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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Freitag, 23. September 2011
Berlin

Gutes Bundesfinale JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA für die nordrhein-westfälischen Schulmannschaften in Berlin

Hochmotiviert gingen die Landessieger aus Nordrhein-Westfalen beim Herbstfinale des bundesweiten Schulsportwettbewerbes JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA vom 18. - 22. September 2011 in Berlin an den Start. In den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Golf, Hockey, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis und erstmals mit Triathlon standen 27 Wettbewerbe auf dem Wettkampfprogramm. Während der abschließenden zentralen Siegerehrung in der Max-Schmeling Halle wurden fünf Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen auf dem Siegerpodest geehrt. Mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen wurde aus nordrhein-westfälischer Sicht ein beachtliches Ergebnis erreicht.

Positiv fiel auch ein vorher nicht so häufig beobachtetes "Wir-Gefühl" auf: dort, wo mehrere Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen an einer Wettkampfstätte vertreten waren, unterstützten wettkampffreie Mannschaften lautstark die Sportlerinnen und Sportler in ihrem Wettkampf. Die allen gemeinsame Wärmekleidung, von den Sparkassen des Landes Nordrhein-Westfalen gesponsert, hat sicher auch zu dieser größeren Identifikation beigetragen.

Für die Jungen des Landrat-Lucas-Gymasiums aus Leverkusen (Wettkampfklasse II) war das Bundesfinale in Berlin ein perfekter Abschluss einer langen Leichtathletiksaison. Nur wenige Tage nach der direkten Anreise von der Deutschen Jugend Mannschaftsmeisterschaft, wurden bei optimalen äußeren Bedingungen noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Von der ersten Wettkampfdisziplin an in der Führungsgruppe liegend hatte sich das Team mit einer kompakten Mannschaftsleistung vor der abschließenden Disziplin einen kleinen Vorsprung erkämpft, den die Sprintstaffel trotz Sicherheitswechsel bis ins Ziel verteidigte. Die Freude im gesamten Team - bei den Jungen selber und ebenso bei den parallel startenden Mädchen sowie beim Betreuerstab - war riesengroß und der Erfolg wurde verdientermaßen ausgiebig gefeiert.

Die Hockey-Mädchen der Luisenschule aus Mülheim, wurden während des gesamten dreitägigen Turnierverlaufes ihrer Mitfavoritenrolle gerecht. Nach drei Erfolgen in der Vorrunde ohne Gegentor sowie einem Unentschieden und zwei weiteren glatten Siegen war das Halbfinale erreicht. Dort ging man schnell in Führung, konnte in Folge aber die sich zahlreich bietenden Gelegenheiten nicht zu einer Vorentscheidung nutzen. So kam es wie es kommen musste - in der letzten Spielminute musste der Ausgleich hingenommen werden. Ein Siebenmeter-Schießen musste nun über den Einzug ins Finale entscheiden. Die Luisen-Mädchen behielten aber die Nerven: auf der einen Seite wurde jeder Schuss verwandelt und eine glönzend aufgelegte Schlussfrau wehrte drei Schüsse der hessichen Gegnerinnen ab. Im Finale traf man auf die Mannschaft aus Bayern, gegen die man in der Zwischenrunde unentschieden gespielt hatte. Nun zeigten die Mädchen aber ihr ganzes Können und dominierten eindeutiger als erwartet, nutzten auch die Torchancen und waren am Ende nach dem glatten 4:0 Erfolg verdienter Bundessieger.

Die Mädchen des Theodor-Heuss-Gymnasiums aus Essen waren die Vertreter Nordrhein-Westfalens im Rudern in der Bootsklasse Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau in der Wettkampfklasse II. Als Vorlaufsieger erreichten sie direkt das Finale. Nach dem Finalstart schob sich das Boot leicht in Führung und kontrollierte über die gesamte Renndistanz die Konkurrenz. Deren Schlussspurt wusste der Titelveteidiger zu kontern und hatte bei der Zieldurchfahrt fast eine komplette Bootslänge Vorsprung. Auch ein zweiter Bundessieg in Folge schränkt die Freude über einen solchen Erfolg nicht ein und die Mädchen wussten ihn gekonnt zu feieren.

Die zwei Silbermedaillen wurden in Berlin ebenfalls in der Sportart Rudern gewonnen. Beide Boote des Besselgymnasiums aus Minden - sowohl die Mädchen wie die Jungen in der Wettkampfklasse III - erkämpften sich jeweils in der Bootsklasse Doppelvierer mit Steuerfrau bzw. -mann einen der begehrten Medaillenplätze. Die Jungen erreichten als Vorlaufsieger direkt das Halbfinale, das sie auch zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Im Finale war dann das Boot aus Potsdam übermächtig. Die jungen Ruderer aus Minden konnten den zweiten Platz aber sicher gegen die übrigen Finallaufteilnehmer verteidigen. Die Mädchen erreichten über Platz zwei ihres Vorlaufes das Halbfinale, in dem sie ebenfalls als zweite den Endlaufeinzug sicherstellten. Im Finale schoben sie sich mit einem tollen Endspurt an das führende Boot aus Leipzig heran, so dass beim Überqueren der Ziellinie nur noch ein halber Bootskasten zum unerwarteten Sieg fehlte. Einen herzlichen Glückwunsch beiden Booten und ihren Betreuern zu diesen tollen Erfolgen.

Gleich mehrere Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen mussten sich mit dem etwas undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Die Schwimmerinnen (WK III) des Helmholtz-Gymnasiums aus Essen hatten trotz großartigem Kampf keine Chance, den begehrten Treppchenplatz bei der Siegehrung zu erreichen. Die Jungen der Gesamtschule Berger Feld (Gelsenkirchen, Fußball WK II) erreichten trotz Abstellung von gleich mehreren Auswahlspielern für eine Verbandsauswahl das Halbfinale, das sie dann unglücklich nach Elfmeterschießen verloren. Auch das `Kleine Finale´ konnte dann nicht erfolgreich gestaltet werden. Dies traf auch für die Jungen des Lessing-Gymnasiums zu: durch den verletzungsbedingten Ausfall der nominellen Nummer Eins war das Erreichen des Halbfinales schon ein großer Erfolg für die Schüler der Düsseldorfer Sportschule.

Das Bundesfinale JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA war aber mehr als nur sportlicher Wettbewerb. Für Begegnungen, Kontakte, sich Kennenlernen, Auffrischen von Freunschaften, Besichtigungen von Museen, Theatern oder Musicals blieb bei allen sportlichen Begegnungen immer noch Zeit, so dass sicher alle Beteiligten, egal ob erstmalig oder zum wiederholten Male in Berlin, sich gerne an dieses Bundesfinale erinnern werden.


Landessportfest der Schulen
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