Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Sportfreunde Lotte erreichen das Viertelfinale

Donnerstag, 09. Februar 2017

Mit einem 2:0 Sieg gegen den TSV 1860 München haben die Westfalen das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Dies gelang auch Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04. Nur der 1. FC Köln musste sich aus dem Wettbewerb verabschieden.

Die Sportfreunde Lotte hatten bereits Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen aus dem DFB-Pokal gekickt, nun mussten sie gegen 1860 München antreten. Das Frimo--Stadion war mit 10.056 Zuschauern restlos ausverkauft. In Lotte hatte es in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar geschneit und man hatte alle Hände voll zu tun, den Rasen bespielbar zu machen. Erst 90 Minuten vor Anpfiff entschied Schiedsrichter Christian Dingert, dass gespielt werden konnte. Münchens Trainer musste auf einige verletzte Spieler verzichten. Dennoch hatten die Gäste zu Beginn mehr vom Spiel, aber beide Teams konnten offensiv keine Zeichen setzen, was auch an dem schwer bespielbaren Rasen lag. Das änderte sich erst in der 28. Minute, als Kevin Freiberger von der Seite auf das Tor schoss, 1860-Torhüter Stefan Ortega zur Seite abwehrte und damit Jaroslaw Lindner ins Spiel brachte, der das 1:0 schoss. Nun waren die Gastgeber dominanter. In der 58. Minute wurde der ständige Einsatz von Kevin Freiberger belohnt. Er schoss das 2:0 Siegtor. Am 28. Februar erwarten die Sportfreunde dann Borussia Dortmund zum Viertelfinale.

Ein Zittersieg
Für Borussia Dortmund ist es derzeit nicht einfach. Das Verhalten einiger BVB-Besucher nach dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig, wird noch Folgen für den Verein haben. Im Pokalspiel gegen Hertha BSC wurde vorab eine Videobotschaft von Marcel Schmelzer gesendet und auch die Ansprache des Stadionsprechers Norbert Dickel war eine andere als gewöhnlich. Alle standen noch unter dem Eindruck der Taten, die nach dem vorangegangenen Spieltag geschahen.
Auf dem Spielfeld gingen die Gäste in der 27. Minute mit dem Treffer von Salomon Kalou in Führung. Erst in der 47. Minute gelang Marco Reus der Ausgleich. Obwohl der BVB in der zweiten Halbzeit deutlich überlegen war, gelang ihnen kein weiterer Treffer. So ging es in die Verlängerung, die keine Höhepunkte hatte. Nun musste das Elfmeterschießen entscheiden. Für den BVB trafen Dembelé, Aubameyang und Castro. Für Berlin Esswein und Allagui. Mit dem 3:2 Zittersieg zog Dortmund ins Viertelfinale ein.

Souveräner Auftritt
Der FC Schalke 04 trat auswärts in Sandhausen an. Nach einem ruhigen Beginn ließen die Königsblauen in der 11. Minute gleich zwei Torchancen liegen und auch Naldo schoss in der 20. Minute am Tor vorbei. Doch ab der 38. Minute ging es dann Schlag auf Schlag. Alessandro Schöpf traf zum 1:0, fünf Minuten später erhöhte Daniel Caligiuri und Naldo nutze die Nachspielzeit zum 3:0 (45+1). In der zweiten Hälfte kam der Gegentreffer aus dem Nichts. Andrew Wooten gelang in der 64. Minute der Anschlusstreffer. Doch Jewhen Konopljanka stellte in der 71. Minute den alten Abstand wieder her. Das 4:1 war dann auch das Endergebnis. Doch für einen gab es danach noch ein Highlight. Nach einer langen Verletzungspause wurde Klaas-Jan Huntelaar in der 85. Minute eingewechselt. Am 1. März werden die Königsblauen von Bayern München zum Viertelfinalspiel erwartet.

Der Fußballkrimi in Walldorf
Der Zweitligist Arminia Bielefeld trat beim Regionalligisten FC-Astoria Walldorf an. Obwohl die Bielefelder von Beginn an mehr in Ballbesitz kamen und sich auch gute Chancen erspielten, fehlte es am Abschluss. Die Walldorfer konnten immer wieder mit ihrer defensiven Leistung gefährliche Situationen entschärfen, oder Torhüter Jürgen Rennar hielt sein Team mit guten Paraden beim 0:0. Das änderte sich erst in der zweiten Halbzeit. Da kam Andreas Voglsammer ins Spiel. Er scheiterte am Walldorfer Torhüter, doch nur zwei Minuten später gelang Tom Schütz die Bielefelder Führung (52.). Das gab den Gastgebern Auftrieb, doch sie scheiterten ein ums andere mal an Bielefelds Schlussmann Wolfgang Hesl. In der 75. Minute bot sich der Arminia die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, doch David Ulm kam an Rennar nicht vorbei. Das rächte sich nur drei Minuten später. Nach einem Einwurf für die Gastgeber beförderte Marcel Carl den Ball mit dem Hinterkopf zum Ausgleich ins Tor. Arminia versuchte noch in der regulären Spielzeit ein Siegtor zu erzielen, aber es gelang nicht. Nachdem auch die Verlängerung torlos blieb entschied Elfmeterschießen. Walldorf begann und legte direkt mit einem Tor von Timo Kern vor, Fabian Klos vergab. Nachdem jeweils die nächsten beiden Schützen erfolgreich waren und es 3:2 für Walldorf stand, vergab Nicolai Groß. Nun hatte Andreas Voglsammer die Gelegenheit auszugleichen und er machte das 3:3. Thorben Stadler legte wieder vor, Christopher Nöthe glich erneut aus. Als dann beim Stand von 4:4 Jonas Kiermeier vergab, gelang Stephen Salger das Siegtor zum 5:4 für Arminia, die am 28. Februar auf Eintracht Frankfurt im Viertelfinale trifft.

Neuer Trainer, neue Zuversicht
Borussia Mönchengladbach trat bei der SpVgg Greuther Fürth an. Das Team von Trainer Dieter Hecking nahm seinen Gegner ernst und so spielte es konzentriert. Schon nach zwölf Minuten stand es 1:0 für die Fohlen. Oscar Wendt hatte zuvor nur den Pfosten getroffen, aber nach einem Zuspiel von Fabian Johnson gelang ihm die Führung. Sechs Minuten später spielte Fürth nur noch zu Zehnt. Adam Pinter sah nach einem rüden Foul die Rote Karte. Danach gab es für die Fohlen viele gute Chancen, doch das nächste Tor fiel erst nach einem weiteren Foul. Thorgan Hazard war im Strafraum zu Fall gebracht worden. Den dann fälligen Elfmeter führte er aus und erhöhte auf 2:0. Da in der zweiten Halbzeit weitere Chancen erneut ungenutzt blieben, blieb es bei diesem Spielstand. Borussia Mönchengladbach trifft nun am 1. März auf den Hamburger SV, der den 1. FC Köln mit den beiden Toren von Gideon Jung und Bobby Wood aus dem Pokalwettbewerb geschossen hatte.



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