Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Freitag, 05. Oktober 2012

6x Gold, 1x Silber und 1x Bronze in Berlin !!

Vom 23.-27.10.2012 kämpften in der Bundeshauptstadt die besten Nachwuchssportler Deutschlands um den begehrten Titel des Bundessiegers in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Golf, Hockey, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis und Triathlon.

Am Anreisetag wimmelte es im architektonisch und logistisch beeindruckenden Berliner Hauptbahnhof nur so von Athleten. Fast alle Teams waren anhand ihrer Teamkleidung zu erkennen. "Viel anders kann es bei den echten Olympischen Spielen auch nicht sein. . ." war da von einem Teilnehmer zu hören, der sein schweres Sportgepäck vom Bahnsteig in das Untergeschoss des Bahnhofs schleppen musste. Dort befand sich das Akkreditierungsbüro, in dem die Sportler ihre Teilnehmerausweise und alle notwendigen Unterlagen abholen konnten. Mit der kultigen JTFO-Jacke der Sponsoren ausgestattet ging es dann zu den verschiedenen Unterkünften im Stadtgebiet.

JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, der größte Schulsportwettbewerb der Welt, hat auch nach Jahrzehnten immer noch nichts an Faszination verloren. Beim 84. Bundesfinale waren es in diesem Herbst 28 Schulmannschaften, die unser Bundesland in Berlin vertreten durften. Insgesamt waren ca. 4000 Schüler aus ganz Deutschland beteiligt.

Rudern

Der beeindruckendste Erfolg gelang dem WKII-Ruderteam des Theodor-Heuss-Gymnasiums aus Essen. In unveränderter Besetzung konnten die Mädchen zum 3 Mal hintereinander das Bundesfinale im Gig-Doppel-Vierer gewinnen. Eine in der Geschichte von JTFO vermutlich einmalige Leistung !! Marcel Hacker, Olmpiasechster von London, überreichte die Medaillen an die stolzen Mädels. Das Jungen-Pendant der Schule erzielte einen beeindruckenden 4. Platz.

Die Wettkämpfe fanden auf der ehrwürdigen Regattabahn in Berlin-Grünau statt, der ältesten noch in Betrieb befindlichen Sportstätte Berlins. Bereits 1880 gab es hier das erste Rennen und schon bei den Olympischen Spielen 1936 wurde hier gefightet.

Für eine Komplettierung des Medaillensatzes sorgten die Ruderer vom Bessel-Gymnasium aus Minden. Der WKII-Achter holten die Silbermedaille und der WKII-Doppelvierer der Mädchen die Bronze-Medaille. Darüber hinaus gab es für die Mindener Jungen auch noch einen 4. Platz im WKIII-Doppelvierer und einen 5.Platz mit dem WKII-Gig-Vierer. Fantastisch ! In der Bootsklasse WKIII-Doppelvierer der Mädchen belegte das Herder-Gymnasium aus Minden den 9. Platz.

Fußball

"Was die Ruderer können, können wir auch !", dachten sich unsere Kicker und legten noch einen drauf. Kaum zu glauben - aber die Sieger aus allen 3 Jungen-Fußballturnieren kommen aus Nordrhein-Westfalen !!!

Das WKIII-Fußballteam des Lessing-Gymnasiums aus Düsseldorf gewinnt zum ersten Mal in seiner Geschichte das Bundesfinale ! Nach einem durchwachsenen Start mit zwei Unentschieden gegen Schleswig-Holstein und Sachsen konnten die Lessingkicker sich mit einem überzeugenden 4:0 Sieg gegen Mecklenburg-Vorpommern doch noch für das Viertelfinale qualifizieren. Hier wartete der Gastgeber Berlin, der nach einer überragenden Mannschaftsleistung mit 1:0 bezwungen werden konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Team Lessing von einer Welle der Euphorie getragen; so trafen die jungen Lessingkicker im Halbfinale auf die favorisierte Eliteschule des Fußballs aus Karlsruhe, die in einem von Spannung geprägten Spiel schließlich verdient mit 3:1 geschlagen wurde. Am Abschlusstag kam es folglich vor beeindruckender Kulisse im Hauptstadion zum großen Finale gegen Schleswig-Holstein! Das Team Lessing war gewarnt, hatte man sich doch bereits in der Gruppenphase mit einem gerechten 1:1 getrennt. So waren die ersten 20 Minuten von taktischem "Abtasten" beider Mannschaften geprägt, ehe letztlich der (Tor-) Bann brach und sich die Lessing-Jungs in einen Rausch spielten- 6:0 hieß es letztlich in einem in allen Mannschaftsteilen überragend geführten Spiel! Auch das Publikum hatten die jungen  Düsseldorfer längst auf ihre Seite gezogen, so dass der Schlusspfiff frenetisch bejubelt wurde und die Siegesfeier beginnen konnte...

