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Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
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Weitere Medaillen für NRW-Sportler

Montag, 22. August 2016

Die deutschen Fußballfrauen haben ihre erste Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewonnen. Ebenso gewannen die Kanuten eindrucksvoll Gold. Das blieb den DFB-Männern im Spiel gegen Brasilien versagt und sie verabschieden sich mit der Silbermedaille. Die Bronzemedaille sicherten sich die Hockeyfrauen und die Handballer.

Gold für die DFB-Frauen
Einen schöneren Abschied konnte sich Bundestrainerin Silvia Neid nicht wünschen. Zum Abschied schrieb ihr Team Geschichte. Zum ersten Mal gewannen die deutschen Frauen Gold bei einem olympischen Turnier.

Im Finale ging es gegen starke Schwedinnen. In letzter Minute konnte ein Schussversuch von Lisa Dahlkvist (7.) geblockt werden. Erst in der 21. Minute hatte  Melanie Leupolz mit einem Kopfball eine Führungschance, doch der Versuch ging über das Tor. Bis zur Pause hatten beide
Teams Chancen, aber es ging torlos in die zweite Halbzeit. Das wurde dann das Spiel von Dzsenifer Marozsán. Nach nur zwei gespielten Minuten bekam sie den Ball und brachte ihn unhaltbar für Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl ins Tor. Die Schwedinnen hatten kurz danach Schwierigkeiten, gefährlich vor das deutsche Tor zu kommen. Daraus resultierte dann auch ein Foul an Sara Däbritz. Marozsán trat zum Freistoß an. Sie traf aber nur den Pfosten und als Linda Sembrant versuchte den Schuss zu klären, setzte sie den Ball ins eigene Tor. So stand es nun 2:0 für Deutschland. Doch das Team von Trainerin Pia Sundhage, das ebenfalls sein erstes olympisches Finale spielte, gab nicht auf. In der 67. Minute gelang Stina Blackstenius der Anschlusstreffer. Nun wurde es spannend. Melanie Leupolz versagen die Nerven, als sie frei vor Lindahl stand und nur eine Minute später verzog Alexandra Popp (69.). In den letzten Minuten gelang es Lotta Schelin einen Pass auf Olivia Schough zu spielen und sie kam gefährlich vor das Tor von Almuth Schult, doch Marozsán war schnell und blockte noch rechtzeitig. Die Spielerin dieser Partie hatte damit das historische Gold gesichert.

Silber für die DFB-Männer
Das Team von Horst Hrubesch trat im Finale gegen Brasilien an. Seit der historischen 1:7-WM- Niederlage hatte sich Brasilien gewappnet. Daraus entstand dann ein dramatisches Spiel im Maracana. Das junge Team von Hrubesch hatte sich erstmals in ein olympisches Finale gespielt. Das war bereits ein große Leistung. Nun hieß es in diesem Hexenkessel das Beste daraus zu machen. So spielten sie dann sehr offensiv und die erste Chance hatte Julian Brandt in der 11. Minute. Nachdem auf der Gegenseite ein Schuss geblockt worden war, kam Brasiliens Superstar Neymar zum Schuss. Er verwandelte einen Freistoß zur 1:0-Führung. Das DFB-Team ließ sich nicht beirren, doch ihm fehlte das Glück. Max Meyer (31.) und Sven Bender (35.) trafen nur das Aluminium. Da sich die Brasilianer in der zweiten Halbzeit nur auf die Verwaltung ihrer Führung konzentrierten, gelang Max Meyer in der 59. Minute der 1:1-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die Verlängerung. Julian Brandt verpasste in der 97. Minute die Führung und in der 106. Minute parierte Timo Horn einen Versuch von Felipe Anderson. Nun musste Elfmeterschießen entscheiden. Als erster traf Mathias Ginter, danach glich Renato Augusto aus. Nachdem auch Serge Gnabry, Marquinhos, Julian Brandt, Rafina, Niklas Süle und Luan erfolgreich waren trat Nils Petersen an. Diesen Schuss konnte Weverton halten. Nun standen sich Neymar und Timo Horn gegenüber. Neymar traf und Brasilien gewann Gold.

