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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Montag, 12. Mai 2014

Bundesfinale Frühjahr 2014

Bundesfinale Frühjahr 2014

Bundesfinale Frühjahr 2014

Bundesfinale Frühjahr 2014

Bundesfinale Frühjahr 2014

Die besten Schulmannschaften Deutschlands in den Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Goalball, Handball, Rollstuhlbasketball, Tischtennis und Volleyball, trafen sich vom 6.-10. Mai in Berlin zum Finale „JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA und JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS“.

Bereits seit 45 Jahren ist die Deutsche Hauptstadt Gastgeber für Bundesfinalveranstaltungen. Die Teilnahme ist von je her für alle Schülerinnen und Schüler eine gute Gelegenheit, sich mit den Landessiegern aus den anderen Bundesländern im fairen Wettkampf zu messen und neue Freunde zu finden. Auch ist es inzwischen selbstverständlich, dass behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler aus der großen „JUGEND TRAINIERT“- Familie gemeinsam ihre Bundesieger ermitteln.

Aktuelle Presseinformationen, wonach fehlende Gelder zukünftig das „Aus“ für die Finalveranstaltungen in Berlin bedeuten könnten, bereiteten bereits im Vorfeld allen Teilnehmern und Offiziellen großes Kopfzerbrechen. Kein Wunder also, dass diese Sachlage auch zum großen Thema bei der mit hochkarätigen Ehrengästen besetzten Eröffnungsfeier wurde.

Alle Redner waren der Meinung, dass man diesem, mit jährlich insgesamt 800.000 teilnehmenden Schülern größten Schulsportwettbewerb der Welt, nicht die Unterstützung entziehen darf. „Wenn nicht in der Schule, wo denn sonst werden die Kinder und Jugendlichen an das wettkampfmäßige Sporttreiben herangeführt ?“, sagte ein Redner sehr treffend.

An den 3 Wettkampftagen ging es an den verschiedenen Sportstätten richtig zur Sache. Alle Mannschaften wollten sich selbstverständlich möglichst weit oben in den Ergebnislisten platzieren.

Höhepunkt der Finalwoche war am letzten Abend die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle, die mit einem Fahneneinmarsch, dem Entzünden der JTFO-Flamme und dem Singen der Nationalhymne von ca. 3000 Zuschauer begann.

Im 2-stündigen Programm jagte ein Höhepunkt den nächsten.

Neben der Medaillenvergabe an die 3 besten Mannschaften jeder Wettkampfklasse gab es mehrere, großartige Show Acts, bevor der Hauptdarsteller des Musicals „ We will rock you“ den Titelsong live zum Besten gab und damit zur ersehnten Abschlussparty in den Katakomben der Halle überleitet.

Das wichtigste Signal des Abends gab allerdings der Präsident des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), Alfons Hörmann, höchstpersönlich. Auch er machte in einem Interview deutlich, wie wichtig ihm der Wettbewerb der Schulen ist. Sein Statement wurde mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Badminton

Das Badmintonturnier fand in den Nebenhallen der riesigen Max-Schmeling-Halle statt. Wie bereits im letzten Jahr, waren für NRW die Teams vom St. Antonius-Gymnasium Lüdinghausen (WKII) und von der Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen (WKIII) am Start. Als Mixed-Teams angetreten, mussten pro Spiel vier Einzel (2xJu, 2xMä) und drei Doppel (Ju, Mä, Mix) absolviert werden.

Beide Mannschaften schafften es mit zwei Siegen und einer Niederlange zunächst in das Viertelfinale, mussten sich dort aber geschlagen geben. In der Qualifikationsrunde fand man dann zu alter Stärke zurück und konnte abschließend mit einem fünften Platz in der Tasche zufrieden nach Hause gehen.

Erneut interessant war der parallele Turnierverlauf unserer beiden Teams, denn beim Bundesfinale 2013 wurde man „gemeinsam“ Sechster.

Basketball

In der WKII sorgten die Mädels vom Schloss Hagerhof Bad Honnef (WKII) für Krimi-Atmosphäre. Mit drei gewonnen Spielen in der Vorrunde und einem Punktestand von 4:2 zog man in das Halbfinale ein. In einem atemraubenden Duell mit der Mannschaft von der Theo-Koch-Schule aus Grünberg hatten die Hessen beim Abpfiff und einem Spielstand von 41:40 n.V. die Nase allerdings vorn. Strahlende Gesichter gab es dann doch noch bei der Siegerehrung, denn das Spiel um den 3. Platz gegen das Sportgymnasium aus Chemnitz wurde von den Mädels aus der Talentschmiede am Rhein mit 42:23 klar gewonnen.