Auch die Teilnehmer in der Wettkampfklasse II spielten im Stadion des Traditionsclubs Dynamo Berlin und den angrenzenden Trainingsplätze um die Medaillen. Das Endspiel zwischen der Gesamtschule Bergerfeld und dem Gymnasium Links der Weser aus Bremen geriet zum Krimi. Zum Ende der regulären Spielzeit stand es 3:3. Auch die Spielverlängerung und die ersten 10 Schüsse im anschließenden Elfmeterschießen brachten keinen Entscheid. Die Nerven lagen blank. Erst nach weiteren Torversuchen gelang den Gelsenkirchenern, darunter mehrere U17-Nationalspieler, das finale und alles entscheidende Tor. Musste man sich noch im Vorjahr mit dem undankbaren 4. Platz zufriedengeben, kannte der Jubel dieses Mal keine Grenzen. Auch der zum Endspiel eigens angereiste Schulleiter war total aus dem Häuschen. Herr Dr. Hans-Dieter Drewitz, Vize-Präsident des DFB, überreichte die ersten Glückwünsche.

Die dritte Fußball-Goldmedaille ging schließlich an das Team der Papst-Johannes-Schule aus Münster. Im JTFP-Demonstrationswettbewerb für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung wurden durch Qualifikationsspiele am ersten Tag die Gruppen festgelegt. In den darauffolgenden Spielrunden zeigten die Kicker aus Münster ihr wahres Können und konnten auch das Endspiel gegen die Heimsonderschule Haslachmühle aus Baden-Württemberg gewinnen. Spieler und Betreuer waren von dem völlig überraschenden Sieg der Mannschaft total überwältigt.

Während die Jungens das Sportforum unsicher machten, war das Berliner Poststadion fest in Mädchenhand. Die WKII-Girls des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums aus Münster erwischten einen denkbar schwachen Start und mussten in der Vorrunde bereits drei Niederlagen einstecken. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Neben dem abschließenden 14. Platz nahm man schließlich auch fantastische Eindrücke aus der Bundeshauptstadt mit nach Hause.

Besser lief es bei der WKIII-Mannschaft der Gesamtschule Hünxe. Mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden schloss man als Zweiter die Vorrunde ab. Tolle Leistungen im weiteren Turnierverlauf wurden schließlich mit einem beachtlichen 8. Platz in der Abschlusstabelle belohnt.

Beach-Volleyball

Nach überaus spannenden Spielen bei den NRW-Landesmeisterschaften hatte sich bei den Beach-Volleyballern die Mannschaft vom Gymnasium Adolfinum für das Bundesfinale qualifiziert. Auf der riesigen Anlage BEACH MITTE in Berlin wurde das Turnier ausgespielt. Wettkampf- und Partyatmosphäre vereint sich beim Beach-Volleyball in besonderem Maße. Und das ist wohl der Grund, warum die Mädels und Jungens aus Moers bis zum Halbfinale nicht zu stoppen waren. Erst dort musste man sich dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin mit 3:0 geschlagen geben. Super 4. Platz !!

Golf

Wenn Berliner über einen Ort in "the middle of nowhere" sprechen., sagen sie "jwd-janz weit draußen". Das trifft auf den Golf-Club Gatow im Südwesten Berlins in besonderem Maße zu. In unmittelbarer Nachbarschaft einer alten Fliegerkaserne liegt der Platz direkt an der Havel, umgeben von alten Bäumen.

Die WKII-Mixed-Mannschaft des Theodor-Fliedner-Gymnasiums aus Düsseldorf musste insgesamt 2 Wettspiele über 18 Löcher bestreiten (Vierer und Einzel). Der Lohn für ein gutes Spiel war ein beachtlicher 8. Platz. Damit wurden 8 Mannschaften auf die hinteren Plätze verwiesen.

Hockey

Ähnlich wie die Ruderinnen, konnten auch die WKIII-Hockey-Mädels von der Luisenschule aus Mühlheim ihren Bundessieger-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Einfach unglaublich !! Bereits zu Beginn des Turniers ließen es die Mädels richtig krachen. 5:2, 10:0 und 11:2 waren die ersten Ergebnisse aus der Vorrunde. Und so ging es weiter. Über einen Tabellenstand von 11:2 Toren in der Zwischenrunde erreichte man schließlich das Endspiel. Mit einem überlegenen 7:1 Sieg über das Ökumenische Gymnasium zu Bremen setzte sich die Mannschaft ein Denkmal.

