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Peter Stöger vom 1. FC Köln beurlaubt

Sonntag, 03. Dezember 2017

Kölns Trainer Peter Stoeger wurde am heutigen Tag von der Geschäftsführung des 1. FCs beurlaubt. Eine Entscheidung, die großen Wirbel in den sozialen Netzwerken auslöst.

Der 1. FC Köln steht in der Bundesliga auf dem letzten Platz. Der Verein konnte noch kein Spiel in der aktuellen Saison gewinnen. Drei Unentschieden und elf Niederlagen gab es bisher. Das letzte Unentschieden gab es am gestrigen Spieltag gegen den FC Schalke 04. In diesem Spiel kämpfte sich der Verein zu einem 2:2. Eine großartige Leistung eines Teams, in der Verletzungspech in den letzten Wochen ein treuer Begleiter war.  

Peter Stoeger stand nach dem Abschied von Sportdirektor Jörg Schmadke immer wieder im Fokus. Jedoch wurde auf der Führungsetage keine klare Aussage getroffen. So forderte Peter Stoeger eine eindeutige Entscheidung, die intern vor dem Spiel gegen Schalke 04 getroffen wurde. Nach dem Spiel war es auch den mitgereisten Fans bewusst, da sich Stoeger sowohl von ihnen als auch von den Spielern verabschiedete. Heute wurde es dann offiziell.

Peter Stoeger und der 1. FC Köln
Der Österreicher wurde Nachfolger von Holger Stanislawski zur Saison 2013/14. Wieder einmal waren die Kölner in der 2. Bundesliga. Neben Stoeger wurde Jörg Schmadtke nach Köln geholt und er übernahm die geschäftsführende Position des Sportdirektors ein. Mit Spielern wie Yannik Gerhard, Marcel Risse, Anthony Ujah und Patrick Helmes gelang der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Auch die kommenden zwei Jahre blieb man erstklassig. Die Spielertransfers waren gut. Für Anthony Ujah kam dann Anthony Modeste (2015/16), eine weitere erstklassige Saison weitere Spieler wie Sehrou Guirassy. Dann kam es zur Sensation. Der 1. FC Köln beendete die Saison 2016/17 auf einem Europa League Platz. Die Saison 2017/18 konnte kommen. Allerdings verließ Anthony Modeste vor dieser Saison den Verein. Für 35 Millionen Euro wechselte er nach China. Nun nahm das Unheil seinen Lauf. Hatte man zuvor eine gute Hand für neue Spieler gezeigt, war dies zu der laufenden Saison nicht mehr der Fall. Es gab keinen Ersatz für Torjäger Anthony Modeste. Im September wurde dann der nicht spielberechtigte Claudio Pizarro verpflichtet. Dann schlug das Verletzungspech zu. Im September fiel Nationalspieler Jonas Hector mit einem Syndesmosebandriss aus. Er wird erst im Dezember wieder spielen können. Im Oktober folgte Marco Höger, im November sieben weitere Spieler, darunter Zoller, Maroh, Bittencour und Risse. Waren es vorwiegend Oberschenkelverletzungen oder Adduktorenprobleme, schied João Queirós mit einem Lendenwirbelbruch aus. Peter Stoeger war immer gezwungen, das Maximale aus seinem Team mit Ersatzspielern herauszuholen.

Unter Peter Stoeger als Trainer der Geißböcke kam Stabilität und Struktur in den Verein. Seit dem ersten Tag versuchte er das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Es gibt nur wenige Trainer, die lange am Spielfeldrand der Kölner standen. Hennes Weisweiler kam auf insgesamt 11 Jahre (4, 3, 4) und Christoph Daum auf 7 (4, 3). Peter Stoeger stand 4,5 Jahre an einem Stück am Spielfeldrand. Bis zur Winterpause wird Stefan Ruthenbeck übernehmen.

Reaktionen im Netz
In den sozialen Netzwerken trifft man neben Zustimmung auf viele traurige und wütende Reaktionen. Es überwiegen Danksagungen an Peter Stoeger und Unverständnis gegenüber der Clubleitung. Nun befürchtet man in Köln, dass der 1. FC Köln wieder ins Chaos abgleitet.



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