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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Trotz eines Remis gegen Polen bleibt Deutschland Tabellenerster

Freitag, 17. Juni 2016

Im zweiten Gruppenspiel der Gruppe C in Saint-Denis kam die DFB-Elf nicht über ein 0:0 gegen Polen hinaus. Bundestrainer Joachim Löw empfand das Ergebnis als „Insgesamt gerecht“. Am kommenden Dienstag entscheidet sich gegen Nordirland der endgültige Tabellenstand.

Nordirland gelang am gleichen Spieltag ein 2:0 gegen die Ukraine und nimmt derzeit den dritten Platz hinter Polen und Deutschland ein. Damit hat sich Deutschland auf jeden Fall den dritten Platz gesichert. Da es aber nicht sicher ist, ob es auch einer der vier besten Gruppendritten sein würde, muss am Dienstag ein Sieg her. Polen wird im letzten Gruppenspiel gegen die bereits ausgeschiedenen Ukrainer antreten.  

Kleine Änderung in der Startelf
Bundestrainer Joachim Löw nahm nur eine einzige Änderung in der Startelf vor. Für Shkodran Mustafi kam Mats Hummels ins Team. Gegen ein starkes polnisches Team trat die DFB-Elf zunächst gut an. Innerhalb der ersten 16 Minuten kam sie zu drei Abschlüssen, die jedoch erfolglos blieben. Doch es gab auch schon die erste Gelbe Karte für Sami Khedira vom holländischen Schiedsrichter Björn Kuipers. Danach löste Polen sein starkes Abwehrverhalten auf und versuchte das deutsche Team schon früh zu stören. Immer öfter kamen Lewandowski oder Milik zu Torschüssen. In der 29. Minute gab es eine kurze Schrecksekunde, als Maczynski auf Khediras linken Fuß trat. Der Mittelfeldspieler lag mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen, konnte aber dann weiterspielen. Auf beiden Seiten wurden die Schussversuche geblockt  und so ging es torlos in die Pause.

Keine überzeugende zweite Halbzeit
Polen startet besser in die zweite Hälfte und schon nach 20 Sekunden kam Milik nach einer Flanke von Grosicki völlig frei zum Kopfball und verfehlt. Hier hätte Manuel Neuer keine Chance gehabt. Auf der anderen Seite erhielt Götze einen feinen Pass von Kroos und scheiterte an Polen-Keeper Lukasz Fabianski, der für den verletzten Wojciech Szczesny das polnische Tor hütete. Robert Lewandowski wurde gut abgesichert, meist von seinem bayrischen Teamkollegen Jérome Boateng, der insgesamt ein sehr gutes Spiel machte. So auch in der 59. Minute, als Lewandowski frei am Strafraum stand und Boateng in höchster Not klärte. Es ging hin und her in diesem temporeichen Spiel, aber es fielen keine Tore. In der 66. Minute kam André Schürrle für Mario Götze. Doch die nächste gute Chance vergab dann Polen, als der am Elfmeterpunkt freistehende Milik den Ball nicht richtig traf. Im Gegenzug klärte Fabianski einen Schuss von Mesut Ozil über die Latte. Löw nahm einen weiteren Wechsel vor und brachte Mario Gomez für Julian Draxler. Aber auch dieser Wechsel brachte nicht die gewünschte Wende, denn der Stürmer wurde zu selten in Szene gesetzt. Polen hatte auch zwei Auswechslungen vorgenommen, die nicht zum gewünschten Tor führten. Damit endete diese Partie 0:0. Unter Joachim Löw hat die DFB-Elf erst einmal ein zweites Gruppenspiel gewonnen. Das war bei der EM 2012 gegen die Niederlande.

Aufstellung: Neuer – Höwedes, Boateng, Hummels, Hector -  Khedira, Kroos – Müller, Ozil, Draxler (71. Gomez) – Götze (66. Schürrle)

Auf der Bank blieben: Leno, ter Stegen – Mustafi, Tah, Can, Kimmich Schweinsteiger, Weigl, Podolski, Sané

Weitere Ergebnisse mit NRW-Beteiligung

14.06.
Österreich – Ungarn 0:2

Dem ungarischen Team unter dem Nordrhein-Westfalen Bernd Storck ist im ersten Aufeinandertreffen mit Österreich bei einer EM ein historischer Sieg gelungen.

15.06.
Russland – Slowakei 1:2

Rumänien – Schweiz 1:1
Frankreich – Albanien 2:0

17.06.
Tschechische Republik – Kroatien 2:2
Spanien – Türkei 3:0

Ausschreitungen während der EM
Leider kommt es in Frankreich immer wieder zu Ausschreitungen. Eine blutige Auseinandersetzung zwischen hauptsächlich russischen und englischen Hooligans fand bereits am 11. Juni in Marseilles statt. Vor dem Spiel lieferten sich die Gruppen eine wüste Straßenschlacht und auch während und nach dem Spiel gingen russische Hooligans auf englische Fans vor. Die UEFA verhängte eine Strafzahlung in Höhe von 150.000 Euro und einen Ausschluss des russischen Teams auf Bewährung. Drei russische Hooligans wurden in Frankreich in einem Schnellverfahren am Donnerstag verurteilt. Gegen einen erging eine 2-jährige Haftstrafe, gegen einen weiteren 18 Monate und gegen den dritten zwölf Monate. Doch es kam auch in Köln von durchreisenden russischen Hooligans zu einer Gewalttat. Fünf Männer hatten am Donnerstag spanische Touristen auf der Domplatte angegriffen. Vier konnten sofort festgenommen werden, einer später am Flughafen Köln-Bonn. Alle sitzen zur Zeit in Untersuchungshaft. Es wird geprüft, ob sie auch an den Krawallen in Marseilles beteiligt waren.

Im heutigen Spiel zwischen Tschechien und Kroatien kamen es zu Ausschreitung zwischen kroatischen Fans. Die Partie musste in der 86. Minute unterbrochen werden, da zuvor kroatische Fans mehrfach Feuerwerkskörper auf den Rasen in St. Etienne geworfen hatten und sich im Fanblock prügelten. Die UEFA leitete Ermittlungen ein.

Neben den beiden genannten Gruppen fielen auch englische und deutsche Hooligans negativ auf.



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Olympischen Spiele London 2012