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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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NRW-Eishockey vor der Eishockey-WM 2017

Samstag, 07. Januar 2017

In 117 Tagen startet die Eishockey-Weltmeisterschaft 2017 in Köln und Paris. Noch steht nicht fest, wer dann für die deutsche Nationalmannschaft spielen wird. Ein Grund sich die vier NRW-Klubs in der aktuellen DEL-Saison anzusehen.

Die absolvierten Spieltage in der DEL sind nicht gleich. Während die Eisbären Berlin schon 37 Spiele hinter sich gebracht haben, gab es für Iserlohn und Krefeld erst 35 sowie für Düsseldorf und Köln erst 34 Spiele. Bisher gelang es nur den Kölner Haien, sich unter die ersten sechs zu spielen.

Düsseldorfer EG
Die DEG tut sich momentan sehr schwer. Bisher steht sie auf dem elften Tabellenplatz und hat damit keine Möglichkeit, die Playoffs zu erreichen. Von 34 Spielen gingen 19 Partien verloren. Das Team von Trainer Christof Kreutzer muss nun in den nächsten 18 Spielen punkten und das nach fünf Niederlagen in Folge. Am 2. Weihnachtstag mussten sich die Löwen mit 1:7 den Adler Mannheim geschlagen geben. Zwei Tage später unterlagen sie mit 1:4 den Wolfsburgern. Am 30.12. ging das Spiel gegen Ingolstadt in die Verlängerung, doch auch hier gewann der Gegner mit 2:1. Gegen Schwenningen gab es am 3. Januar eine 2:3 Niederlage. Doch die Partie gegen die Augsburger Panther zwei Tage später schmerzte am meisten. Das Spiel endete 2:4 für die DEG, von den Gegentoren wurde drei von Düsseldorfer Spielern ins eigene Tor gelegt.

Seit Oktober fehlt ihr Stürmer Daniel Kreutzer, der nach einer Schulterverletzung operiert werden musste und monatelang ausfallen wird. Seine Übersicht fehlt auf dem Eis. Nun wird die DEG morgen auswärts gegen die Iserlohn Roosters antreten. Für Trainer Christof Kreutzer ist klar, dass es nun 18 harte Spiele mit Playoff Charakter geben muss. Zwei davon sind gegen die Kölner Haie. Die letzten beiden Derbys hat die DEG für sich entscheiden können.

Iserlohn Roosters
Die Sauerländer belegen den letzten Tabellenplatz. In 35 Spielen gab es 20 Niederlagen. Dennoch gibt es keine Trainerdiskussionen. Im Dezember 2016 wurden die Verträge von Cheftrainer Jari Pasanen und Assistent Jamie Bartman frühzeitig bis zum Ende der kommenden Saison 2017/2018 verlängert.

In Iserlohn gibt es momentan eine andere Baustelle. Die Iserlohn Roosters haben den Mietvertrag der Eissporthalle am Seilersee nach einer durchgeführten Bestandsanalyse als Vorsichtsmaßnahme gekündigt. Dazu sagte Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters GmbH in einem Pressegespräch: „Wir wollen damit keine Konfrontation mit dem Vermieter herbeiführen, allerdings ist es für die Iserlohn Roosters GmbH und die Young Roosters, also unserer Nachwuchsabteilung, von elementarer Bedeutung, die Rahmenbedingungen zu kennen, unter denen wir in den kommenden Jahren in Iserlohn Eishockey spielen können.“ In den vergangenen Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Iserlohn die Eissporthalle DEL-tauglich gemacht. Nun haben sich aber durch den Deutschen Eishockey Bund (DEB) (Nachwuchskonzept) und neue Auflagen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Rahmenbedingungen geändert. Es muss eine zweite Eisfläche her, denn die DEL und der DEB stellen hohe Anforderungen an die Nachwuchsarbeit ihrer Teams. Eine Schwierigkeit für Iserlohn, da es sich bei Iserlohn um einen der finanziell „kleineren“ Eishockeyclubs in der DEL handelt. Sollten die geforderten Standards nicht erreicht werden, drohen den Roosters Strafzahlungen in sechsstelliger Höhe. Der aktuelle sportliche Stand trägt nicht dazu bei, die Probleme kleiner werden zu lassen. Damit ist für die Iserlohn Roosters das Sonntagsspiel gegen die DEG ebenso wichtig wie für den Gegner.

