Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Titelfavorit Russland schlägt auch das DEB-Team

Montag, 08. Mai 2017

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in ihrem dritten WM-Spiel eine 3:6- Niederlage erlebt. Dennoch zeigte sie sehr viel Kampfgeist und begeisterte ihre Fans. Die drei deutschen Torschützen waren Marek Brooks (46.), Philip Gogula (49.) und Frederik Tiffels (60.).

Das entscheidende erste Drittel
Bundestrainer Marco Sturm konnte erstmals Verteidiger Christian Ehrhoff in den Kader nominieren, er stand jedoch nicht in der Startelf. Es dauerte nur 64 Sekunden, da hatte Russland das Führungstor erzielt. Nachdem je ein Powerplay zu keinem Tor führte musste Patrick Hager in die Kabine. Nach einem unüberlegten Foul an Sergei Mozyakin, bei dem dieser auf den Hinterkopf fiel und vom Spielfeld ging, erhielt er eine 5+ Matchstrafe. Damit schwächte der Stürmer sein Team sehr, denn die gut agierende Reihe Gogulla, Schütz und Hager wurde damit auseinander gerissen. Zunächst spielte man vier gegen vier, da auch Sergei Plotnikov die Strafbank hütete, doch danach hatte die Sbornaja für drei Minuten ein Powerplay und es fiel das 2:0. Das war der zweite Treffer von Vadim Shipachyov. Das nächste Powerplaytor fiel nur 65 Sekunden später. Ivan Provorov traf zum 3:0 (19.).  
 
Weitere Tore der Russen
Der Mittelabschnitt begann mit Überzahl der deutschen Mannschaft, die sie aber nicht nutzte. Nachdem Tobias Rieder schon im ersten Drittel nach einem Zusammenprall mit Brooks Macek zur Bank humpelte, fiel er nun sehr unglücklich auf sein Knie und musste in die Kabine. Es war kein glücklicher Tag für die deutsche Mannschaft. Die Sbornaja zeigte immer mehr ihre Klasse und schnürte das DEB-Team in eigenen Drittel ein. Doch diesmal war Thomas Greiss zu Stelle. Die nächste Überzahl der Russen führte jedoch zum 4:0. Diesmal traf Nikita Gusev (32.). Als er direkt danach im Alleingang auf Greiss zulief, parierte er. Doch als Nikita Kucherov dann sehenswert das 5:0 ins Netz setzte, war er chancenlos. Dennoch sah man auch, dass das DEB-Team nicht aufgab, in Überzahl gut in die Aufstellung fand, doch an Russlands Schlussmann Andrei Vasilevski scheiterte.

Das letzte energiereiche Drittel
Wer Eishockey liebt, hatte viel Spaß an dem Spiel, denn das russische Team zauberte auf dem Eis. Doch Deutschland gab sich nicht geschlagen. Obwohl die Sbornaja das DEB-Team einige Zeit im eigenen Drittel hielt, gelang es ihm sich zu befreien und Brooks Macek reagierte vor dem russischen Tor sehr schnell und schob die Scheibe zum 1:5 hinein. Dann kam eine 27 Sekunden andauernde doppelte Überzahl für das deutsche Team und es fiel das 2:5. Nach einem Schuss von Christian Ehrhoff hielt Philip Gogulla den Schläger rein. Die Scheibe rutschte durch die Beine von Vasiljevski ins Tor. Nun war Deutschland wieder da und tauchte immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Doch Russland erhöhte in der 52. Minute auf 2:6. Aber das DEB-Team stürmte weiterhin auf das russische Tor zu. Dieses Spiel der deutschen Mannschaft begeisterte die deutschen Zuschauer. Noch mehr, als dann Frederik Tiffels sehenswert das 3:6 ins Tor setzte.  

Auch wenn dieses Spiel mit 3:6 verloren ging, die deutsche Nationalmannschaft zeigte einen großen Kampfgeist und belohnte sich im letzten Drittel mit drei Toren. Am Mittwoch trifft das DEB-Team auf die Slowakei (20:15 Uhr)

Aufstellung:
Deutschland: Greiss (aus den Birken)– D. Seidenberg, Müller, Rieder, Macek, Kahun – Ehrhoff, Abeltshauser, Reimer, Ehliz, Tiffels – Reul, Hördler, Hager, Schütz, Gogulla – Krüger, Kink, Plachta, Y. Seidenberg, Fauser

Russland: Vasilevski (Sorokin) – Gavrikov, Kiselevich, Telegin, Andronov, Barabanov -  Antiopin, Belov, Dadonov, Panarin, Shipachyov – Provorov, Mironov, Kuchrov, Namestnikov, Gusev – Zuzb, Mozyakin, Plotnikov, Tkachnov

Zuschauer: 18.734

Ergebnisse der Spiele des gestrigen Tages in Köln
Italien – Russland 1:10 (10893 Zuschauer)
USA – Dänemark 7:2 (8764 Zuschauer)
Lettland – Slowakei 3:1 (8149 Zuschauer)

Paris:
Slowenien – Kanada 2:7 (9128 Zuschauer)
Finnland – Frankreich 1:5 (11433 Zuschauer)
Norwegen – Schweiz 0:3 (7782 Zuschauer)



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