Sportland.nrw
Nordrhein-Westfalen - Kinder und Jugendsport in der Kommune

Kommunale Sportentwicklung für Kinder und Jugendliche

Foto: Mehrere Kinder fahren mit Fahrrädern hintereinander, alle Kinder haben einen Fahrradhelm auf dem Kopf.

Bewegung, Spiel und Sport sind für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung. Sport vermittelt in seiner ganzen Vielfalt unterschiedliche Erfahrungen: Freude und Spaß an der Bewegung, motorische Fertigkeiten und Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und kognitive Fertigkeiten.

Bewegungsfreude im Kindergarten, im Sportverein oder in der Schule sorgt für bewegungsbegeisterte Kinder, prägt ihre Einstellung zu Bewegung und Sport lebenslang und legt gleichzeitig eine wichtige Grundlage für den Fachunterricht in der Schule. Dies ist inzwischen wissenschaftlich belegt und das bestätigen auch die Fachleute vor Ort–Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus den Sportvereinen.

Leider gelingt es nicht allen Kindern und Jugendlichen ihre vielfältigen Potenziale zu entfalten.

Hier setzt das neue kommunale Interventionsprojekt der Landesregierung und des Landessportbundes NRW an. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen einer Kommune ein passgenaues, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Sportangebot – möglichst in einem Sportverein – anzubieten. Im Mittelpunkt steht die individuelle und ganzheitliche Förderung, so dass sowohl talentierte als auch Kinder mit Förderbedarf erreicht werden.

Denn: „Wer Kinder erreichen will, muss wissen wo sie stehen.“

Leitet Herunterladen der Datei einKommSport-Broschüre (PDF)

Prof. Dr. Klaus Bös hält Vortragsreise im Rahmen von KommSport

Im Juni 2015 bereiste Prof. Dr. Klaus Bös – Sportwissenschaftler vom Forschungszentrum für den Schulsport in Karlsruhe (FOSS) - fünf verschiedene KommSport-Kommunen in NRW.

In den Städten Iserlohn, Bottrop, Mülheim, Minden und Köln vermittelte Prof. Bös sehr eindrucksvoll die Philosophie des Projekts „KommSport“. Er warb im Rahmen seines Vortrags sehr anschaulich für eine motivierende und intensive Sport- und Bewegungsförderung von Kindern.

An Hand wissenschaftlicher Untersuchungen konfrontierte Prof. Bös seine Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur mit der rasant zunehmenden Bewegungsarmut unserer Kinder. Er warnte auch vor den daraus resultierenden beängstigenden Folgen für die Fitness, den Gesundheitszustand und die soziale Entwicklung der heranwachsenden Generation. Dabei wusste Prof. Bös zu überzeugen, indem er darauf hinwies, dass seine Ergebnisse auf repräsentativen Daten beruhen, die er über vier Jahrzehnte Forschungsarbeit erhoben und ausgewertet hat.

Im Fokus seines Vortrags stand auch der von ihm mit entwickelte „Motorische Test für NRW“ (MT1), der im Projekt KommSport die Basis für die Auswahl förderbedürftiger Kinder bildet.

Zum Ende seines Vortrags formulierte Prof. Bös klare Forderungen an Schulen, Vereine, Kommunen und Eltern. So sollten Schulen vermehrt Freude und Spaß am Sport vermitteln, um für ein lebenslanges Sporttreiben zu motivieren. Vereine müssten vermehrt auf qualifizierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter setzen, die kindgerechte Angebote eröffnen, und die Kommune sollten attraktive Spiel- und Sportstätten sicherstellen. Aber auch die Eltern wurden in die Pflicht genommen. Sie müssten nach Bös sehr viel stärker Bewegungsvorbilder sein und gemeinsam mit ihren Kindern körperliche Bewegung in ihren Alltag integrieren.

Leitet Herunterladen der Datei einPowerPoint-Präsentation von Prof. Bös