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Viertelfinale - Frederik Tiffels verwandelt eiskalt

Dienstag, 16. Mai 2017

In diesem dramatischen Spiel zwischen Deutschland und Lettland löste der Youngster Frederik Tiffels (Western Michigan University) das Viertelfinalticket für die deutsche Eishockey Nationalmannschaft. Am Donnerstag trifft das DEB-Team im Viertelfinale in Köln (20:15) auf Team Kanada.

Das Spiel zwischen Deutschland und Lettland wurde für die 18.797 Zuschauer in der Lanxess Arena zu einer nervenaufreibenden Partie. Deutschland ging mit den Toren von David Wolf (31:02) und Dennis Seidenberg (31:29) in Führung, Gunars Skvorcovs (39.), 2:2 Janis Sprukts (49.) glichen aus und Andris Dzerins (56:08) brachte die Gäste in Führung. Felix Schütz gelang in der 60. Minute der Ausgleich und er schaffte damit die Grundlage für eine torlose Nachspielzeit sowie ein Penaltyschießen, in dem Philipp Grubauer überzeugte und Frederik Tiffels das Siegtor schoss.

Bundestrainer Marco Sturm hatte sein Team umgestellt. Im Tor stand erstmals Philipp Grubauer. Leon Draisaitl lief an der Seite von Patrick Reimer und Yanis Ehliz auf. Philipp Gogulla wurde als überzähliger Stürmer erneut nicht aufgestellt. Das lettische Team war darauf fokussiert, Leon Draisaitl nicht zum Spiel kommen zu lassen. Im Tor stand wieder Elvis Merzlikins, der auch gleich im ersten Powerplay der deutschen Mannschaft geprüft wurde. Im Laufe des ersten Drittels zeigte der lettische Torhüter, warum er Toptorhüter der WM genannt wird. Aber auch Grubauer hielt seinen Kasten sauber.

Führung verspielt

Nachdem eine Unterzahl erfolgreich überstanden war, fiel das erste Tor. Reimer hatte auf Ehrhoff gepasst, der aufs Tor schoss, Merzlikins ließ abprallen und David Wolf nutze dies zu seinem ersten WM-Tor. 27 Sekunden später wiederholte sich die Situation, Marcus Kink schoss, Merzlikins ließ abprallen, Dennis Seidenberg schob die Scheibe zum 2:0 rein. Obwohl Grubauer hier schon erstklassige Paraden zeigte, konnte er nicht verhindern, dass Gunars Skvorcovs noch vor der Pause den Anschluss erzielte. Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts zeigte Frederik Tiffels wieder seine Schnelligkeit, musste aber kurzzeitig in die Kabine, nachdem er gegen die Bande geschlagen war. Danach setzten sich die Letten im deutschen Drittel fest, und Janis Sprukts traf zum 2:2. Nun lauerten die Gäste auf Spielfehler der Gegner. Als sie dann in Überzahl auf dem Eis standen, zog Uvis Balinskis von der blauen Linie ab und Andris Dzerins fälsche erstmals zur Führung (57.) ins Tor ab. Es blieben Deutschland noch 3,5 Minuten, da machte Arturs Kulda den entscheidenden Fehler, als er den Puck mit der Hand umschloss. Wegen Spielverzögerung musste er auf die Strafbank. Grubauer ging für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Leon Draisaitl versuchte den Ausgleich ins Tor zu legen, aber Merzlikins wehrte ab und die Scheibe landete bei Felix Schütz, dem der Ausgleich 33 Sekunden vor Spielende gelang. Dann ging das Spiel in die Nachspielzeit. Auf beiden Seiten gab es in den folgenden fünf Minuten Chancen, aber beide Goalies ließen nichts zu. Die Spannung wurde sowohl für die lettischen als auch für die deutschen Anhänger unerträglich, als nun Penaltyschießen entscheiden musste. Miks Indrasis und Kaspars Daugavins scheiterten an Philipp Grubauer, Roberts Bukarts verzog. Aber auch Elvis Merzlikins hielt gegen Dominik Kahun und Leon Draisaitl. Als nächster Schütze trat Frederik Tiffels an und er ließ die Lanxess Arena beben. Der 21-Jährige schoss Deutschland unter die besten Acht.

Am Donnerstag wird das deutsche Team erneut in Köln spielen. Eigentlich hätte Kanada Heimrecht (Paris), da aber vertraglich festgelegt wurde, dass im Falle des Viertelfinals der Gastgeber in Köln bleiben wird, tritt das Team Kanada nun die Reise nach Köln und Russland nach Paris an.

Aufstellung:

Deutschland: Grubauer (aus den Birken) - Ehrhoff, Hördler, Reul, Müller, Abeltshauser, Dennis Seidenberg, Krueger - Plachta, Kahun, Kink, Fauser, Tiffels, Schütz, Wolf, Draisaitl, Hager, Ehliz Yannic Seidenberg, Reimer, Macek

Lettland: Merzlikins - Sotnieks, Kulda; Cibulskis, Galvins; Balinskis, Freibergs; Bindulis - Daugavins, Dzerins, Roberts Bukarts; Sprukts, Rihards Bukarts, Indrasis; Svorcovs, Girgensons, Kenins; Pavlovs, Meija, Bicevskis; Blugers

Das sind die Viertelfinal-Paarungen, 18. Mai

Köln
16:15 Uhr USA – Finnland
20:15 Uhr Kanada – Deutschland

Paris
16:15 Uhr Russland – Tschechische Republik
20:15 Uhr Schweiz - Schweden



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