NRWM FanFest - STARKE FRAUEN

Einundzwanzig von uns

Unser NRW-Team - "21 von uns" - ist auch dabei in den schönsten Fußballwochen im Juni und Juli bei 11 Spielen in Nordrhein-Westfalen. Es sind Top-Sportlerinnen aus Nordrhein-Westfalen, die als Botschafterinnen des Sports für dieses Land stehen. Wir porträtieren die ehemaligen Gewinnerinnen von Pokalen und Medaillen, aber auch die aktuellen Erfolgssportlerinnen sowie Talente mit Zukunft. 21 Sportlerinnen aus Nordrhein-Westfalen und das NRW-Team in der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft begleiten uns. Jedes Nationalteam ist mit 21 Spielerinnen gekommen, 21 Fußballerinnen, die sich für diese WM in ihren Heimatländern qualifiziert haben.  

Claudia Bokel - Die IOC-Dame kümmert sich nun international um das Wohl der SportlerLinda Stahl - Die Speerwerferin hat klare Ziele: 72 Meter und ihre PromotionBritta Heidemann - Eine außergewöhnliche Sportlerin, die chinesisch spricht und nun ein Buch schreibtLena Schoeneborn - Bis London heißt es für die Moderne Fünfkämpferin studieren und trainierenNadine Schmutzler - Die Ruderin ist mit der Heimat verbunden und trainiert auf Dortmunder KanälenIsabell Werth- Nach vier Olympiasiegen denkt die Dressurreiterin nicht ans KarriereendeSteffi Nerius - Die Engagierte will Speerwerfen in Deutschland populärer machenAnke Feller - Die Quereinsteigerin steht an der Spitze der NRW-SportstiftungUlrike Nasse-Meyfahrt - Zwischen zwei Olympiasiegen lag die Hochspringerin richtig am BodenAngelina Grün - Der Volleyballstar ist immer unterwegs - jetzt probiert sie Beachvolleyball
Clara Woltering - Bevor die Handball-Torhüterin Bäuerin wird, will sie in die Champions LeagueHeide Ecker-Rosendahl - Die Leverkuserin fühlt sich im Münchner Olympiastadion zu HauseJuliane Schenk - Die Gegensätzliche holt sich die Ruhe für Ihr Badmintonspiel in einer Krefelder KircheTanja Szewczenko - Die Eisprinzessin schauspielert nunStephanie Groß - Die Weltklasseringerin krabbelte schon als kleines Mädchen auf der MattePetra Quade - Die Laufschuhe der 6-fachen Olympiasiegerin liegen im Hafenbecken von SidneyIngrid Klimke - Die Olympiasiegerin wollte Lehrerin werden, nun bildet sie Pferde ausMarion Rodewald - Olympiagold, Gartenarbeit, Doktorarbeit – so entspannt die Hockey-KapitäninKatja Seizinger - Deutschlands erfolgreichste Skiläuferin fuhr ihre erste Abfahrt im WiehengebirgeSarah Poewe - Die Weltenbummlerin will nach London, muss aber zuvor zur FürstenhochzeitSilvia Neid - Die Welttrainerin gibt sich vor der Operation Titelverteidigung gelassen

Claudia Bokel | Linda Stahl | Britta Heidemann | Lena Schoeneborn | Nadine Schmutzler | Isabell Werth | Steffi Nerius | Anke Feller | Ulrike Nasse-Meyfahrt | Angelina GrünClara Woltering | Heide Ecker-Rosendahl | Juliane Schenk | Tanja Szewczenko | Stephanie Groß | Petra Quade | Ingrid Klimke | Marion Rodewald | Katja Seizinger | Sarah Poewe | Silvia Neid
(Reihenfolge der Bilder von oben links nach unten rechts. Klicken Sie auf die Bilder oder die Namen und lesen Sie das Portrait der Sportlerin)

Sport - Schule des Lebens

Sportministerin Ute Schäfer freut sich auf die Frauenfußball-WM und will den Mädchenfußball in NRW voranbringen

Das Interview führte Karl-Heinz Steinkühler

Sportministerin Ute Schäfer

Frau Schäfer, ist die Ministerin nur für Sport zuständig oder treibt sie auch aktiv Sport?

Ich bin mit Sport groß geworden. Bevor ich in die Politik gegangen bin, habe ich sehr engagiert Volleyball gespielt, bis in die Landesliga. Das habe ich mit großer Leidenschaft gemacht, mit allem, was dazugehört: Training, Spiele, Mannschaftsleben. Doch nach dem letzten Bänderriss habe ich dann gedacht: So, jetzt ist die Zeit für einen Wechsel da. Leider bleibt mir heute während meiner Arbeit nur noch Joggen und Schwimmen. Ich jogge zweimal in der Woche, morgens bevor ich ins Ministerium fahre. Das Schwimmen reduziert sich auf die Wochenenden, dann gehe ich sehr gerne in meiner Heimat ins Thermalbad von Bad Salzuflen.

