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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Montag, 29. April 2013
Berlin

Bundesfinale (JTFO) Frühjahr 2013

Neben den JTFO-Mannschaften aus den Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Handball, Tischtennis und Volleyball waren erstmals zeitgleich auch die JTFP-Nachwuchs-Athleten aus den Bereichen Goalball (Demo-Wettbewerb), Tischtennis und Rollstuhlbasketball im Einsatz. Ziel des Veranstalters war es dabei, ein wichtiges Signal für ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu setzen.

Wie immer, war der riesige Berliner Hauptbahnhof Treffpunkt für die Mannschaften aller Bundesländer, deren Teilnehmer sich dort erst einmal akkreditieren mussten. Um die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten, konnte man sich zwischendurch an verschiedenen Aktionsständen vergnügen. Die WKIV-Turnmannschaft des Kardinal-van-Galen-Gymnasiums aus Mettingen wurde sogar zum Fernsehinterview gebeten.

Zeit zum Durchatmen blieb in den folgenden drei Tagen nicht wirklich, denn die Wettkämpfe gingen teilweise durchgehend von 8 Uhr bis 19:45 Uhr. Turniere mit Qualifikationen, Vor- und Zwischenrunden, Platzierungsspielen, Viertel- und Halbfinals brauchen eben ihre Zeit. Auf dem Weg zu ihren Wettkampfstätten konnten alle Schüler erleben, was das Flair einer Weltmetropole ausmacht. Einige Mannschaften nutzten am Abend auch die Gelegenheit zum Besuch eines Musicals oder für einen Stadtbummel. Bei sommerlichen Temperaturen waren sogar die Liegestühle in den zahlreichen Cafés, Lounges und Bars am Spree-Ufer heiß begehrt. Das Bundesfinale endete in einer großen Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung, Showprogramm und Disco in der mit Max-Schmeling-Halle. Fahneneinmarsch und das Entzünden der JTFO-Flamme gehörten ebenso dazu, wie das Singen der Nationalhymne. Für die die 4500 Besucher wird dieses phantastische Event unvergessen bleiben.

Gerätturnen

Bereits am ersten Wettkampftag hatten unsere kleinen Turnerinnen und Turner der WKIV ihren großen Auftritt. In der alt ehrwürdigen Halle des Willibald-Gebhardt-Sportzentrum Schöneberg, die nach dem Gründer der olympischen Bewegung in Deutschland im Jahre 1896 benannt wurde, ging es an die drei Gerätebahnen und an die beiden Sonderprüfungen (Standweitsprung, Stangenklettern). Nach der abschließenden Sprint-Umkehrstaffel standen die Platzierungen fest. Das NRW-Jungenteam vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium Mettingen konnte die Mannschaften aus zehn anderen Bundesländern bezwingen und belegte somit abschließend einen beachtlichen 8. Platz. Die Mädchen vom Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium Detmold konnten diese Leistung sogar noch toppen und wurden schließlich Fünfte im Gesamtklassement.

"Was die Kleinen können, können wir auch", dachten sich die WKIII-Mädchen aus Detmold. Unter den Augen von Ex-Reckweltmeister Eberhard Gienger und Olympiateilnehmerin Nadine Jarosch erturnten sie ebenfalls den fünften Platz unter 16 angetretenen Teams (245,900 Punkte). Eine sehr starke Leistung.

Tischtennis

Ganz im Gegensatz zur betagten Sporthalle Schöneberg stand die moderne, riesige Halle des Horst-Kober-Sportzentrums in der Nähe des Olympiastadions. Unter der futuristisch anmutenden Dachkonstruktion wurden an 56 (!) Tischen zeitgleich in allen Wettkampfklassen gespielt, Tische im Foyer zum Aufwärmen nicht eingerechnet. Ein beeindruckender Anblick für die Zuschauer auf der Tribüne.

Im Labyrinth der Gänge zwischen der Vielzahl der Spielfelder war kaum ein Durchkommen. Es war schon erstaunlich, wie es den etwa 500 Spielerinnen und Spielern dabei gelang, sich in dieser Atmosphäre noch zu konzentrieren.

Die Mädchenmannschaft des Lessing-Gymnasiums Düsseldorf, amtierender Bundessieger in der WKII, hatte damit offensichtlich keine Probleme und konnte ihren Titel aus dem Jahre 2012 erfolgreich verteidigen. Sie bescherte dem NRW-Team so bereits am zweiten Wettkampftag die erste Gold-Medaille. Auch das Team vom Helmholtz-Gymnasium Essen ging mit einer Medaille nach Hause. Die Jungen der WKIII holten Bronze.

Wer sich zwischendurch etwas ablenken wollte, konnte sich dem Spaß-Duell an Mini-Tischen in verschiedenen Größen stellen oder auch die "Speed Check"-Geschwindigkeitsmessanlage zur Ermittlung der härtesten Schläge ausprobieren.

