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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Freitag, 27. September 2019
Berlin

Das Herbstfinale 2019 - "Jugend trainiert" wird 50!

Ein Hauch der großen Olympischen und Paralympischen Spiele wehte am Montag, den 23.09.19, während der Jubiläumsfeier durch das Olympiastadion Berlin, als die 4.500 Sportlerinnen und Sportler unter dem Beifall der Zuschauer länderweise hinter ihren Fahnen wie zu Beginn der ersten Spiele am 26. September 1969 ins Berliner Olympiastadion einliefen. Während damals noch ausschließlich die Sportarten Leichtathletik und Schwimmen ausgetragen wurden, hat sich daraus mittlerweile der größte Schulsportwettbewerb der Welt entwickelt mit alljährlich über 800.000 Teilnehmenden in 18 Sportarten! Mittendrin bei der Jubiläumsfeier waren deshalb auch prominente Olympiasieger, die ihre große Karriere einst mit „Jugend trainiert“ begannen: Michael Groß (Schwimmen), Heike Henkel (Hochsprung), Natascha Keller (Hockey), Jonas Reckermann (Beachvolleyball) und Britta Steffen (Schwimmen). Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten neben Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Mülle und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Richard Lutz, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr des Bundeswettbewerbs, der in einer emotionalen Rede die Wertigkeit des Sports bei der Vermittlung von Werten wie Integration, Miteinander, Wertschätzung, Fairness und Inklusion hervorhob.

Direkt nach der Feier begannen für die Schülerinnen und Schüler dann in zahlreichen Sportstätten der Sportmetropole Berlin die Wettbewerbe des Herbst-Bundesfinales, bei dem wie in den Vorjahren die Bundessieger in den Outdoor-Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Golf, Hockey,  Leichtathletik, Rudern, Tennis und Triathlon ermittelt wurden, ergänzt durch die Indoor-Sportarten Judo und Schwimmen.

Die Wettkämpfe des Bundesfinales hatten in diesem Jahr für die Tennismannschaften bereits am Sonntag, 22.09.19, mit der ersten Spielrunde begonnen, wo sich die Spielerinnen vom Bischöflichen St.-Josef-Gymnasium Bocholt den späteren Bundessiegerinnen aus Hamburg geschlagen geben mussten und somit in den an den folgenden Tagen stattfindenden Platzierungsrunden "nur" noch um die Plätze 9-16 spielen konnten, dies aber sehr erfolgreich -  am Ende erreichten sie eben diesen 9. Platz! Das Jungenteam vom Marie-Curie-Gymnasium konnte sich am ersten Tag für die Spiele um die Plätze 1-9 qualifizieren und erreichte am Ende das Finale, das wegen des einsetzenden Regens am Mittwoch in der Halle stattfand. Am Ende hieß es hier Platz 2, also Silber - Gratulation!

Die Leichtathleten durften in diesem Jahr bei sommerlichem Wetter ihre Wettkämpfe direkt im Anschluss an die Eröffnungsfeier im Olympiastadion, bzw. auf dem benachbarten Maifeld, austragen. Hier fielen dann auch die ersten Entscheidungen. In der Leichtathletik erreichte das Mädchen-Team des Norbert-Gymnasiums Knechsteden aus Dormagen in der Wettkampfklasse III einen respektablen 6. Platz. Bei den Jungen war in der WK III die Mannschaft des Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasiums für NRW am Start. Mit einem 8. Platz schlug sich das Team bei seinem ersten Auftritt auf Bundesebene sehr achtbar.

Der zweite Wettkampftag stand dann ganz im Zeichen der Qualifikationen für die Zwischenrunden und Viertelfinals in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Rudern, Schwimmen und Tennis. In den Sportarten Golf und Triathlon wurde jeweils der erste Wertungsteil (Zählspiel im Golf und Einzelwettbewerb im Triathlon) ausgetragen.

Wie am Montag herrschten auch diesem Dienstag sehr gute Wettkampfbedingungen mit wenig Wind und angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen. In der Leichtathletik standen die Entscheidungen in der WK II an, in der sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen das Landrat-Lukas-Gymnasium aus Leverkusen für NRW startete. Leider konnten beide Mannschaften keine Medaillenränge erreichen. Bei den Mädchen belegte das Team, das mit einigen Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen hatte, in der Endabrechnung den 7. Platz, die Jungen erreichten am Ende den 8. Rang. Bei den Paralympics war auch in diesem Jahr wieder die Paul-Klee-Schule aus Leichlingen als Landesmeister NRW am Start. Noch immer ist die Paul-Klee-Schule durch das Hochwasser 2018 auf verschiedene Standorte aufgeteilt und eine optimale Trainingsgestaltung somit nicht gegeben, daher ist der nach den Erfolgen der letzten Jahre der diesmalige 10. Platz als Erfolg zu werten.  

Am letzten Wettkampftag ging es dann in den anderen Sportarten um die Medaillen und Platzierungen. Im Judo konnten die NRW-Mannschaften mittlere Platzierungen erreichen. Die Jungen vom Josef-Albers-Gymnasium Bottrop belegten in der Platzierungsrunde schließlich den 10. Rang, die Mädchen vom Ruhr-Gymnasium Witten schafften es sogar in die Finalrunde und erreichten in der Endabrechnung Platz 7.

Am letzten Wettkampftag setzte dann bei bedecktem Wetter und gelegentlichem Regen der Medaillenregen für NRW ein.

