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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Sportehrenmedaille für 15 nordrhein-westfälische Sportlerinnen und Sportler

Samstag, 09. Mai 2015

Im Rahmen des NRW Champions Dinners im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln verlieh Sportministerin Ute Schäfer die Sportehrenmedaille des Landes NRW an 15 nordrhein-westfälische Sportlerinnen und Sportler.
Mit dieser Auszeichnung werden Sportlerinnen und Sportler, die in Nordrhein-Westfalen wohnen oder für einen nordrhein-westfälischen Verein starten, zur Anerkennung besonderer Erfolge bei herausragenden internationalen Sportwettbewerben geehrt.

"Die Erfolge der Sportlerinnen und Sportler zeigen: Nordrhein-Westfalen ist als Sportland Nummer eins nicht nur ein Land des Breitensports, sondern auch ein Land des Spitzensports. Ich gratuliere allen Athletinnen und Athleten zu den großen Erfolgen der letzten Jahre und freue mich sehr, dass das Sportland Nordrhein-Westfalen von solch herausragenden 'Botschaftern des Sports', wie wir sie heute ehren, in aller Welt vorbildlich vertreten wird", sagte Schäfer.

Bei einem Dinner im Deutschen Sport- und Olympiamuseum wurden die Ehrungen vor rund 150 Gästen aus Sport, Politik, Medien und Wirtschaft vorgenommen.

 

Ausgezeichnete Sportlerinnen und Sportler:

Annika Drazek (Bob)
Annika Drazek vom BSC Winterberg wechselte vor einem halben Jahr von der Leichtathletik zum Bobsport. Seitdem ist Annika Drazek von Erfolg zu Erfolg geeilt - wie in einem Wintermärchen: Bei den Internationalen Meisterschaften von Hessen und Westfalen belegte sie den ersten Platz, es folgte der fünfte Rang bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg und die überzeugende Vorstellung bei der zentralen Leistungskontrolle im Wintersportzentrum Oberhof, wo sie die komplette Konkurrenz hinter sich ließ und sich damit ihre ersten Nominierungen für den Welt- und Europacup verdiente. Ein Wintermärchen für die
Gladbeckerin Annika Drazek begann. Bei der Heim-WM 2015 in Winterberg gewann Annika Drazek mit Pilotin Anja Schneiderheinze die Silbermedaille.

Jaqueline Lölling (Skeleton)
Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland begann 2007 mit dem Skeletonsport und gab ihr nationales Debüt im Leistungsbereich bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Winterberg. 2012 gewann sie die Goldmedaille bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck. Wenige Tage später gewann sie bei der Junioren-WM die Bronzemedaille. 2014 wurde sie in Winterberg Junioren-Weltmeisterin. Bei den Deutschen Meisterschaften 2015 gewann sie den Titel und startete anschließend bei den letzten drei Saisonrennen des Europacups, die sie allesamt für sich entscheiden konnte und Neunte im Gesamtklassement wurde. Im Februar 2015 wiederholte Lölling ihren Sieg bei der Junioren-WM in Altenberg, bei der sie in beiden Läufen jeweils einen neuen Bahnrekord erzielte. Damit qualifizierte sie sich als Junioren-Weltmeisterin auch für die Weltmeisterschaft in Winterberg. Im März dieses Jahres gewann Lölling dort überraschend hinter der amtierenden Olympiasiegerin Elizabeth Yarnold die Silbermedaille. Sie besuchte die NRW Sportschule in Winterberg.

Max Rendschmidt (Kanu)
Im Turbo-Tempo ist Max Rendschmidt in der Weltspitze angekommen. Als Kind paddelte Rendschmidt in Niederkassel auf einem Seitenarm des Rheins, inzwischen ist er Weltmeister. Das WM-Gold holte er im Zweier-Kajak mit seinem Berliner Partner Marcus Groß bei der Weltmeisterschaft 2013 in Duisburg. Das Weltmeister-Duo aus Essen und Berlin sicherte sich auch bei den Europameisterschaften 2014 und 2015 die Goldmedaille im Kajak-Zweier.

Fabienne Lütkemeier (Reiten)
Fabienne Lütkemeier kommt aus Paderborn und fand es als Kind unglaublich toll, wenn sie bei ihren Eltern vorne vor dem Sattel im Schritt mitreiten durfte. Sogar ihre Großeltern waren schon im Reitsport erfolgreich. Ihr Großvater Kurt Capellmann war lange Präsident des Aachen Laurensberger Rennvereins und ritt selbst international Grand Prix. Ihre Tante Nadine Capellmann ist bis heute erfolgreich im Dressurviereck unterwegs und gewann Medaillen bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Das Ziel von Fabienne Lütkemeier war immer der große Grand Prix-Sport. 2010 hat sie dann bei der EM alles abgeräumt: Dreimal Gold bei der EM der Jungen Reiter in Kronberg. Dann kam 2012 und das Olympiajahr hat noch eins 'draufgesetzt'. Plötzlich war sie Reservereiterin für London. 2013 ging es gleich mit Vollgas weiter: Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve konnte sie sich nach dem jeweils vierten Platz in Grand Prix und Special, tatsächlich in der Kür die Bronzemedaille sichern. Und der Traum war noch nicht zu Ende: Bei den Europameisterschaften 2013 in Herning gab es Gold mit dem Team. Bei den Weltreiterspielen 2014 in Caen sicherte sich Fabienne Lütkemeier ebenfalls die Goldmedaille mit der Mannschaft.