80 Stundenkilometer und mehr waren dabei auf Vor- und Rückhandseite keine Seltenheit.

Mit starker Konkurrenz hatten die Mädels vom Städtischen Gymnasium Gütersloh (WKIII) und die Jungen vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Neunkirchen (WKII) zu kämpfen. Ein Sieg in dem abschließenden Spiel der Platzierungsrunde brachte beiden Mannschaften einen beachtlichen siebten Tabellenplatz.

Badminton

Das Badmintonturnier fand an allen drei Wettkampftagen in den Nebenhallen der großen Max-Schmeling-Halle statt. Für NRW waren hier die Teams vom St. Antonius-Gymnasium Lüdinghausen (WKII) und von der Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen (WKIII) am Start. Als Mixed-Teams angetreten mussten pro Spiel vier Einzel (2xJu, 2xMä) und drei Doppel (Ju, Mä, Mix) absolviert werden.

Beeindruckend war für den Beobachter, mit welcher Sicherheit und Souveränität in beiden Altersklassen gefightet wurde. Drive-, Drop- und Smashbälle wurden nach Belieben variiert und auch knallharte Angriffsschläge abgewehrt, als wenn es das das einfachste und selbstverständlichste Unterfangen der Welt ist.

Nach überstandener Vorrunde konnte das Team aus Lüdinghausen in der Qualifikation für die Plätze 5-8 zunächst gegen die Mannschaft aus dem Saarland mit 4:3 gewinnen, musst dann aber gegen das Dr.-Frank-Gymnasium aus Sachsen-Anhalt eine 2:5-Niederlage einstecken. Einen parallelen Verlauf gab es für die Solinger in der WKIII. Auch hier wurde das Qualifikationsspiel  mit 4:3 gewonnen (gegen Braunschweig), das Spiel um Platz 5 gegen das Team aus Sachsen allerdings klar mit 6:1 verloren. Beiden Mannschaften blieb abschließend ein super sechster Rang. Damit waren 10 Bundesländer auf die Plätze verwiesen worden !

Basketball

In den Ballsportarten dominierten die JTFO-Basketballer wie nie zuvor. Die Teams aus NRW waren tatsächlich in allen vier Endspielen vertreten !!

Die erste Basketball-Medaille sicherten sich die Mädels vom Gymnasium Schloss Hagerhof aus Bad Honnef. Nach drei klaren Siegen in der Vorrunde (151:54 Körbe) und zwei weiteren Siegen und einer Niederlage in der Zwischenrunde war die Teilnahme am Halbfinale sicher. Durch eine knappe 20:23-Niederlage gegen das Otto-Hahn-Gymnasium aus Ludwigsburg wurde das Endspiel zwar verpasst, aber im Spiel um den 3. Platz ließen die Girls vom Bundesieger 2012 dem Gegner aus Hamburg dann keine Chance (42:22) und durften mit der erkämpften Bronze-Medaille eine weitere Trophäe in ihre umfangreiche Sammlung aufnehmen.

Von den Leistungen der eigenen Mädchen angespornt, legten die Hagerhof-Jungens der WKIII noch einen drauf. Mit der Teilnahme am Endspiel wurde ein geheimer Traum wahr. Ebenfalls mit 3 Siegen in der Vorrunde und nur einer Niederlage in der Zwischenrunde erreichte man als Gruppenzweiter auch das Halbfinale. Der Sieg über das Sportgymnasium aus Jena/ Thüringen (51:32) sicherte dann den Einzug ins ersehnte Finale. Dort traf man allerdings auf die sehr starke Mannschaft vom Schul-und Leistungssportzentrum Berlin, gegen die man bereits in der Zwischenrunde eine deutliche Niederlage (28:57) einkassiert hatte. Erwartungsgemäß ging damit auch die zweite Partie gegen die Berliner Jungs verloren (60:33) aber die Silbermedaille war da !

Den absoluten Coup landeten aber die Mädchen des Otto-Hahn-Gymnasiums Herne (WKIII) und die Basketballcracks vom Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen (WKII). Gegen beide Teams gab es im gesamten Turnier kein Durchkommen. Nach jeweils sieben gewonnen Spielen und ohne Niederlage durften sie sich Bundessieger der Schulen 2013 nennen. Vor großem Publikum und laufenden Kameras gab es am Abschlussabend die so heiß begehrten Gold-Medaillen.

Für einen kompletten Erfolg im Bereich Basketball sorgten dann schließlich noch die NRW-Rollstuhl-Basketballer. Auch Sie holten Gold !

Siehe separaten Öffnet internen Link im aktuellen FensterBericht für JTFP.

Handball

Das NRW-Mädchenteam der WKII kam von der Liebfrauenschule Mülhausen Grefrath. Die Vorrundenspiele der Mädels begannen in der traditionsreichen Halle des Sportzentrums Berlin, im Osten der Stadt. Ohne große Erwartungen an das Bundesturnier angetreten, steigerte sich die Mannschaft zu ungeahnten Höchstleistungen. Obwohl das Zwischenrundenspiel gegen die Sportschule Frankfurt/Oder aus Brandenburg mit 9:4 verloren ging, sicherte sich man mit einem Kraftakt im Halbfinale den Einzug ins Endspiel gegen das Landesgymnasium für Sport aus Leipzig. An Dramatik war dieses Spiel dann kaum zu überbieten. Bei einem Spielstand von 9:9 und drohender Verlängerung gelang den Grefratherinnen kurz vor Spielende tatsächlich noch der Führungstreffer zum 10:9. Die Chance zum erneuten Ausgleich vergaben die Leipzigerinnen allerdings 5 Sekunden vor Schluss durch einen gehaltenen Siebenmeter der Schlussfrau aus NRW. Sie war in diesem Moment die Heldin ! Der Bundessieg und die Goldmedaillen waren da.

