Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Samstag, 11. Mai 2019
Berlin

Frühjahrsfinale Jugend trainiert für Olympia & Paralympics 2019

In diesem Jahr feiert der Bundeswettbewerb der Schulen Jugend trainiert für Olympia seinen 50sten Geburtstag. Jugend trainiert für Olympia wurde 1969 im Vorfeld der Olympischen Spiele in München aus der Taufe gehoben und hat sich in dieser Zeit zum größten Schulsportwettbewerb der Welt entwickelt. Vor einigen Jahren kam der Wettbewerb Jugend trainiert für Paralympics hinzu. Seit diesem Jahr firmieren beide Wettbewerbe gemeinsam unter dem Label Jugend trainiert für Olympia & Paralympics.

Im Jubiläumsjahr konnten die Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen ihre besten Leistungen abrufen und in der Endabrechnung mit drei goldenen, vier silbernen und zwei bronzenen Medaillen, wie schon beim letzten Frühjahrsfinale, den ersten Plätz in der Länderwertung belegen.

Die ersten Entscheidungen fielen traditionsgemäß beim Gerätturnen. Die Turnerinnen und Turner aus NRW belegten hierbei sehr beachtliche vordere Plätze. Mit Rang 5 für die Bischöfliche Canisiusschule aus Ahaus (Mädchen WK III), ebenfalls Rang 5 für die Cusanus-Gymnasium aus Erkelenz (Mädchen WK IV) und Rang 7 für die Kardinal-von-Galen-Realschule aus Mettingen (Jungen WK IV) reichte es zwar nicht ganz für die erhoffte Medaille im Gerätturnen, dennoch präsentierten die Landesmeister aus Nordrhein-Westfalen einen tollen Wettkampf in der Schöneberger Sporthalle.

In der Sportart Goalball (JTFP) war mit der LVR Karl-Tietenberg-Schule aus Düsseldorf der Vizemeister des Vorjahres auch in diesem Jahr bei dem Bundesfinale dabei. Nach einer starken Leistung und drei Siegen in der Vorrunde ging am zweiten Spieltag der Spielfluss der Mannschaft leider verloren. Mit einer klaren Niederlage im Halbfinale gegen den späteren Bundesieger konnte auch leider das kleine Finale um Platz drei gegen die John-Peter-Schäfer-Schule aus Friedberg nicht gewonnen werden. Auch wenn die Erwartungen der Mannschaft höher waren, so ist Platz vier im Goalballranking der Schulmannschaften Deutschlands dennoch als Erfolg zu werten.

Im Volleyball wurde Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr von den Mannschaften den beiden Münsteraner Mannschaften vom Pascal-Gymnasium (Mädchen WK II) und vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium (Mädchen WK III), sowie vom Carl-Humann-Gymnasium aus Essen (Jungen WK II) und vom Reismann-Gymnasium aus Paderborn vertreten. Die Mannschaft vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, welche erst als Nachrücker in das Landesfinale gelangte und dieses überaschenderweise gewinnen konnte, musste ein wenig der Aufregung der Erstteilnahme am Bundesfinale Tribut zollen und belegte am Ende den zwölften Platz. Einen Rang besser (11) platzierte sich das Team aus Paderborn. Auf Rang 5 landeten die Humänner aus Essen, die leider ihre Viertelfinalbegegnung in einem hartumkämpften Match über drei Sätze gegen das Team aus Schwerin verloren. Für die erste Medaille sorgten die WK II Mädchen vom Pascal-Gymnasium. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft aus Münster holte sich nach einem nur äußerst knapp verlorenen Halbfinale und einem großen Kampf im Spiel um Platz 3 die im Vorfeld nicht erwartete Bronzemedaille.

