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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Samstag, 06. Mai 2017
Berlin

Frühjahrsfinale JTFO / JTFP 2017: NRW ist die Nummer 1!

Sportland NRW … dies wurde in eindrucksvoller Art und Weise beim Frühjahrsfinale JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA & PARALYMPICS unter Beweis gestellt. Mit einer historischen Ausbeute von 6 goldenen, 3 silbernen und 6 bronzenen Medaillen belegte „Team NRW“ mit deutlichem Abstand auf die sieggewohnten Berliner den ersten Platz in der Länderwertung.

Bei der Anreise der Mannschaften und deren Ankunft auf dem Berliner Hauptbahnhof konnte noch keiner ahnen, mit welch einem sensationellen Ergebnis die Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen fünf Tage später wieder Rückreise antreten sollten. Wie immer bot sich dem Beobachter der Szenerie ein buntes und fröhliches Bild mit jungen Nachwuchshoffnungen aus allen Bundesländern.

Beim Frühjahrsfinale findet der Ländervergleich traditionell in den Hallensportarten Badminton, Basketball, Handball, Volleyball, Tischtennis und Gerätturnen sowie den JTFP-Sportarten Goalball, Rollstuhlbasketball und Tischtennis statt. „Team NRW“ war bei diesem Frühjahrsfinale ein Mix aus potentiellen Medaillenkandidaten wie der Luisenschule aus Mülheim oder dem Lessing-Gymnasium aus Düsseldorf, erfahrenen Schulen wie dem Pascal-Gymnasium aus Münster oder dem Besselgymnasium aus Minden und Neulingen wie dem Hüffertgymnasium aus Warburg oder der Realschule der Stadt Rees.

Für einen Auftakt nach Maß aus NRW-Sicht sorgte bereits die erste Entscheidung am ersten Wettkampftag. Im Gerätturnen lieferten die Mädchen (WK III) des Goethe-Gymnasiums aus Dortmund einen starken Wettkampf ab und mussten sich nur knapp den fehlerfreien Hamburgerinnen geschlagen geben. So konnte der unglaublich gute zweite Platz vom Vorjahr bestätigt und eine zweite Silbermedaille bei einem Bundesfinale zur Sammlung der Dortmunder Schülerinnen hinzugefügt werden. Einen Tag später mussten die Jungen und Mädchen der Wettkampfklasse IV auf die Gerätebahnen. Auch hier sollte die Erfahrung vom Bundesfinale 2016 zu einer Leistungssteigerung gegenüber dem Vorjahr führen. Die Mädchen vom Königin-Mathilde-Gymnasium aus Herford konnten ihren Vorjahresrang um einen Platz verbessern und belegten in der diesjährigen Abschlusstabelle den siebten Rang. Die Jungen von der Kardinal-von-Galen-Schule aus Mettingen konnten sich sogar um zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr verbessern und sich damit die Bronzemedaille sichern. Damit stehen nun die von Wulfen Zwillinge in der familieninternen Rangliste ganz oben.

Das Tischtennis-Team von NRW erinnerte ein wenig an einen Debutanten-Ball mit Tanzlehrer. Neben dem amtierenden Schulweltmeister vom Lessing-Gymnasium aus Düsseldorf (WK II Jungen) waren die „Rookies“ des Ville-Gymnasiums aus Erfstadt, der Realschule der Stadt Rees (WK III Mädchen) und des Hüffertgymnasiums aus Warburg (WK II Mädchen). Die Neulinge schlugen sich prächtig und belegten die Plätze neun (Ville-Gymnasium), sieben (Realschule Rees) und fünf (Hüffertgymnasium). Ihre Favoritenrolle gerecht wurden die WK II Jungen vom Lessing-Gymnasium. Nachdem die Düsseldorfer souverän und ohne Punktverlust durch die Vorrunde sowie durch Viertel- und Halbfinale marschiert waren, konnte die hessische Mannschaft der Carl-von-Weinberg-Schule im Endspiel mit 5:2 geschlagen und die erste Goldmedaille für NRW gewonnen werden.

Der zweite Wettkampftag sorgte dann dafür, dass dem interessierten Zuschauer die Entscheidung schwer gemacht wurde, zu welchem Finale man am letzten Wettkampftag gehen sollte. Auf dem Handy schlug die Meldung „Wir sind im Endspiel!“ im Minutentakt auf.

In der Sporthalle Schöneberg im Süden von Berlin wurden die Handball-Endspiele ausgetragen. Nachdem die Jungen vom Besselgymnasium in Minden (WK II) und von der Verbundschule Hille (WK III) ihr Halbfinale verloren hatten gingen die beiden Mannschaften noch einmal voller Tatendrang in das Spiel um Platz 3. Beide Mannschaften konnten ihre Spiele klar gewinnen und trugen so zu zwei Bronzemedaillen bei. Im ersten Endspiel des Tages standen sich die Mädchen (WK III) des Lindengymnasiums aus Gummersbach und des Landesgymnasiums für Sport aus Leipzig gegenüber. Schon die Endspielteilnahme war für Gummersbacher Mädchen ein Riesenerfolg und diese Erfolgsmeldung versetzte die ganze Oberbergische Region in helle Aufregung. Letztlich setzte sich jedoch die Erfahrung der Sachsen durch und die Mädchen konnten nach einem ersten Moment der Enttäuschung sehr stolz ihre Silbermedaille in Empfang nehmen. Zu dem gleichen Duell (Sachsen gegen NRW) kam es in der Wettkampfklasse II. Hier trafen sich die Mädchen vom Goethe-Gymnasium aus Dortmund und die Leipziger Mannschaft zu einer Neuauflage des letztjährigen WK III-Finals. Während das Dortmunder Team in der Zwischenrunde noch den Leipzigerinnen mit 6:10 unterlegen war, gingen die Dortmunderinnen im Endspiel vor allem in der Abwehrarbeit hochkonzentriert zu Werke. Mit 10:6 war am Ende die Revanche gelungen und die Goldmedaille war der verdiente Lohn aller Mühen.

