Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Max Hartung ist Europameister

Samstag, 17. Juni 2017
Foto: Max Hartung

Foto: Max Hartung © TSV Bayer Dormagen

Bei den Fecht-Europameisterschaften setzte sich Säbelfechter Max Hartung (TSV Bayer Dormagen) gegen alle Konkurrenten durch und gewann die Goldmedaille. Degenfechterin Alexandra Ndolo (TSV Bayer Leverkusen) freute sich über Silber.

Der 27-jährige Max Hartung qualifizierte sich ohne Probleme für das Hauptfeld der EM in Georgien. Dort traf er auf die Ungarn Andras Szatman und Tamas Decsi. Szatman ging mit einer 4:15-Niederlage von der Planche. Im Viertelfinale musste sich Decsi mit der gleichen Niederlage verabschieden. Im Halbfinale traf Hartung auf den Georgier Sandro Bazadze. Dieses Gefecht unterschied sich von den vorigen, denn der Lokalmatador konnte lange Zeit mithalten. Doch der Dormagener steigerte sich und sicherte sich nach einem 9:9 Gleichstand mit 15:11 den Sieg. Im Finale stand ihm der aktuelle Olympiasieger Aron Szilagyi gegenüber. Der Ungar hatte kaum eine Chance, denn von Beginn an übernahm Hartung die Führung und focht sich mit 15:7 zum Europameistertitel.  

Das gelang ein Jahr zuvor Benedikt Wagner (Dormagen), doch diesmal reichte es nicht für einen Podiumsplatz. Er scheiterte im Viertelfinale an Aron Szilagyi mit 8:15.  

Silber für Alexandra Ndolo
Die Leverkusenerin erreichte souverän die Runde der besten Acht. Dort traf sie zunächst auf die Polin Eva Nelip, die die 30-Jährige mit 15:11 schlug. Im Halbfinale wurde Ndolo von der starken Estin Julia Beljajeva erwartet, die sich jedoch mit 12:15 geschlagen gegen müsste. Im Finale wartete die Russin Violetta Kolobova und sie stoppte die Leverkusenerin mit 15:10. Nach dem Gefecht strahlte Alexandra Ndolo dennoch und freute sich über ihre Silbermedaille.

Die Platzierungen:
Herrensäbel: 1. Max Hartung (TSV Bayer Dormagen), 2. Aron Szilagyi (Ungarn), 3. Sandro Bazadze (Georgien), 3. Luca Curatoli (Italien), 5. Tamas Decsi (Ungarn), 6. Benedikt Wagner (TSV Bayer Dormagen), 7. Csanad Gemesi (Ungarn), 8. Andrej Jagodka (Ukraine), 15. Björn Hübner (FC Tauberbischofsheim), 27. Matyas Szabo (TSV Bayer Dormagen)
Damendegen: 1. Violetta Kolobova (Russland), 2. Alexandra Ndolo (TSV Bayer Leverkusen), 3. Emese Szasz-Kovacs (Ungarn), 3. Julia Beljajeva (Estland), 5. Eva Nelip (Polen), 6. Olena Kryvytska (Ukraine), 7. Lis Fautsch (Luxemburg), 8. Ana London (Israel), 12. Alexandra Ehler (Heidenheimer SB), 33. Beate Christmann (FC Tauberbischofsheim), 41. Monika Sozanska (FC Offenbach)

Herren Säbel- und Damen Degen-Team

Die EM endet für die deutschen Säbel-Herren auf Rang vier. Sie haben knapp einen  Podiumsplatz verpasst. Bundestrainer Vilmos Szabo konnte zunächst zufrieden sein.  Max Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo (alle Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) gelang ein 45:36 Auftaktsieg gegen die Türkei. Es folgte Rumänien, das mit 39:45 besiegt wurde. Doch die folgenden Italiener waren stärker. Hier unterlag das deutsche Quartett mit 39:45. Nun ging es um den dritten Platz, doch die Ungarn konnten nicht geschlagen werden. Sie gewannen deutlich mit 45:28 die Bronzemedaille.

Einen Erfolg, da es eine Steigerung gegenüber des Vorjahres war, verzeichneten die Degen-Damen Alexandra Ndolo (Leverkusen), Beate Christmann (Tauberbischofsheim), Monika Sozanska (Offenbach) und Alexandra Ehler (Heidenheim). Ihr Auftaktgefecht unter den besten Acht gewannen sie gegen die Ungarinnen mit 45:36. In den Gefechten gegen die Russinnen konnten sie lange mithalten, mussten sich aber letztlich mit 33:43 geschlagen geben. Bei den Platzierungsbegegnungen konnten sie sich gegen die Ukraine mit 45:39 durchsetzten, doch sie unterlagen den Polinnen mit 35:44.  

Die Platzierungen:
Herrensäbel: 1. Russland, 2. Italien, 3. Ungarn, 4. Deutschland, 5. Ukraine, 6. Rumänien, 7. Frankreich, 8. Georgien
Damendegen: 1. Frankreich, 2. Russland, 3. Rumänien, 4. Estland, 5. Polen, 6. Deutschland, 7. Ukraine, 8. Italien



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