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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Sportpolitische Überraschung: Nordkorea lädt ein Frauen-Team aus den USA ein

Mittwoch, 29. Juni 2011

Am Ende reichten sich alle die Hände - auf und neben dem Platz. Nach dem Abpfiff des WM-Spiels zwischen den USA und der Demokratischen Volksrepublik Korea im stimmungsvollen Rudolf-Harbig-Stadion standen abseits des grünen Rasens zwei weitere Begegnungen auf dem Programm. In deutscher, englischer und koreanischer Sprache begrüßten zunächst Pfarrer Holger Treutmann und Katrin Göring-Eckardt, Dresdens Sonderbotschafterin für die Frauen-WM und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, zahlreiche Fußballfans aus aller Welt zur Friedensandacht in der Frauenkirche. Zu den Gästen zählten DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, OK-Präsidentin Steffi Jones, Gerhard Mayer-Vorfelder, Klaus Reichenbach, der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes, Claudia Roth, Rudolf Seiters, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, sowie weitere Mitglieder des Deutschen Bundestages und Vertreter der Stadt Dresden. Ebenfalls in die Frauenkirche gekommen war der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy, der zuvor schon mit seiner gesamten Familie als Fan der US-Girls die Partie live im Stadion verfolgt hatte. "Mit den Friedensgedanken möchten wir anlässlich dieses Spiels ein Zeichen setzen für internationale Freundschaft und gegenseitiges Verstehen", sagte Katrin Göring-Eckardt. Frauenkirchen-Pfarrer Holger Treutmann erinnerte an die bewegte und bewegende Historie der Frauenkirche als Symbol für Frieden, internationale Freundschaft, Völkerverständigung und gegenseitiges Verstehen.

Anschließend ging es auf Einladung des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im Deutschen Bundestag und des DFB zu einem gemeinsamen Abendessen ins Kurländer Palais, an dem auch eine Delegation aus Nordkorea unter Führung von Sportminister Pak Myong Chol, dem Präsidenten des Fußball-Verbandes, Ri Jong Mu, sowie des Botschafters Nordkoreas in Deutschland, Ri Si Hong, teilnahm. "Fußball kann Brücken bauen", betonte Claudia Roth in ihrer Begrüßungsrede und brachte dabei ihre "große Hoffnung auf weitere Begegnungen auf und neben dem Spielfeld" zum Ausdruck. Erwidert wurde diese Hoffnung prompt durch den Sportminister der Demokratischen Volksrepublik Korea, indem er eine aus Sicht von Claudia Roth "sensationelle Einladung" an die USA aussprach. Er würde sich sehr freuen, wenn ein Frauen-Team aus den USA zu einem sportlichen Aufeinandertreffen nach Nordkorea käme. Danach könne man sich einen Gegenbesuch in den USA vorstellen.

Quelle: OK-FIFA Frauen-WM 2011



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