneut in Unterzahl auf dem Eis. Als Köln wieder vollzählig war, erhöhte Frank Mauer auf 2:0 (9.). Die Haie kämpften und in der 10. Minute zog Shawn Lalonde von der blauen Linie ab und Philip Gogulla brachte sein Team mit 1:2 heran. Doch das brachte sich selbst wieder in Bedrängnis. Per Åslund zog eine Strafe, die dritte in einem für die Haie so wichtigen Spiel. Es kam, wie es kommen musste. Dehner zog von der blauen Linie ab und Mads Christensen hielt die Kelle in den Schuss, 3:1 für München (12.). Kölns Torhüter Gustaf Wesslau stand dann auch weiterhin im Fokus. Die offene Spielweise der Haie, eröffneten den Münchenern immer wieder gute Konterchancen, doch auch die Haie erarbeiteten sich immer wieder Gelegenheiten. Mit der 3:1 Führung der Gastgeber ging es in die Pause.

Ryan Jones ließ Haie weiter hoffen
Das Mitteldrittel begann schnell, mit Chancen auf beiden Seiten. Dann hatte Köln seine erste Überzahlmöglichkeit und Fredrick Eriksson schoss von der blauen Linie auf Leggio, Ryan Jones staubte den Nachschuss ab und traf zum 3:2. Der KEC gab sich nicht geschlagen und kämpfte. Er erspielte sich immer wieder Torchancen, aber der Puck wollte nicht hinein. Nachdem eine Überzahl ungenutzt blieb, zogen die Haie gleich zwei Strafen zur gleichen Zeit. Nun spielten sie drei gegen fünf und Köln überstand diese doppelte Unterzahl. Bis zum Ende dieses Drittels versuchten beide Teams ein weiteres Tor zu erzielen. Dann ging dieser spannende Abschnitt mit einer 3:2 Führung für München in die letzte Pause.

Ein dramatisches Schlussdrittel
Gleich in der 3. Minute des dritten Drittels schoss Dominik Kahun das 4:2 für München. Frank Mauer hatte einen Querpass von Moritz Müller abgepasst und auf Kahun gespielt. München machte weiter Druck und Wesslau bekam einiges zu tun. Doch elf Minuten vor Spielende brachte Andreas Falk die Kölner auf 4:3 heran. Dragan Umisevic hatte auf Falk gepasst, der dann Leggio sehenswert ausgespielt hat. Doch dann stand Köln wieder in Unterzahl auf dem Eis. Die Haie überstanden auch dieses Powerplay der Münchener. Es waren noch acht Minuten zu spielen und eine Minute später stand Köln in Überzahl auf dem Eis. München konnte schadlos raus gehen. Die letzten Minuten wurden sehr spannend. Cory Clouston nahm Gustaf Wesslau kurz vor Spielende aus dem Tor. Dann zog München noch eine Strafe. Clouston nahm eine Auszeit. Köln spielte mit sechs gegen vier Münchener und glich 37 Sekunden vor Ende auf 4:4 aus. Und nur wenige Sekunden später erhöhte München mit dem Schuss von Frank Mauer auf 5:4. Dramatischer hätte die Saison für die Kölner Haie nicht enden können.

Auf wen die Münchener im Finale treffen werden, wird noch zwischen Nürnberg und Wolfsburg ausgespielt.



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