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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Donnerstag, 21. September 2017
Berlin

Herbstfinale JTFO / JTFP 2017: Team NRW überzeugt

Beim diesjährigen Herbstfinale JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA / JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS vom 17.09. - 21.09.2017 war Nordrhein-Westfalen mit 29 JTFO- und 3 JTFP-Mannschaften in Berlin wieder stark vertreten ... und präsentierten sich mit einem überzeugenden Gesamtergebnis.

Nach dem überragenden Abschneiden der NRW-Teams beim diesjährigen Frühjahrsfinale mit 6 goldenen, 4 silbernen und 7 bronzenen Medaillen lag die Messlatte für die Mannschaften beim Herbstfinale sehr hoch. Gemessen an der Medaillenausbeute könnte man daher das Abschneiden von „Team NRW“ mit einer Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen als etwas enttäuschend einordnen. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich jedoch, dass von 28 von 32 NRW-Mannschaften jeweils eine Top Ten Platzierung erreichten. Und sechs 4. Plätze zeigen einmal wieder, wie knapp es im Sport zugehen kann und dabei Freud und Leid eng zusammenliegen. Exemplarisch hierfür steht der vierte Platz des Golfteams vom Gymnasium Essen-Werden. Nach zwei Spielrunden über insgesamt 36 Loch fehlte am Ende ein einziger Schlag (387 zu 386), um den dritten Platz und damit eine Medaille zu erreichen.

Bei phantastischen äußeren Bedingungen, wichtig gerade bei den Outdoor-Sportarten, konnten die Wettkämpfe durchgeführt werden. Kaum Wind und jede Menge Sonne sorgten zudem für eine tolle Atmosphäre an den Wettkampfstätten und beste Stimmung bei den Beteiligten und Organisatoren.

Für den erhofften Medaillensegen sollten traditionell die Ruderer und die Hockeyteams sorgen. Mit einer starken Leistung fuhren dann auch die Mädchen vom Comenius-Gymnasium aus Datteln eine Bronzemedaille ein. Die zweite Bronzemedaille holten sich überraschend die Schwimmerinnen (WK III) vom Helmholtz-Gymnasium aus Essen.

Die starke Ruderarmada vom Besselgymnasium war direkt mit drei Booten auf der Regattastrecke Berlin-Grünau am Start. In der Königsklasse musste sich der Mindener Achter nur dem Boot der Sportschule Potsdam geschlagen geben und konnte sich somit die Silbermedaille sichern. Ebenso gewannen die Mädchen vom Quirinus-Gymnasium aus Neuss im Gig-Vierer eine Silbermedaille.

Mit überzeugenden Halbfinalsiegen gingen die Mädchen vom Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg aus Neuss und die Jungen vom Comenius-Gymnasium aus Düsseldorf in die Finalspiele im Feldhockey. Die Endspielgegner aus Niedersachsen (Mädchen) und aus Hessen (Jungen) erwiesen sich jedoch an diesem Tag als zu stark. Die Spielerinnen und Spieler aus NRW erkannten dies neidlos an und freuten sich über die wohlverdienten Silbermedaillen.

Für die fünfte Silbermedaille aus NRW-Sicht sorgte die JTFP-Fußballer der Don-Bosco-Schule aus Lippstadt. Nach einer tollen Vor- und Zwischenrunden unterlagen die Lippstädter im Finale mit 0.1 denkbar knapp dem Team aus dem Saarland. Dabei feierten die Lippstädter, die auf Landesebene mit der St. Laurentius Schule aus Attendorn den amtierenden Bundessieger 2016 geschlagen hatten, ihre Premiere beim Bundesfinale JTFP.

Ambitioniert ist auch die Paul Klee Schule aus Leichlingen als Titelverteidiger an den Start gegangen. In diesem Jahr konnten sie sich allerdings mit einem jungen Team nicht ganz vorne platzieren. Erstmals hatten die Bundesländer Niedersachsen und Rheinland Pfalz zwei Teams gemeldet. Erstmalig gingen auch Förderschulen für geistige Entwicklung und Sehen aus Brandenburg und den beiden Schulen aus Niedersachsen an den Start, die am Ende auch die Plätze 1-3 belegten. So blieb in diesem Jahr für die Paul-Klee-Schule aus Leichlingen „nur“ der vierte Platz. Diesen vierten Platz hat seit einigen Jahren die Hugo-Kükelhaus-Schule aus Wiehl für sich „gebucht“. In diesem Jahr mussten die Kükelhaus-Schüler aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung eines Schülers den kompletten Wettkampf mit nur sieben anstatt 8 Schülern schwimmen. Trotzdem erreichten sie wieder den vierten Platz, was für die Klasse des Teams spricht. Erfreulich war in diesem Jahr der vierte Platz im inklusiven Länderstaffelwettbewerb hinter den starken Teams aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die ersehnte Goldmedaille steuerten in diesem Herbstfinale die Beach-Volleyballer/innen Carlotta Strube, Jill Wieczorek, Wim Thomzik, Theo Thomzik, Ines Rösner und Jannik Tertünte vom Carl-Humann-Gymnasium aus Essen bei. In einem nervenaufreibenden Endspiel in der Beach-Arena Berlin Mitte mussten die Essener in den dritten Satz, der denkbar knapp mit 15:12 gegen die Berliner Mannschaft gewonnen werden konnte. Nachdem die Humänner bereits beim Frühjahrsfinale Gold für NRW geholt hatten, komplettierten sie nun ihre Sammlung mit einem tollen Turnier und sind in diesem Jahr die deutsche Volleyball-Hochburg.

Das Bundesfinale endete traditionsgemäß mit einem Abschlussabend und einer großen Party in der Max-Schmeling-Halle.