 

Voltigier-Team des RSV Neuss-Grimlinghausen

Voltigieren ist das Markenzeichen des RSV Neuss-Grimlinghausen. Bis zum heutigen Tag kann der Verein unzählige Erfolge - national und international - verzeichnen. Aus dem Erfolgsteam des RSV, das sich 2014 bei den Weltreiterspielen im französischen Caen den WM-Titel im Voltigieren sichern konnte, werden ausgezeichnet:

Jessica Lichtenberg
Position: Trainerin und Longenführerin. Seit 1988 im RSV Neuss-Grimlinghausen. In ihrer aktiven Karriere war sie dreimal Weltmeister, zweimal Europameister, sechsmal Deutscher Meister. Sie trainiert die erste Mannschaft seit 14 Jahren. Größter Erfolg: WM-Titel 2006 und 2014 bei den Weltreiterspielen in Aachen und Caen.

Milena Hiemann
Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2003 und machte sich in Neuss schon im Juniorteam einen Namen. Sie knüpfte im Seniorteam nahtlos an diese Erfolge an. Als "Unterfrau" übernimmt sie einen großen Teil der Kür und sorgt dafür, dass "oben" alles sicher und stabil bleibt.

Johannes Kay
Position: Untermann/Steher, voltigiert seit 2004. War zwei Jahre erfolgreich im Neusser Juniorteam, holte drei U18-EM-Titel und zog im Oktober 2013 für seine Ausbildung aus seiner Heimatstadt Flensburg nach Neuss. Der ehrgeizige junge Mann brachte neuen Schwung in die Mannschaft.
Mona Pavetic
Position: Oberfrau, voltigiert seit 2009. War schon mit dem Neusser Juniorteam erfolgreich. Die Trainerin lobt die gesunde Mischung aus Kindlichkeit und Professionalität. Sie kann Korrekturen sehr schnell umsetzen und lernt in jedem Training dazu.

Leonie Falkenberg
Position: Oberfrau, voltigiert seit 2011. Holte 2012 und 2013 den U18-EM-Titel mit dem Juniorteam und entwickelt sich allmählich zur Persönlichkeit. "Leo", wie sie genannt wird, bringt die nötige Lässigkeit ins Team, kann sich die Lockerheit in allen Situationen bewahren. Auch turnerisch kann Leonie Falkenberg überzeugen.

Julia Dammer
Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2004. Nach einem Kreuzbandriss war die Saison 2013 für sie gelaufen. Doch Julia Dammer kämpfte sich im Winter zurück. Die Schülerin bringt eine extravagante Note in die Choreografie ein.

Mats Grambusch (Hockey)
Mats Grambusch wuchs beim Gladbacher HTC auf, durchlief dort alle Jugendmannschaften und auch alle U-Nationalteams. Aktuell spielt er erfolgreich bei Rot-Weiss Köln. Seine ganze Familie ist hockeybegeistert. Für Mats Grambusch gab es den ersehnten Durchbruch auf der internationalen Bühne im August 2013. Im belgischen Boom wurden sowohl die Damen als auch die Herren des Deutschen Hockey-Bundes Europameister. Im gleichen Jahr wurde er zudem Junioren-Weltmeister.

Christian Fromm (Volleyball)
Ein großes Talent und Hoffnungsträger auf der so immens wichtigen Position des Außenangreifers ist Christian Fromm. Seine Stärken deutete er bereits in der Nachwuchszeit an, als er vor allem bei der Junioren-EM 2008 die deutsche Mannschaft zu Silber schmetterte. Der ehemalige Spieler von evivo Düren wechselte 2012 nach Italien. 2013 erreichte Fromm mit der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft in Dänemark und Polen den sechsten Platz. Mit der Nationalmannschaft gewann er bei der WM in Polen im vergangenen Jahr die Bronzemedaille.

Lukas Kampa (Volleyball)
Lukas Kampa begann die Karriere in seiner Heimatstadt beim VC Telstar Bochum. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 erreichte er mit der Nationalmannschaft den fünften Platz. Danach wechselte Kampa zum russischen Verein Lokomotiv Belgorod und gewann hier 2013 den Russischen Pokal. Im Sommer 2013 wechselte Kampa nach Italien und 2014 nach Polen zu Czarni Radom. Mit der Nationalmannschaft gewann er bei der WM 2014 in Polen die Bronzemedaille. Außerdem erhielt er bei dem Turnier eine individuelle Auszeichnung als bester Zuspieler.

Maximilian Hartung (Fechten)
Maximilian Hartung feierte bereits in der Jugend großartige Erfolge. 2005 und 2006 wurde er deutscher Meister in der A-Jugend; 2006 und 2009 war er Juniorenmeister. International gewann Hartung 2008 die Junioren-Europameisterschaften und 2009 die Junioren-Weltmeisterschaften. Bei den Fechtweltmeisterschaften 2010 belegte er bereits den fünften Platz mit der Nationalmannschaft. Bei den Europameisterschaften 2010 gewann Hartung mit der Equipe Bronze. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 belegte Max Hartung im Einzel den siebten Platz sowie den fünften Platz mit der Mannschaft. Der für den TSV Bayer Dormagen startende Hartung gewann 2014 erneut bei den Deutschen Meisterschaften mit der Mannschaft. Bei den Fecht-Weltmeisterschaften 2014 in Kasan wurde er mit der Mannschaft schließlich Weltmeister.

Benedikt Wagner (Fechten)
Benedikt Wagner ficht für den TSV Bayer Dormagen, er ist Sportsoldat in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Köln. Nach zahlreichen Mannschaftserfolgen erreichte er bei den Olympischen Spielen 2012 in London im Einzelwettbewerb das Achtelfinale. Im gleichen Jahr gewann er bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften und belegte in der Einzelwertung den zweiten Platz. Bei der Europameisterschaft 2014 in Straßburg holte er Bronze. Bei den Fecht-Weltmeisterschaften 2014 in Kasan krönte er seine bisherige Karriere und wurde mit der Mannschaft Weltmeister.



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Olympischen Spiele London 2012