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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Silvia Neid benennt endgültigen Kader für die Frauen-WM 2011

Freitag, 27. Mai 2011

Seit heute, 27. Mai 2011, steht der 21 Spielerinnen umfassende Kader der deutschen Frauen-Nationalmannschaft für die WM 2011 fest. DFB-Trainerin Silvia Neid hat ihr Aufgebot für das am 26. Juni beginnende Turnier benannt. Mit Sonja Fuss (FCR 2001 Duisburg), Josephine Henning, Anja Mittag (beide 1. FFC Turbine Potsdam), Conny Pohlers (1. FFC Frankfurt)  und Lisa Weiß (SG Essen-Schönebeck) musste sie fünf Spielerinnen dafür aus dem erweiterten Kader streichen, mit dem sie in die Vorbereitung gestartet war.

"Wir haben in den vergangenen Wochen sehr genau analysiert, viel diskutiert und uns die Wahl nicht leicht gemacht", sagt Silvia Neid. Am Vormittag unterrichtet sie die Spielerinnen per Telefon persönlich darüber, dass sie nicht zum Aufgebot für die Heim-WM gehören werden. "Es war eine Entscheidung für 21 und nicht gegen fünf Spielerinnen", betont Silvia Neid und hebt hervor: "Ich bin sehr zufrieden mit den Trainingsleistungen in den bisherigen fünf Lehrgängen, alle haben hervorragend mitgezogen. Dafür möchte ich mich gerade auch bei den Spielerinnen bedanken, die jetzt nicht mehr dabei sind." In ihre Entscheidung sind dabei viele Faktoren eingeflossen. "Wir haben in den Lehrgängen ganz viele Eindrücke gesammelt. Nach jedem Training haben wir uns im Trainer-Team ausgetauscht. Es gab zahlreiche Kriterien, die wir abgeklopft haben."

Für Silvia Neid war es wichtig, das persönliche Gespräch mit jeder nicht berücksichtigten Spielerin zu führen. Zudem informierte sie die entsprechenden Vereinstrainer. "Es ist meine Aufgabe als Trainerin, die Spielerinnen aus- und weiterzubilden. Von daher haben sie ein Recht darauf, eine Erklärung für meine Entscheidung zu erhalten. Die habe ich ihnen gegeben. Ich hoffe, dass es die Entscheidung für sie nachvollziehbar macht, wenn die sicherlich vorhandene und verständliche Enttäuschung verflogen ist. Und dass es ihnen Hinweise liefert, woran sie in Zukunft arbeiten können", erklärt die Trainerin.

Dass eine Reduzierung notwendig wurde, war allgemein bekannt. Bei der Auswahl ging es für den Trainerstab auch um eine ausgewogene Besetzung der einzelnen Mannschaftsteile. "Wir dürfen nur drei Torleute bei der WM dabei haben. In der Abwehr hatten wir neun Verteidigerinnen, das sind zwei zu viel. Und im Angriff hatten wir sechs Spielerinnen, aber vier reichen uns", erklärt Silvia Neid. Über den nominierten Kader sagte Silvia Neid: "Diese Spielerinnen genießen mein vollstes Vertrauen. Das Aufgebot ist ausgewogen besetzt. Ich hoffe, wir können das Potenzial bei der WM abrufen", so die DFB-Trainerin. Bis dahin soll die Zeit genutzt werden. "Es ist noch einiges zu tun, um topvorbereitet ins Turnier zu gehen", sagt Silvia Neid weiter.

Die verbleibende Zeit in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft will die DFB-Trainerin mit dem endgültigen Kader bestreiten. Es stehen noch zwei Lehrgänge aus, in denen drei Länderspiele absolviert werden - am 3. Juni in Osnabrück gegen Italien, am 7. Juni in Aachen gegen die Niederlande und am 16. Juni in Mainz gegen Norwegen.

Quelle: DFB



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