Beim Basketball der Jungen wurde NRW durch die aktuellen Landessieger vom Pascal-Gymnasium aus Münster vertreten. Mit gutem Basketball und viel Einsatz erreichte die WK II Mannschaft einen tollen fünften Platz in der Abschlusstabelle. Noch besser machte es der jüngere Jahrgang (WK III), die sich mit dem dritten Platz die Bronzemedaille sichern konnte. Bei den Mädchen stellte Schloss Hagerhof in diesem Jahr beide Mannschaften. Unter den Augen von Hagerhof Geschäftsführer Michael Laufer ging das Halbfinale in der WK III mit zwei Punkten denkbar knapp gegen die hessische Vertretung verloren. Im Spiel um Platz 3 waren dann die Energiereserven bei den Mädchen aufgebraucht und somit blieb nur der ungeliebte, aber dennoch sehr gute vierte Platz. In der WK II musste das Team aus Bad Honnef im Vorfeld verletzungsbedingt auf drei starke Spielerinnen verzichten. Mit dieser Schwächung fiel die Prognose von Martin Otto, dem betreuenden Lehrer, zunächst nur verhalten optimistisch aus. Im Turnierverlauf erwies sich das Team von Schloss Hagerhof als das Stärkte und blieb ungeschlagen. Das Endspiel gegen die Theodor-Koch-Schule aus Hessen wurde mit 37:31 gewonnen und die nächste Goldmedaille für NRW eingefahren.

Abgerundet wurde dieser „Goldene Freitag“ von den Volleyball-Mannschaften. Während das Carl-Humann-Gymnasium aus Essen die beiden Jungenmannschaften stellte, kamen die Mädchenmannschaften vom Öffnet externen Link in neuem FensterPascal-Gymnasium aus Münster, welches mit insgesamt vier Mannschaften das größte Kontingent stellte. Der ältere Jahrgang des Carl-Humann-Gymnasiums belegte einen guten siebten Rang, wurde allerdings von den jüngeren Essenern getoppt. Mit einem  engen und hart umkämpften 2:1 Sieg gegen das Schul- und Leistungssportzentrum aus Berlin hatten die Humänner am Ende das glücklichere Händchen. Ob dieser tollen Leistung war auch das Essener  JTFO-Lehrer-Urgestein Klaus Bast sichtlich gerührt als seinem Team die Goldmedaille umgehängt wurde. Für den nächsten Paukenschlag sorgten die Volleyball-Mädchen vom Pascal-Gymnasium aus Münster. Obwohl im Halbfinale dem Team aus Sachsen unterlegen, konnten sich die WK III-Mannschaft vom Pascal im Spiel um Platz 3 noch einmal aufraffen und gewannen souverän die Bronzemedaille. Gesteigert wurde dieses hervorragende Ergebnis noch durch den älteren Jahrgang. Mit der Erfahrung aus dem letzten Jahr, bei der sehr unglücklich der oberste Podestplatz verfehlt wurde, zeigten die Münsteranerinnen überragenden Volleyball. In einem hochklassigen Endspiel setzten sich das Team knapp mit 2:1 Sätzen gegen das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin durch und gewann eine weitere Goldmedaille. Die Freude bei allen Münsteranern war natürlich riesengroß angesichts der Gesamtmedaillenausbeute (Gold, Silber, Bronze) des Pascal-Gymnasiums.

Die letzte Entscheidung stand im Badminton an. Wie so häufig in den letzten Jahren war die Luisenschule aus Mülheim an der Ruhr mit zwei Mannschaften am Start. Der Schulleiter, Herr Ellwanger, ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, zur entscheidenden Phase des Turniers nach Berlin zu kommen und seine Mannschaften anzufeuern. Leider ging in der WK III das Halbfinale knapp mit 3:4 verloren, aber im kleinen Finale konnte die Mannschaft aus Bayern geschlagen und die Bronzemedaille gesichert werden. In der WK II ließen die Mülheimer während des gesamten Turnierverlaufs keinen Zweifel aufkommen, wer die Nummer Eins in dieser Wettkampfklasse ist. Schließlich wurde im Endspiel die Mannschaft aus Kaiserslautern chancenlos mit 7:0 abgefertigt und eine weitere Goldmedaille abgeholt.

Komplettiert wurde dieses unglaubliche Gesamtergebnis durch die Erfolge der JTFP-Mannschaften. Mit einem dritten Platz im Goalball für die LVR-Karl-Tietenberg-Schule aus Düsseldorf sowie einem dritten Platz im Tischtennis und einem zweiten Platz im Rollstuhlbasketball für die LVR-Anna-Freud-Schule aus Köln konnte Team NRW in der Medaillenstatistik mit großem Abstand auf die sieggewohnten Berliner den ersten Platz belegen.

Gefühlt stand bei jeder Siegerehrung ein NRW-Vertreter auf dem Treppchen und konnte aus prominenter Hand eine Medaille umgehängt bekommen. Entsprechend gut war natürlich die Stimmung bei allen Beteiligten bei der Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. Für ein besonderes Highlight sorgte dann bei der anschließenden Disco der Auftritt von Wincent Weiss, der insbesondere die Herzen der Mädchen höher schlagen ließ.