Bereits verletzungsgeschwächt musste dagegen die WKII-Jungenmannschaft von der Gesamtschule Marienheide anreisen. Zur Vorrunde traf man sich in der Idyllisch gelegenen Sporthalle der Spreewald-Grundschule, deren Parkettboden auch Markierungen für den Rollkunstlauf zu bieten hatte. Etwas sicherlich ganz Seltenes. Leider hatte man vor Ort weiteres Verletzungs- bzw. Krankheitspech und mit nur sieben gesunden Spielern lässt sich natürlich ein so hochkarätig besetztes Turnier nicht durchhalten. Der 16. Tabellenplatz war somit sehr verständlich. Die vielen tollen Eindrücke von der Bundesfinalteilnahme und auch dem Besuch des Musicals "Hinter dem Horizont" werden auf Dauer bleiben.

Vom Verletzungspech verschont blieb dagegen die WKIII-Jungenmannschaft vom Besselgymnasium Minden. Nach 38:24 in der Vorrunde und 34:31 Toren in der Zwischenrunde stand die Teilnahme an der Platzierungsrunde der letzten vier Mannschaften fest. In einem knallhart umkämpften Halbfinale musste man dann allerdings dem Team vom Schul- und Leistungsportzentrum aus Berlin mit einem Tor den Vortritt lassen (12:13). Das Spiel um Platz 3 geriet dann wieder zum Tor-Festival für die Mindener. Bei einem Endstand von 21:12 gegen die Mannschaft aus Bayern gab es die hochverdienten Bronze-Medaillen.

Die NRW-Handball-Mädchen der WKIII kamen vom Homburgischen Gymnasium Nümbrecht. Als Dritter in der Vorrunde rutschten Sie in die Zwischenrundengruppe für die Plätze 9-16, verpassten dort allerdings den beiden nächsten Mannschaften eine ordentliche Klatsche (16:4 und 13:5). Nach abschließendem Spiel in der Platzierungsrunde blieb ein guter 10. Platz.

Volleyball

Bei den Volleyballerinnen und Volleyballern ging es wie gewohnt sehr emotional zu. Immer wieder wurde von allen Teams lautstark versucht, sich für den nächsten Angriff perfekt zu motivieren. Sehr beeindruckend waren bei allen Mannschaften die ausgereiften Techniken in Zuspiel und Angriff, aber auch die Qualitäten in Block- und Feldabwehr. Alle NRW-Temas landeten in der vorderen Hälfte der Ergebnistabelle.

Obwohl nach der Vorrunde auf dem 3.Platz in der Gruppe liegend, schafften die WKIII-Mädchen vom Städtischen Gymnasium Sundern in der Platzierungsrunde noch einen starken 6.Platz. Dazu waren Siege gegen die Mannschaften aus Bremen, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern notwendig.

Noch einen Platz besser beendeten die Mädels vom Pascal-Gymnasium aus Münster (WKII) das Turnier. Mit einer sehr starken Truppe angetreten, hatte man sich eigentlich einen Platz unter den besten vier Mannschaften Deutschlands ausgerechnet. Allerdings wartete im Viertelfinale mit dem Team vom Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt ein knallharter Gegner. Erst im Entscheidungssatz (17:15 für Thüringen) konnte ein Sieger gefunden werden. Nach Siegen in den beiden Platzierungsspielen stand ein toller fünfter Platz fest.

Im Jungenbereich kamen beide NRW-Teams vom Humann-Gymnasium Essen.

Das WKII-Team schaffte es nach großartiger Mannschaftsleistung bis ins Halbfinale, musste sich dort mit 1:2 (20:25, 25:23, 15:13) allerdings superknapp der Main-Taunus-Schule aus Hessen geschlagen geben und durfte sich über einen tollen 4.Platz freuen.

Noch einen Platz besser finishten allerdings die Schulkameraden der WKIII.

Nach einer 0:2-Niederlage im Halbfinale gegen Niedersachsen drehte man vor lauter Frust den Spieß im Spiel um den 3. Platz dann um. Das Spiel gegen Hessen wurde mit 2:0 (50:32) deutlich gewonnen. Dafür gab es die Bronzemedaillen.

Insgesamt holte das NRW-Team 5x GOLD, 1x SILBER und 4x BRONZE und belegt damit den 2. Platz im bundesweiten Medaillenspiegel. Fantastisch !!

Weitere Ergebnisse hier:
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.sport-pol-online.de/jtfo/


Landessportfest der Schulen