Kölner Haie
Mit diesen Problemen müssen sich die Kölner Haie nicht beschäftigen. Eigentlich läuft es so, wie es gewünscht ist. Nach 34 Spielen steht man auf dem vierten Tabellenplatz und hat damit einen Playoff Platz. Elf Niederlagen gab es. Die Niederlagen sind nie besonders hoch, dennoch oft sehr ärgerlich, da sie Konzentrationsmängel und Abstimmungsprobleme offenbaren. Doch eine Niederlage war herausragend. Am 30. Dezember waren die Kölner zu Gast in Bremerhaven. Mit einem Sonderzug reisten 600 Fans mit und trauten ihren Augen nicht. Im Tor stand Back up Goalie Daniar Dshunussow und wurde von seinem Team im Stich gelassen. So war es möglich, dass die Fishtown Pinguins die Tore schossen: 1:0 Cory Quirk (1.), 2:0 Mike Hoeffel (3.) 3:0 Ross Mauermann (5.), 4:0 Jack Combs (10.), 5:0 Jeremy Welsh (28.), 6:0  Jack Combs (35.). Nach diesem Debakel sagte Haie-Kapitän Moritz Müller: „Im Namen der gesamten Mannschaft wissen wir, dass das heute nicht die Art und Weise war, wie wir und unsere Fans die Haie spielen sehen wollen. Vor allem bei den vielen mitgereisten Fans möchten wir uns für diesen Totalausfall entschuldigen."

Das neue Jahr begann dann auch anders. Mit einem 2:1 Sieg schlug man Neujahr den Tabellenführer München. Zwei Tage später war München zu Gast in Köln und die Haie gewannen erneut mit 2:1. Am 6. Januar ging es zu den Eisbären Berlin und dem Ex-Haie-Coach Uwe Krupp. Wieder ging der Sieg an Köln. Mit 2:1 brachte man den Eisbären die fünfte Niederlage in Folge. Am Sonntag treten die Kölner Haie in Nürnberg an.

Einen Wechsel auf der Trainerbank gab es kurz vor Weihnachten. Der bisherige Co-Trainer Thomas Brandl trat aus familiären Gründen von seinem Amt ab. Er wird nun   als Skills Coach bei den Kölner Haien bleiben. Neuer Co-Trainer der Haie wurde der DEL-erfahrene Deutsch-Kanadier Greg Thomson. Von 1992 bis 1995 spielte er für die Krefeld Pinguine.

Krefeld Pinguine
Die Krefeld Pinguine belegen den 12. Tabellenplatz. Es ist eine sehr unruhige Saison in Krefeld. Diese hatte schon begonnen, als man Ende September endlich die vakante Stelle des Geschäftsstellenleiters mit Matthias Roos besetzen konnte. Im Oktober verpflichteten die Pinguine dann Torhüter Niklas Treutle als Back up. Im November wurde der Verteidiger Steve Hanusch freigestellt und der finnische Verteidiger Mikko Vainonen sowie der Verteidiger Max Faber verpflichtet. Sportlich lief es aber nicht rund. Nach ein paar Siegen gab es Niederlagen. Dann musste Anfang Dezember mit Stürmer Norman Hauner der nächste Spieler gehen. Für ihn kam der Schweizer Stürmer Martin Ness. Die Unzufriedenheit wuchs. So entband man den Cheftrainer Franz Fritzmeier am 19. Dezember von seinem Amt. Der Co-Trainer der Kölner Haie  wechselte Anfang November 2015 nach Krefeld und übernahm den Cheftrainerposten von Rick Adduono. Nun kehrte Rick Adduono an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er zuvor fünf Jahre tätig war. Die ersten beiden Spiele unter dem neuen alten Trainer gegen Köln und München gingen noch verloren. Dann folgten drei Siege. Am Sonntag sind die Krefeld Pinguine zu Gast in Straubing.



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