Beim Handball trat Nordrhein-Westfalen beim diesjährigen Bundesfinale mit den Landesmeistern von der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule aus Solingen (Jungen und Mädchen WK III), vom Besselgymnasium aus Minden (Jungen WK II) und vom Städtischen Lindengymnasium (Mädchen WK II) aus Gummersbach an. Nach der Silbermedaille im letzten Jahr in der WK III konnten die Gummersbacher Mädchen diesen Erfolg beim älteren Jahrgang leider nicht wiederholen. Dennoch war der fünfte Platz in der Endabrechnung aller Ehren wert. Das zweite Edelmetall für NRW lieferten die Jungen vom Besselgymnasium. Nachdem das Halbfinale denkbar knapp mit 15:16 gegen die Sportschule aus Potsdam verloren ging, wurden im Spiel um Platz 3 noch einmal alle Kräfte mobilisiert und mit einem klaren Sieg gegen Magdeburg verdient die Bronzemedaille gesichert. Mit einer großartigen Bilanz im Gepäck kommt in diesem Jahr die Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule zurück nach Solingen. Denkbar knapp und unglücklich verloren die starken Solingerinnen ihr Halbfinalspiel. Erst in der Verlängerung unterlagen die FALS-Mädchen mit 19:20 und hatten nach diesem kräftezehrenden Spiel nicht mehr die Kraft das Spiel um Platz zu gewinnen. Nach kurzer Betrübnis feuerten die Mädchen danach die FALS-Jungen im Endspiel gegen das Team aus Potsdam an. Nachdem die Solinger bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen durch den Wettbewerb marschiert waren, mussten sie sich im Endspiel einem körperlich klar überlegenen Team aus Brandenburg geschlagen geben. Mit einer Silbermedaille aus der Hand von Handball-Bundetrainer Christian Prokop und einem vierten Platz wurde eine starke Leistung und gute Aufbauarbeit belohnt.

Beim Basketball war es denn endlich soweit … die erste Goldmedaille für Nordrhein-Westfalen! Die „großen“ Mädchen (WK II) von Schloss Hagerhof aus Bad Honnef sicherten sich nach einem nervösen Beginn im Endspiel gegen die Mannschaft aus Niedersachsen mit 38:34 hochverdient den Titel des Bundessiegers 2019. Und hätte es an diesem Tag auch mit den Freiwürfen geklappt, wäre der Sieg noch weitaus deutlicher ausgefallen. Dennoch war der Jubel bei den vielen mitangereisten Fans aus Bad Honnef groß, zumal die „kleinen“ Mädchen (WK III) vom Hagerhof den vierten Platz belegten und damit, ebenso wie die Handballer aus Solingen, eine großartige Schulbilanz abgeliefert wurde. Komplettiert wurde die starke Basketballbilanz durch die beiden vierten Plätze für das Theodor-Heuss-Gymnasium aus Hagen und das Pascal-Gymnasium aus Münster. Beide Mannschaften verfehlten Edelmetall im Spiel um Platz denkbar knapp mit nur einem Punkt Unterschied … bei den Hagenern unglücklicherweise durch einen „Buzzer Beater“. Komplettiert wurde die starke Bilanz im Basketball durch den fünften Platz im Rollstuhlbasketball durch die Dietrich-Bonhoeffer-Schule aus Bedburg-Hau. Im Bereich JTFP musste sich die Dietrich Bonhoeffer Schule aus Bedburg-Hau bei ihrer Premiere erst an die Atmosphäre eines Bundesfinals gewöhnen und startete mit einer Niederlage ins Turnier. Als Vorrundendritter gab es dann eine Niederlage im Viertelfinale, so dass die Dietrich Bonhoeffer Rollibasketballer ihr Finalspiel um Platz fünf gegen die Erich Kästner Schule aus Langen hatten, was sie erfolgreich mit 16:12 gewinnen konnten. Auch dies ist als Erfolg bei ihrer paralympischen Premiere zu verzeichnen. Schmerzlich war für das Team der Dietrich Bonhoeffer Schule und eine ihrer Teamspielerin eine Handverletzung schon im ersten Turnierspiel, das ein Ausscheiden für das Turnier zur Folge hatte. Punktmäßig nach den Klassifizierungskriterien hätte das Team der Dietrich Bonhoeffer Schule dann nur noch mit vier anstatt fünf Spielern das Turnier zu Ende spielen können. Doch sportlich fair stimmten alle Turnierteilnehmer zu, dass die Bonhoeffer Schule weiterhin mit 5 Spielern und 0,5 Klassifizierungspunkten mehr als eigentlich zugelassen weiterspielen durfte (11,5 statt 11,0 Punkten). Für diese sportlich absolut faire Geste bekamen alle teilnehmenden Mannschaften des Rollstuhlbasketballturniers den erstmals zu vergebenden Fairnesspreis bei der Siegerehrung in der Max Schmeling Halle verliehen.