In der Finalzeitung sogar als Überraschungsmannschaft bezeichnet, holte sich das Team vom Reismann Gymnasium Paderborn (WKII) um Coach Martin Krüger die Silbermedaille. Gemeinsam mit dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin hatten sie ungeschlagen den Durchmarsch bis ins Endspiel geschafft. So kam es zum erwarteten Showdown zwischen den beiden Favoriten. Das sehr spannende und von beiden Seiten mit großem Engagement bestrittene Spiel endete abschließend 47:42 für Berlin. Die „Reismänner“ dürfen sich jetzt also Deutscher Vizemeister der Schulen nennen !!

Die WKIII-Mannschaften wurden Vierter (Pascal-Gymnasium Münster, Jungen) bzw. Achter (Otto-Hahn-Gymnasium Herne, Mädchen).

Gerätturnen

Beim diesjährigen Bundesfinale der Schulmannschaften im Gerätturnen startete das Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium als einzige Schule aus den 16 Bundesländern in beiden Wettkampfklassen (Mädchen WKII und WKIII). Nach den jeweils fünften Plätzen im Vorjahr hatten sich die Girls ein mindestens genau so gutes Ergebnis vorgenommen. Umso größer war die Freude, als bereits am ersten Wettkampftag in der Wettkampfklasse IV die „Kleinen“ einen beachtlichen 4. Platz erringen konnten. Diese Leistung ist umso höher einzuordnen, als die Mädels die gleiche Rangpunktzahl erturnten wie die drittplatzierte Schule aus dem Saarland. Nur ein besseres Punktverhältnis an den drei Gerätebahnen entschied für die Saarländerinnen.

Am zweiten Wettkampftag war somit der Erwartungsdruck für die Mannschaft im Wettkampf III umso höher. Überwältigt war das Team dann vom nicht für möglich gehaltenen Gewinn der Silbermedaille – das seit Jahren beste Ergebnis für Turnmannschaften aus NRW. Stolz posierten die Mannschaften mit Olympiateilnehmerin und JTFO-Patin Nadine Jarosch beim Fototermin.

Die WKIV-Jungen vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium aus Mettingen konnten ihre Platzierung vom Vorjahr verbessern. Sie landeten auf einem tollen 7. Platz.

Handball

Das diesjährige Frühjahrsfinale war die große Show der Nachwuchshandballerinnen und Nachwuchshandballer aus Nordrhein-Westfalen. Sowohl die Mädels vom Luise-von-Duisberg-Gymnasium Kempen als auch die Kerls vom Besselgymnasium Minden holten Gold. Beide WKIII-Mannschaften schrieben damit Geschichte in der alt ehrwürdigen Sporthalle des Sportzentruns Schöneberg. Die beiden Endspiele fanden am Morgen des Finaltags gleich hintereinander statt und so kannte die gemeinsame Freude kein Ende.

Weltmeister Christian Schwarzer überreichte die Medaillen und nach einem Fernseh-Interview mit Kempener Spielerinnen gab es ein lautstarkes „Ufffta“. Gänsehaut pur – auch bei den mitgereisten Eltern. Im Video kann man das ein bisschen nachempfinden.

Im letzten Jahr verletzungsbedingt auf dem letzten Platz gelandet, wollte die WKII-Mannschaft von der Gesamtschule Marienheide natürlich mehr. 11. Platz hieß es in der Abschlusstabelle. Mission erfüllt !

Das Treppchen knapp verfehlt haben die Spielerinnen vom Hermann-Vöchting-Gymnasium Blomberg (WKII). Sie unterlagen im Halbfinale der Mannschaft von der Sportschule Frankfurt/ Oder (Brandenburg) mit 12:9 und beendeten das Turnier mit einem grandiosen 4. Platz.

Tischtennis

Die nordrhein-westfälischen Kellenkünstler kamen mit einem kompletten Medaillensatz und einem 4. Platz nach Hause - eine fantastische Ausbeute !