Welche Bedeutung hat die Frauenfußball-WM für Nordrhein-Westfalen?

Es ist wunderbar, dass wir drei Spielorte haben; für uns sind zwei Punkte sehr wichtig. Zum einen möchten wir natürlich den Frauenfußball in Nordrhein-Westfalen nachhaltig unterstützen und stärken. Er ist eine gute Marke für unser Land. Zum anderen möchten wir uns auch bei dieser Fußball-WM gerne als das gastfreundliche, weltoffene und sportbegeisterte Bundesland zeigen, das wir sind.

Wie machen Sie das?

Die Landesregierung unterstützt die Weltmeisterschaft mit einem großen Rahmenprogramm, mit Festivals in Bochum, Leverkusen und Mönchengladbach. Wir haben zusammen mit den Partnern aus dem Tourismus einen Guide erstellt, um auch internationalen Gästen ein gutes Angebot zu machen. Die drei Städte stellen sich vor und werben für sich und auch für Nordrhein-Westfalen. Alle, die in einem Umfeld einer Fußballweltmeisterschaft dabei sind, sollen überzeugt sein, dass es sich lohnt, nach Nordrhein-Westfalen zu kommen, weil wir in Sport, in Kunst und in Kultur viel zu bieten haben.

Ihr Thema ist, war und bleibt die Bildungspolitik. Kann die Frauenfußball-WM auch genutzt werden, um diese Sportart im Schulsport interessanter zu machen?

Zunächst muss ich sagen, dass Frauenfußball vor allem Mädchenfußball ist. Mädchenfußball ist im Schulsport wirklich im Kommen. Natürlich nehmen wir die Weltmeisterschaft zum Anlass, die Schulen zu bitten, im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft das Thema im Unterricht einzubringen und die Spiele zu besuchen. Das betrifft vor allem die Schulen im Umfeld der Veranstaltungsorte. Außerdem: Wir haben in Nordrhein-Westfalen über 318 000 junge Mädchen und Frauen, die in 3100 Vereinen Fußball spielen. Außerdem fördern wir die Sportart in den drei Leistungsstützpunkten Kamen-Kaiserau, Bochum und Leverkusen.

Die Erfolge sind sichtbar, schließlich stehen sechs Spielerinnen aus NRW im Kader der deutschen Nationalmannschaft.

NRW ist eine Keimzelle für guten Frauenfußball, und wir möchten Fußball noch stärker als Integrationsmotor nutzen. Dafür haben wir ein Projekt gestartet, das heißt "Mädchen mittendrin". Junge Mädchen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte sollen über den Fußball  noch stärker in die Gesellschaft eingebunden werden. Wenn ich die Kader von Frauen- und Männernationalmannschaft vergleiche, sieht man, dass es im Bereich Integration bei den Frauen durchaus noch Potenziale gibt.

Welche Bedeutung hat der Sport heute in der Gesellschaft?

Ich bezeichne Sport gerne als Schule des Lebens. Man lernt vor allem im Mannschaftssport viele Dinge, die man im Leben gebrauchen kann. Das gemeinsame Gewinnen, das gemeinsame Verlieren, den Mannschaftsgeist, den Respekt vor anderen Menschen, das Einsetzen von Kräften und vor allen Dingen das Hinarbeiten auf ein Ziel. All diese Dinge bekommt man mit, wenn man mit dem Sport groß wird und Mitglied eines Teams ist. Deswegen ist die gesellschaftliche Bedeutung des Sports nicht zu unterschätzen. Für mich ist Sport ein Teil der Lebensbildung. Außerdem ist Sport in einzigartiger Weise geeignet, Gräben zuzuschütten, die aus welchen Gründen auch immer zwischen unterschiedlichen Nationen entstanden sind. Das gemeinsame Sportspiel ist die internationale Verständigung - da spielt Hautfarbe, Kultur, Religion keine Rolle.

Erwarten Sie wie 2006 ein Sommermärchen?

Das hängt natürlich vom Wetter ab. Ich glaube, diese Fußballweltmeisterschaft wird eine ganz eigene Ausstrahlung haben. Ein großes und fröhliches Sommerfest für alle - in den Stadien und im ganzen Land. Das wünsche ich uns!

21 von uns - Portraits

21 VON UNS

Broschüre (51 Seiten PDF, 5 MB)

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