Ebenso fantastisch verlief das Turnier bei der WKIII-Jungenmannschaft vom Gymnasium am Moltkeplatz in Krefeld. Nach Abschluss von Vorrunde und Zwischenrunde konnte man ein Gesamt-Torverhältnis von 40:5 (!) vorweisen. Und auch im Endspiel gegen das Karolinen-Gymnasium aus Frankenthal (RP) behielt man mit 2:1 die Oberhand. Das bedeutete die 6. Goldmedaille für Nordrhein-Westfalen!!

Leichtathletik

Die Leichtathletikwettkämpfe im Mommsenstadion wurden von den herausragenden Leistungen der Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern bestimmt. Alleine drei der vier Goldmedaillen gingen an die Schülerinnen und Schüler des Sportgymnasiums Neubrandenburg. Da hatten es die Teilnehmer aus NRW schwer.

Die beste Platzierung erzielte die WKII-Mädchenmannschaft des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden aus Dormagen. Mit 7624 Punkten gelang ein guter 7. Platz.

Sehr zufrieden mit ihren Leistungen konnten auch die WKIII-Jungen vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Oberhausen sein. Sie glänzten als achtbeste Mannschaft Deutschlands und konnten 7857 Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Besonders stolz machte die Athleten die Tatsache, dass letztmalig vor 30 Jahren eine Leichtathletikmannschaft des Oberhausener Gymnasiums bei einem Bundesfinale vertreten war.

Das Landrat-Lucas-Gymnasium aus Leverkusen ging als amtierender Bundessieger bei den WKII-Jungen verletzungsgeschwächt an den Start. Zum Schluss des Wettkampftages belegte man den 10. Platz und musste sich dem neuen Bundesieger aus Neubrandenburg mit einer Differenz von 464 Punkten deutlich geschlagen geben.

Vierte Leichtathletik-Mannschaft im Bunde war die Mädchen-WKIII-Mannschaft vom Gymnasium aus Netphen. Nachdem fünf andere Bundesländer bezwungen wurden blieb der Mannschaft ein 11. Platz und eine Erinnerung an einen tollen Wettkampftag bei optimalen äußeren Bedingungen.

Schwimmen

Auf ähnliche Kräfteverhältnisse wie die Leichtathleten trafen auch unsere Schwimmer bei ihren Wettkämpfen in der riesigen Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark. Hier kam die Übermacht vom Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, das drei Gold- und eine Silbermedaille mit nach Hause nehmen konnte.

Das Erlebnis, in dieser Halle einmal starten zu dürfen, war für alle Athleten etwas Einzigartiges.

Das Helmholtz-Gymnasium aus Essen hatte sich über die Landesmeisterschaften gleich zweimal für das Bundesfinale qualifiziert. Die Mädchen WKIII konnten sich über einen 7. Platz und die Nachwuchsschwimmer der WKIV über einen 13. Platz freuen. Elfte Plätze belegten das Carl-Fuhlrott-Gymnasium aus Wuppertal in der WKIII der Jungen und die Mädchen vom Marianne-Weber-Gymnasium aus Lemgo in der WKIV.

Tennis

Das Bundesfinale im wohl schönsten Tennis-Club Deutschlands ist für alle jungen Cracks ein Highlight in ihrer Karriere. Einmal auf dem berühmten und begrünten Center Court am Waldmeisterweg im Grunewald aufschlagen, davon träumen nicht nur die Profis. Für die Teilnehmer unserer beiden Mannschaften wurde dieser Traum jetzt wahr.

Vorbildlich von Ihren Begleitern betreut  wurde in jedem Match hochklassiges Tennis gezeigt. Das Ambiente der Anlage trieb zu Höchstleistungen. Die WKIII-Mädchen der Bischöflichen Marienschule Mönchengladbach konnten mit einem tollen 7. Platz abschließen. Die WKII-Jungen des Franz-Meyers-Gymnasium aus Mönchengladbach belegten Platz 9 in der Abschlusstabelle.

Triathlon

Die Mannschaft des Goethe-Gymnasiums aus Dortmund hatte sich für die Teilnahme am WKIII-Triathlon-Finale qualifiziert. Neben dem klassischen Wettbewerb am ersten Wettkampftag (200 Schwimmen/3km Radfahren/1000m Laufen) war ein Tag später Teamleistung gefragt. Hier kam es auf die Endzeiten der beiden Staffeln an. Für die Gesamtwertung wurden alle Zeiten addiert. Die Ironkids aus der Ruhrmetropole belegten abschließend einen super fünften Platz.

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer !!

Weitere Ergebnisse hier:
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.sport-pol-online.de/jtfo


Landessportfest der Schulen