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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Last Minute Sieg für Deutschland

Sonntag, 24. Juni 2018

In der letzten Minute der Nachspielzeit gelang Toni Kroos (Real Madrid) das 2:!1 gegen Schweden. Bis zu diesem Moment sah es nach den Toren von Ola Toivonen (32.) und Marco Reus (48.) nach einem Unentschieden aus.

Der Engländer Gary Lineker sagte einst: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball hinterher, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Nach diesem Spiel änderte er es ab: „Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer rennen 82 Minuten dem Ball hinterher und Deutschland muss einen Mann vom Platz schicken. Also rennen 21 Männer für 13 Minuten den Ball hinterher und am Ende gewinnen irgendwie verdammt nochmal die Deutschen."

Der Jubel war groß, die Emotionen kochten, nachdem Toni Kroos den kurz ausgeführten und von Reus abgestoppten Freistoß perfekt rechts oben in den Winkel hob. Dieser emotionaler Ausnahmezustand sorgte dann auch für Ärger an der Seitenlinie. Die Schweden fühlten sich von zwei DFB-Mitgliedern respektlos behandelt, dafür entschuldigte sich dann auch das deutsche Team. Nun ermittelt die Fifa.

Im Vorfeld hatte ein Journalist einer schwedischen Boulevardzeitung auf einer Pressekonferenz Sami Khedira Bordtickets für einen evtl. schnellen Heimflug überreicht. Khedira reagierte: „Herzlichen Dank, aber die brauchen wir nicht.“ Dabei sah es im Spiel der beiden Teams zunächst nicht danach aus.

Mit neuer Startelf ins Spiel

Bundestrainer Joachim Löw hatte sein Team auf vier Positionen verändert. Für Özil, Khedira, Plattenhardt und Gomez standen zunächst der wiedergenesene Jonas Hector (1. FC Köln) und Sebastian Rudy (FC Bayern München) zu ihren WM-Debüts, Marco Reus (Borussia Dortmund) sowie Antonio Rüdiger (FC Chelsea) in der Startelf. Schweden hatte sich komplett in den eigenen Strafraum zurückgezogen und lauerten auf Konter. Deutschland versuchte sehr schnell ein Tor zu erzielen, aber es scheiterte ein ums andere Mal. In der 12. Minute kam es dann zu einer umstrittenen Situation. Rüdiger verlor den Ball. Das nahm Schweden dankend an und Marcus Berg rannte allein Richtung deutsches Tor. Boateng war nicht so schnell und schubste Berg im Strafraum. Dadurch wurde er an seinem Abschluss gehindert. Schweden forderte einen Elfmeter, doch der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak gab weder den Elfmeter noch die Gelbe Karte für Boateng. Damit hätte das Spiel gegebenenfalls eine andere Wendung genommen. Nachdem sich die Blau-Gelben eine Weile in der deutschen Hälfte aufgehalten hatten, versuchte das DFB-Team erneut ein Tor zu erzielen. Doch die Schweden standen wieder wie ein Bollwerk. Dann wurde Sebastian Rudy ohne Absicht von Ola Toivonen im Gesicht getroffen. Mit einer stark blutenden Nase musste er das Spielfeld verlassen und für ihn kam Ilkay Gündogan ins Spiel (31.). Nur eine Minute später hatte Ola Toivonen das 1:0 für Schweden ins Tor gesetzt. Vorausgegangen war ein fataler Fehlpass von Toni Kroos. Bis zur Halbzeit blieb Deutschland torlos.

Ein glückliches Ende

Die DFB-Auswahl hatte stark begonnen und die Blau-Gelben in der ersten Halbzeit unter Druck gesetzt, aber sie machten nach wie vor viele Fehler. Zur zweiten Halbzeit kam Mario Gomez für Julian Draxler. Dann kam der Ausgleich. Nach einer guten Vorarbeit von Timo Werner, passte er auf Gomez und Marco Reus brachte den Ball mit dem Knie zum 1:1 ins Tor. (48.). Nun sah das deutsche Spiel anders aus. Schweden blieb nun passiv. Immer wieder versuchte Marco Reus den Ball auf seine Mitspieler zu bringen, oder aber auch selbst einen Torschuss abzugeben. Die Chancen auf den Siegtreffer waren da, aber sie wurden nicht genutzt. Die beste Chance hatte in der 68. Minute Mario Gomez. Frei vor dem Tor stehend schoss er den Ball über das Gehäuse.

Nachdem Kroos erneut durch einen Fehler auffiel, verursachte Gündogan einen Fehlpass und diesen Konter nahm Forsberg an. Wieder war Boateng zu langsam und konnte ihn nur noch mit einem taktischen Foul aufhalten. Dafür sah er diesmal Gelb. Der ständige Druck des deutschen Teams forderte nun bei den Schweden erste Konsequenzen. Sie wirkten müde. Dann wechselte Janne Andersson aus. Für Viktor Claesson kam Jimmy Durmaz ins Spiel. Kurz darauf kam John Guidetti für den schwedischen Torschützen Toivonen aufs Feld. Marcus Berg nahm in der Folge den Ball an und lief Richtung Manuel Neuer, doch Boateng foulte ihn diesmal hart. Dafür sah er die Gelb-Rote Karte. Ab der 82. Minute stand das DFB-Team zu Zehnt auf dem Platz und Schweden versuchte sofort das 2:1 zu erzielen, aber Manuel Neuer konnte abblocken. In der 87. Minute kam dann Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen) für Hector ins Spiel. Der frische Joker tat dem deutschen Spiel gut. Doch wie schon gegen Mexiko setzte er in der 90. und 2. Minute den Ball an den Pfosten. Insgesamt waren fünf Minuten Nachspielzeit auf der Uhr. Die Schweden kämpften gegen ihre müden Beine an und versuchten Zeit zu schinden. Dann kam die Minute 90 +5. Jimmy Durmaz sorgte mit seinem Foul an Werner für einen Freistoß. Es folgte das Siegtor für Deutschland. Toni Kroos machte mit diesem Tor alle vorherigen Fehler gut. Er hob den kurz ausgeführten und von Reus abgestoppten Freistoß ins Tor.

Sebastian Rudy muss operiert werden, da er einen Nasenbeinbruch erlitten hat. Jimmy Durmaz erhielt in Schweden Morddrohungen.

Tabellenstand

Da Mexiko am gestrigen Tag mit 2:1 Südkorea besiegte führt es die Tabelle der Gruppe F an. Deutschland und Schweden sind mit je einem Sieg punktgleich. Am kommenden Mittwoch trifft Schweden auf Mexiko und Deutschland auf Südkorea. Beide Spiele werden um 16 Uhr angepfiffen.

Aufstellung Deutschland:

Neuer – Kimmich, Boateng, Rüdiger, Hector (87. Brandt) – Rudy (31. Gündogan), Kroos - Müller, Reus, Draxler (46. Gomez) - Werner



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