Mit dieser Silbermedaille endet nun auch nach 16 Jahren die Trainerkarriere von Horst Hrubesch. Seit 1988 war es keinem Olympia-Team mehr gelungen, Edelmetall zu gewinnen. Damals gab es Bronze. Er hatte aus den jungen Spielern ein erfolgreiches Team geformt. Im Laufe der Olympiade hat es sich gesteigert und im Finale erst im Elfmeterschießen verloren. Bundestrainer Joachim Löw sagte, dass dieses Team nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen hat.

Großer Erfolg für die deutschen Kanuten
Nach der Goldmedaille im Zweierkajak gewann Max Rendschmidt seine zweite Goldmedaille im  1000m Kajak-Vierer. Für Max Hoff war es auch endlich Gold, da er zuvor im 1000m Kajak-Einer nur 7. wurde. Zusammen mit Marcus Gross und Tom Liebscher gaben die beiden NRW-Sportler alles und kamen mit deutlichen 2,9 min. schneller ins Ziel als die Slowaken. Insgesamt sind die deutschen Kanuten die besten deutschen Olympia-Athleten. 

Bronze für die Hockeyfrauen
Im Spiel um den 3. Platz traf Deutschland auf Neuseeland. Nachdem Charlotte Stapenhorst und Lisa Marie Schütze ihr Team in Führung gebracht hatten, gelang Neuseeland der Anschluss. Doch danach war die deutsche Abwehr so stark, dass es bei dem 2:1 blieb und die vierte Medaille (1984, 1992 Silber; 2004 Gold, 2016 Bronze) bei Olympischen Spielen sicher war.

Bronze für die Bad Boys
Nach der bitteren 28:29-Niederlage in der allerletzten Minute gegen Halbfinalgegner Frankreich spielte das Team von Dagur Sigurdsson um Bronze gegen Polen. Der Bundestrainer hatte sein Team mental gut eingestellt. Bis zur 13. Minute stand es 7:5 für Deutschland, dann erhöhte der Gummersbacher Julius Kühn auf 8:5 und auch mit dem 10:8 zeigte er sein Können. Doch Polen holte auf und in der 21. Minute stand es 11:11. Bis zur 25. Minute blieb der Gleichstand (14:14), doch noch vor der Pause gelang Paul Drux und Fabian Wiede die 16:14-Führung. Nach der Pause führte Deutschland lange nur mit drei Toren Unterschied. Dann nahm Dagur Sigurdsson eine Auszeit (50.). Er wollte weniger Fehler sehen, die zu Toren der Polen führten. Das setzten seine Bad Boys dann sofort um. Immer wieder kam Paul Drux zu Toren, alleine  bis zur 57. Minute war er drei Mal erfolgreich (30:26). Für das 31:27 sorgte dann wieder Julius Kühn und auch das 32:28 gelang ihm in der 60. Minute. Im Gegenzug sorgte Kamil Syprzak noch für das 29:32, doch am Gewinn der Bronzemedaille für das DHB-Team änderte das nichts mehr. Auf dem Feld standen strahlende Bad Boys um ihren Trainer. Auf den Zuschauerrängen strahlte ein weiterer Gummersbacher – Ex-Bundestrainer Heiner Brand.

Weiter Ergebnisse:
Linda Stahl beendete das Finale im Speerwurf mit 59,71m auf dem 11. Platz.

Tatjana Pinto (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Gina Lückenkämper (LG Olympia Dortmund) verpassten im 4X100m Finale gemeinsam mit Rebekka Haase und Lisa Meyer die Bronzemedaille und beendeten Olympia auf dem vierten Platz.



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Olympischen Spiele London 2012