Das Tischtennisbundesfinale fand auch in diesem Jahr wieder hervorragend organisiert im inklusiven Rahmen im Horst-Kober Sportzentrum statt. In dieser Sportart fiel aus NRW-Sicht der größte Medaillenregen. Die Goldmedaille für den Seriensieger vom Lessing-Gymnasium aus Düsseldorf war schon fast erwartet worden. Dennoch mussten die Düsseldorfer WK II Jungen in diesem Jahr besonders um den Erfolg kämpfen. Im Endspiel gegen die Humboldtschule aus Hannover lag das Team schon 1:4 zurück. Mit einer Energieleistung und aller Erfahrung aus Finalspielen gaben die Jungen danach aber keinen Punkt mehr ab und konnten sich die Goldmedaille mit einem 5:4 Sieg noch einmal sichern. Für zwei nicht erwartete Silbermedaillen sorgten die Mannschaften vom Hüffertgymnasium aus Warburg (Mädchen WK II) und vom St. Pius Gymnasium aus Coesfeld (Mädchen WK III). Nachdem es im letzten bzw. vorletzten Jahr jeweils zu Platz 5 gelangt hatte, hieß das Ziel für beide Schulen in diesem Jahr „einen Rang besser“. Mit konzentrierten Mannschaftsleistungen kämpften sich beide Schulmannschaften bis in die Endspiele, wo man sich dann einem jeweils deutlich überlegenen Gegner beugen musste. Dennoch waren sowohl die Warburger als auch die Coesfelder Mädchen überglücklich über die Sibermedaille. Den Gesamterfolg im Tischtennis komplettierte die JTFP-Mannschaft der Oberlinschule aus Wetter mit einem tollen vierten Platz bei ihrer Erstteilnahme an einem Bundesfinale. In die Vorrunde starteten die Volmarsteiner mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage, was im Endergebnis zu Platz zwei in der Vorrunde führte. Nach einer Niederlage im Halbfinale stand die Oberlinschule im kleinen Finale um Platz drei. Dieses Spiel ging mit 2:4 knapp verloren, die Strapazen von zwei langen Turniertagen war dabei den Schülern deutlich anzumerken.

Für das letzte Edelmetall beim Frühjahrsfinale sorgte die „Medaillenschmiede“ der Luisenschule aus Mülheim/Ruhr beim Badminton. Nachdem die Vorrunden sowohl von der WK II als auch von der WK III-Mannschaft der Luisenschule souverän gewonnen wurden, kam es in beiden Endspiele zu dem Duell gegen den  ewigen Rivalen der Stadtteilschule Alter Teichweg aus Hamburg. In der WK II waren die Hamburger in diesem Jahr stärker, so dass für die Mülheimer Mädchen und Jungen die Silbermedaille blieb. Im Endspiel der WK III waren die Mülheimer jedoch einfach zu stark für die Hamburger und siegten hier souverän mit 6:1. Mit einer goldenen und einen silbernen Medaille im Gepäck fährt die Luisenschule nun als erfolgreichste NRW-Schule vom Frühjahrsfinale 2019 zurück.

Mit dieser großartigen Gesamtmannschaftsbilanz konnten die NRW-Mannschaften  die Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle so richtig genießen und ließen es denn bei der abschließenden Disco dann auch so richtig krachen.

www.sport-pol-online.de/jtfo/index.php