Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Leichtathletik Weltmeisterschaft in London ist beendet

Montag, 14. August 2017

Die deutschen Leichtathletinnen und -athleten haben in London insgesamt fünf Medaillen (1 Gold, 2 Silber, 2 Bronze) gewonnen. Sie belegen im Medaillenspiegel Rang 10.

Die Weltmeisterschaften in London verliefen für einige deutsche Sportler anders als erwartet. Schon vor der Eröffnungsfeier hatten sie über Unwohlsein geklagt. Der leitende Verbandsarzt Andrew Lichtenthal und seine Kollegen wurden hellhörig, als auch in der kanadischen Mannschaft ein Fall von Übelkeit aufgetreten war. So isolierten sie vorsorglich die Erkrankten von den Anderen. Dann stellte sich heraus, dass die Sportler sich den ansteckenden Norovirus zugezogen hatten. Alleine im deutschen Teamhotel waren insgesamt 30 Fälle bekannt. Etwas, was in dieser Form noch bei keiner WM aufgetreten war.

Die Weltmeisterschaften
Bei den Vorläufen am 10. August konnte sich Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit einer übersprungenen Höhe von 2,31 m für das Finale qualifizieren. Die Wattenscheiderin Pamela Dutkiewicz zog in 12,74 Sekunden ins Finale der Hürdenläuferinnen ein.  

Zwei Tage später fanden die Vorläufe zu 4x100 Meter der Männer statt. Die Läufer Julian Reus, Robert Hering, Robin Erewa (alle TV Wattenscheid 01) und Roy Schmid (Leipzig) liefen auf Augenhöhe mit den Konkurrenten, doch Schlussläufer Erewa verschätzte sich in der Geschwindigkeit, musste zur Übernahme stark abbremsen und verlor den Schwung. So erreichte das Quartett nicht das Finale. Anders verlief es bei den Frauen. Tatjana Pinto (LC Paderborn), Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) ließen in ihrem Vorlauf sogar die Jamaikanerinnen hinter sich und liefen in 42,34 Sekunden ins Finale.

Am gleichen Tag gewann Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid 01) Bronze über 100 Meter Hürden. Dabei bezwang sie in 12,72 Sekunden die Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA; 12,74 sec).

Am letzten WM Tag fand das Hochsprung Finale statt. Mateusz Przybylko scheiterte dreimal an 2,32 Metern, ebenso wie viele andere Athleten. Er überquerte 2,29 Meter und wurde Fünfter. Der Syrer Majd Eddin Ghazal hatte über 2,29 Meter einen Fehlversuch weniger als Przybylko und gewann Bronze.

Gesa Krause
Die Herzen der Zuschauer gewann die Frankfurterin Gesa Krause. Nachdem sie souverän das Finale über 3000 Meter Hindernis erreicht hatte, kam es zu einem traurigen Ende. Im Finale stürzte die Kenianerin Beatrice Chepkoech und Gesa Krause verlor das Gleichgewicht. Da wurde sie von anderen Läuferinnen umgerannt. Dabei erhielt sie auch einen Schlag gegen den Kopf. Sie rappelte sich auf und lief weiter. Als Neunte erreichte sie das Ziel. Beatrice Chepkoech führte zunächst das Feld an, verschlief den Wassergraben und musste sich von hinten wieder vorkämpfen. Dann stürzte sie und das war das Ende von Gesa Krauses Medaillenträumen. 



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Olympischen Spiele London 2012