Beim Schwimmen gingen für NRW in der WK IV die Mannschaften vom Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium Ratingen (Jungen) und vom Helmholtz-Gymnasium Essen (Mädchen) ins Wasser. Die Ratinger Jungen belegten nach zwei Wettkampftagen den 9. Rang, die Essener Mädchen erschwommen sich den 6. Platz. In der WK II konnte das Essener Helmholtz-Gymnasium, welches in dieser Wettkampfklasse sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen vertreten war, seinen Vorjahreserfolg wiederholen und den 3. Platz und damit die Bronze-Medaille erkämpfen! Das Jungen-Team belegte am Ende einen tollen 5. Platz.

Zum zehnten Mal in Folge war die Hugo-Kükelhaus-Schule als Vertreter von NRW beim Para Schwimmen dabei. Das Team aus Wiehl präsentierte sich gut vorbereitet und konnte im Endergebnis wie auch in den Jahren zuvor den 4. Platz erreichen. Beachtlich war auch der 5. Platz in der Inklusionsstaffel, doch noch erfreulicher als das Platzierungsergebnis war die gemeinsame Begegnung von olympischen und paralympischen Sportlern, die zeigt, dass der inklusive Gedanke in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler angekommen ist. 

Die Beach-Volleyballer erreichten an diesem letzten Wettkampftag am Ende den 14. Platz, was angesichts zweier Verletzungen und einigen knappen Spielentscheidungen ein durchaus respektables Ergebnis darstellt.  

In der Sportart Golf konnte sich das Gymnasium Essen-Werden, hinter den sehr starken Golfern aus Hamburg, im Vergleich zum Vorjahr noch um einen Platz verbessern und gewann die Silbermedaille!

Beim Fußball deckten die NRW-Mannschaften das gesamte Leistungsspektrum ab. Als aktueller Landessieger im Fußball der Förderschulen für geistige Entwicklung war in diesem Jahr die Hilda-Heinemann-Schule aus Moers am Start. Erfolgreich startete das Team ins Turnier und überzeugte mit spielerischer Stärke. Erst im Halbfinale verloren die Moerser mit 2:3 gegen das Team der Schule "An der Nassau" aus Meißen, das Spiel um den 3. Platz konnte die Kicker aus Moers allerdings wieder für sich entscheiden. Mit diesem Riesenerfolg hatte das Team nicht gerechnet, umso größer war dann der Jubel über die Bronzemedaille.

Auch in der Wettkampfklasse III gewannen die Jungen von der Gesamtschule Berger Feld aus Gelsenkirchen die Bronzemedaille. Hier wäre sogar noch mehr drin gewesen, doch im Halbfinale entschieden die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz das Elfmeterschießen knapp mit 5:4 für sich, so dass die Gelsenkirchener ins kleine Finale um den 3. Platz mussten, das sie 1:0 gegen die Vertreter aus Hessen für sich entschieden. In der WK II bei den Jungen hatte sich erstmalig die Mannschaft vom Albert-Einstein-Gymnasium Kaarst für ein Bundesfinale qualifiziert und reiste mit dementsprechend großem Respekt an. Dass sie mehr als nur mithalten konnte, zeigte sich schnell in den ersten Spielen, am Ende stand hier ein toller 7. Platz. Die Mädchenmannschaften in der WK II fanden sich am Ende auf dem 15. (Carl-Duisberg-Gymnasium Wuppertal) bzw. dem 11. Platz (Gymnasium Rodenkirchen Köln) wieder. Die Wuppertalerinnen begannen durchaus mutig, mussten dann im weiteren Turnierverlauf aber den körperlich und spielerisch überlegenen Mannschaften den Vortritt lassen. Auch die Kölnerinnen zeigten guten Fußball, hier wäre mit etwas mehr Spielglück auch eine bessere Platzierung möglich gewesen.

Im Südosten von Berlin ging es für die Ruderer um Titel, Medaillen und Platzierungen. Neben drei 5. Plätzen sowie einem 9. und einem 4. Platz konnten auch Medaillen eingefahren werden. Der Doppel-Vierer m. St. (Jungen WK III) des Besselgymnasiums aus Minden sicherte sich die Bronzemedaille. Noch besser machte es zwei andere Teams aus Minden, die sich im Gig-Vierer m. St. (Jungen WK II) sowie im Gig-Doppelvierer m. St. (Mädchen WK II) die Goldmedaille sichern konnten und somit den ersten Doppelsieg des Besselgymnasiums auf Bundesebene seit 1987 einfuhren!

In Berlin kämpften auch die Hockeyspieler um Medaillen und Platzierungen. Das Mädchen-Team vom Städt. Gymnasium Broich aus Mülheim/Ruhr erspielte sich einen guten 5. Platz. Ähnlich schnitten die Jungen vom Städt. Apostel-Gymnasium aus Köln ab, das sich am Ende den 6. Platz sicherte.

Eine weitere Entscheidung fiel im Olympiapark von Berlin im Triathlon. Nach dem Einzelwettbewerb am Dienstag und dem abschließenden Mannschaftswettbewerb am Mittwoch sicherte sich das Team vom Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte, das ebenfalls erstmalig an einem Bundesfinale teilnahm, einen respektablen 8. Platz. Den Abschluss einer tollen und ereignisreichen Woche bildete dann die große Abschlussfeier in der Max-Schmeling-Halle in Berlin.

Weitere Infos, Bilder und Ergebnisse zum Herbstfinale 2019 gibt es bei Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.jugendtrainiert.com.