Die Mädchen des Lessing-Gymnasiums Düsseldorf (WKII) behaupteten ihre Vormachtstellung auf nationaler Ebene und wurden zum vierten Mal hintereinander Bundessieger. Ihre Schul- und Klassenkameraden, ebenfalls in der WKII gestartet , bekamen die Bronzemedaillen.

Mit dem WKIII-Jungenteam vom Helmholtz-Gymnasium Essen kam dann auch noch ein Silbermedaillengewinner aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf, dem Sitz des Deutschen Tischtenniszentrums und ebenso die Jungenmannschaft vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Kleve (4.Platz).

Diejenigen Spieler und Betreuer, die die 88m lange, 48m breite und 14m hohe Spielhalle des Horst-Korber-Sportzentrums in der Nähe des Olympiastadions noch nicht kannten, kamen aus dem Staunen kaum noch heraus. Die knapp 500 Spielerinnen und Spieler aller Wettkampfklassen waren zeitgleich in der Halle und trugen an 52 Platten parallel ihre Spiele aus. Dies war Dank einer perfekten Organisation problemlos möglich. Wer sich zwischendurch etwas ablenken wollte, konnte sich dem Spaß-Duell am Mini-Tisch stellen oder auch die „Speed Check“-Geschwindigkeitsmessanlage zur Ermittlung der härtesten Schläge ausprobieren. Auch ein Quiz am Stand der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) sowie eine Fotoaktion, bei der man sich mit einer originalen Fackel der Olympischen Spiele von London fotografieren lassen konnte, gehörte zu den Aktionen, die der Ausrichter im Foyer vorbereitet hatte.

Volleyball

Dass in den beiden Berliner Austragungsstätten Volleyball gespielt wurde, war schon von Weitem zu hören, denn auf zwei Feldern parallel schrien sich nämlich die Mannschaften mit eigenen Sprechchören die Seele aus dem Leib. Einerseits, um die eigene Mannschaft anzufeuern und sich selbst zu motivieren, andererseits, um den Gegner womöglich einzuschüchtern. Mannschaftliche Geschlossenheit und psychische Stärke ist eben das A und O bei diesem Spiel, bei dem bis zum letzten Punkt absolute Konzentration gefordert wird.

Auch die beiden Jungen-Mannschaften vom Carl-Humann-Gymnasium Essen hatten dementsprechend reihenweise Kampfsprüche und –gesänge auf Lager.

Die Schüler des WKIII-Teams sicherten sich die Silbermedaille. Nach grandiosen Spielen in den Qualifikationsrunden verloren sie nie die Nerven und konnten so den umjubelten Finaleinzug feiern. Zum Endspiel trafen die Essener dann auf Vorjahressieger Erfurt. In beiden Durchgängen war das Sportinternat aber eine Nummer zu groß, so dass das Spiel klar an den Turnierfavoriten ging.

Auch die Mannschaft der Wettkampfklasse II zeigte in Berlin ein starkes Turnier. Im Halbfinale musste sie sich dann ebenfalls dem übermächtigen Sportgymnasium aus Erfurt geschlagen geben und traf so im Spiel um Platz 3 auf die Mannschaft vom Sportgymnasium Schwerin. In beiden Durchgängen steckten die Essener nicht auf und lieferten den Nordostdeutschen ein Duell auf Augenhöhe, das Schwerin in der Endphase der Sätze jeweils für sich entschied. Damit blieb dem CHG der zwar undankbare aber dennoch hervorragende Platz vier.

Auch die Mädchen vom Pascal-Gymnasium Münster (WKII) bekamen es zum Turnierende hin mit Erfurt zu tun. Im letzten Spiel gegen das Pierre-de-Coubertin-Gymnasium mussten alle Reservekräfte aufgebracht werden, um mit einem guten Ergebnis das Turnier zu beenden. Die Thüringer boten eine kämpferische Vorstellung, jedoch konnten die Münsteranerinnen überlegen das Match um den fünften Platz mit einem Sieg abschließen.

Ebenso erging es den jüngeren Spielerinnen der WKIII vom Städtischen Gymnasium Sundern. Auch sie hatten im Spiel um Platz 5 die Erfurterinnen als Gegner, behielten aber die Oberhand.


Landessportfest der Schulen