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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Schweden ist Eishockey Weltmeister 2017

Sonntag, 21. Mai 2017

In einen spannenden Finale zwischen Kanada und Schweden konnte sich das Tre Kronor Team in einem dramatischen Finish den 10. Eishockey-WM-Titel sichern. Bronze gewann das russische Team gegen Finnland.

In diesem sehr schnellen und körperbetonten Spiel reichten 80 Minuten, aufgeteilt in 60 Minuten Spielzeit und 20 Minuten Overtime, nicht aus. Der Sieger wurde nach Penaltyschießen ermittelt. Das kam erst einmal in einem WM-Finale vor. 1994 trennten sich Kanada und Finnland mit 2:1 n.P.. Diesmal gab es das gleiche Ergebnis, aber zu Gunsten der Skandinavier.

Die 17.363 Zuschauer in der Lanxess Arena sahen alles, was ein erstklassiges Eishockeyspiel ausmacht: Schnelligkeit, hohe Konzentration, gute Spielübersicht, sehenswerte Spielzüge und harte Checks, nur Tore sahen sie kaum. Im schwedischen Gehäuse stand wieder Henrik Lundqvist, bei Kanada hütete Calvin Pickard das Tor. Auf dem Eis traten zwei ebenbürtige Gegner an. Ihre Schnelligkeit ermöglichte ihnen, sich sehr schnell umzuorientieren.  

Die ersten 60 Minuten
Schwedens Torhüter Henrik Lundqvist ließ es sich nicht nehmen, das Finale zu bestreiten und er wurde in den ersten Minuten von den Kanadiern geprüft. Die beste Chance zur Führung hatte Mark Scheifele in der 10. Minute, aber er traf nur den Pfosten. Beide Teams neutralisierten sich in der Folge und auch eine Überzahl konnte Schweden nicht nutzen. So ging es torlos ins zweite Drittel.
Gleich zu Beginn zog Schweden eine Strafe. Kanada war nun die spielbestimmende Mannschaft. Doch in Überzahl konnte Jeff Skinner nur den Pfosten treffen. Glück für die Schweden. Der Druck der Kanadier wurde nun höher, doch Henrik Lundqvist war nicht zu überwinden. Dann zog Kanada eine Strafe, doch Calvin Pickard war ebenfalls unbezwingbar. Kanada blieb am Drücker und zwang Schweden zu einem Foul. Da kam es zu einem kuriosen Unterzahltor der Schweden. Victor Hedman gab einen Rückhandschuss aufs Tor ab, der Puck schlug mehrfach auf dem Eis auf und rutschte dann durch die Beine von Pickard ins Tor (40.). Mit dieser Führung ging es in den Schlussabschnitt. Es dauerte gerade zwei Minuten, da saß Schweden erneut auf der Strafbank. Noch in der gleichen Minute passte Marcus Krüger auf den vor dem Tor postierten Ryan O'Reilly., dem es gelang, die Scheibe zum Ausgleich ins Tor zu bringen (42.). Doch das weiterhin hochkonzentrierte Spiel beider Teams ließ nur noch wenige Torchancen zu, die dann von Lundqvist und Pickard pariert wurden.

Es ging in eine 20-minütige Verlängerung, die Schweden in Unterzahl begann. Doch erneut waren beide Goalies nicht zu überwinden. So war dieses Finale dieser beiden starken Teams immer noch nicht entschieden und zum zweiten Mal in der WM-Geschichte, musste durch Penaltyschießen der Weltmeister ermittelt werden. Fünf Spieler je Mannschaft traten an. Für Schweden trafen Nicklas Bäckström und Oliver Ekman Larsson, Kanada hatte gegen Henrik Lundqvist keine Chance. Damit gewann Schweden den 10. Weltmeistertitel. Der Held der Schweden hieß an diesem Abend Henrik Lundqvist. Am morgigen Montag wird der Weltmeister im schwedischen Königshaus erwartet.

Spiel um Platz drei
Nachdem der Traum von einem Finale und damit der mögliche Titel für die Sbornaja ausgeträumt war, wollte Russland nicht ohne Medaille zurückkehren. Die russischen Fans unter den 16.182 Zuschauer konnten sich schon in der 7. Minute über das Tor von Nikita Gusev freuen. In Unterzahl erhöhte Vladimir Tkachev in der 2. Minute des Mittelabschnitts auf 2:0, Nikita Gusev traf in Überzahl sechs Minuten später zum 3:0 und nur 75 Sekunden später hatte Bogdan Kiselevich auf 4:0 erhöht. Was dann folgte war ein Deja vue des Spiels gegen Kanada. Die Finnen kamen bis zur 46. Minute mit den Toren von Mikko Rantainen (40.), Mikko Lehtonen (42.) und Veli-Matti Savinainen (46.) auf 3:4 heran. Doch die Finnen waren zu spät aktiv und Nikita Kucherov traf in der 49. Minute zum 5:3 Endstand.

Die Eishockey-WM in Köln
Zu den Spielen in der Lanxess Arena kamen insgesamt 462.435 Zuschauer. Die höchsten Zuschauerzahlen konnten die Spiele der Deutschen Eishockeynationalmannschaft verzeichnen, die sich in der Weltranglist von Platz 10 auf Platz 8 verbesserte.

Die aktuelle Weltrangliste:
1. Kanada 3225 Punkte (1.), 2. Russland 3105 (2.), 3. Schweden 3080 (5.), 4. Finnland 3060 (3.), 5. USA 2980 (4.), 6. Tschechien 2900 (6.), 7. Schweiz 2705 (7.), 8. Deutschland 2660 (10.), 9. Norwegen 2535 (11.), 10. Weißrussland 2535 (9.), 11. Slowakei 2530 (8.), 12. Lettland 2520 (12.), 13. Frankreich 2505 (14.), 14. Dänemark 2495 (13.), 15. Slowenien 2305 (15.), 16.  Österreich 2205 (17.), 17.  Kasachstan 2200 (16.), 18. Italien 2180 (18.), 19. Ungarn 2095 (19.), 20. Polen 2030 (20.).



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