Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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NRW-Sportler erfolgreich in London

Sonntag, 23. Juli 2017

Insgesamt gewannen die deutschen Para-Leichtathletinnen und -athleten 22 Medaillen bei der Para-Leichtathletik-WM in London und belegen damit Rang acht. Acht Gold- und je sieben Silber- und Bronzemedaillen gingen an Deutschland. Die Sportler vom TSV Bayer 04 Leverkusen waren mit fünf Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze beteiligt. Johannes Floors (3x Gold, 1x Silber) ist einer der erfolgreichsten Athleten der Weltmeisterschaften

Vom 19. bis 23. Juli kamen zu den bisherigen Medaillen noch einige hinzu. Am Mittwoch gewann die sehbehinderte Wattenscheiderin Katrin Müller-Rottgardt mit ihrem Guide Noel-Philippe Fiener Silber über 100 Meter der Klasse T12. Mit 12,04 Sekunden kam sie hinter Omara Durand ins Ziel und gewann damit ihre erste WM-Medaille seit 2005.

Am Freitag überraschte die Duisburger Kugelstoßerin Frederike Koleiski. Nach drei Versuchen lag sie hinter den Chinesinnen Yao Juan und Yang Jue. Da die beiden jedoch einen bzw. zwei ungültige Stöße hatten, gelang es Frederike Koleiski sich mit ihrem letzten Versuch statt einer Bronze- die Goldmedaille zu sichern. Nach einem vierten Platz im Diskuswurf ist die Goldmedaille nun ihr größter Erfolg in der Karriere.

Der Samstag wurde ebenfalls erfolgreich. Johannes Floors sprintete mit 21,50 Sekunden zu seiner zweiten Goldmedaille und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Der nun „ Deutscher Blade Runner“ genannte Leverkusener ließ sich im Alter von 16 Jahren freiwillig beide Beine amputieren. Er war mit einem Fibula-Gendefek (kongenitale Anomalie des Beines) zur Welt gekommen. Juliane Mogge (Wattenscheid) gewann im Kugelstoßen Kl. F36 mit 9,44 m Silber und damit auch ihre erste WM-Medaille. Frank Tinnemeier (TSV Hillentrup) gewann im Kugelstoßen Kl. F42 mit dem fünften Stoß und 13,37 m die Bronzemedaille.

Der Sonntag, der letzte Tag der WM, brachte weitere Medaillen. Die 4x100-Meter-Staffel mit Tom-Sengua Malutedi, Léon Schäfer, Markus Rehm und Johannes Floors (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) kam mit 42,81 Sekunden hinter den USA ins Ziel. Damit war ihnen die Silbermedaille sicher. Doch nach einiger Zeit wurden die USA wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert und das deutsche Team konnte sich über Gold freuen. Zuvor hatte Irmgard Bensusan (Leverkusen) in strömendem Regen mit 27,13 Sekunden über 200 Meter Silber gewonnen. Der Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé (SSF Bonn) fuhr die regennassen 5000 m in 11:11,92 Minuten und konnte sich Bronze sichern.

Marc Schuh beendet Karriere
Rennrollstuhlfahrer Marc Schuh vom TV Herkenrath qualifizierte sich für das Finale, das am Donnerstagabend stattfand. Er hatte sich vorgenommen, sein letztes Rennen zu genießen und das tat er. Über 400 m Kl. T54 kam er in 47,83 Sekunden ins Ziel und beendete seine Karriere auf Rang sieben.



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Olympischen Spiele London 2012