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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Samstag, 09. Mai 2015
Berlin

JTFO Frühjahrsfinale 2015: Team NRW war sehr erfolgreich

Dank des überragenden Krisenmanagements der Deutschen Bahn und der Deutschen Schulsportstiftung wurde ein Notfallplan für den Transport der Mannschaften organisiert, mit dem es tatsächlich geschafft wurde, bis auf zwei Mannschaften alle Teams rechtzeitig und zum Teil unkonventionell nach Berlin zu bringen.  Selten waren die Beteiligten so einig und solidarisch. Lehrer und Schüler waren trotz der Belastungen schon lange nicht mehr so entspannt und froh bei der Akkreditierung. Die Bevölkerung tat ihren Teil dazu. Als nur ein Beispiel der Solidarität und der Verbundenheit mit den jungen Sportlern steht hier ein Taxiunternehmen aus Brandenburg, das die jungen Athleten aus eigenem Antrieb kostenfrei nach Berlin gefahren hat. Hut ab!

Der erste Wettkampftag brachte auch schon die ersten Entscheidungen. Im Gerätturnen trafen sich die besten Schulmannschaften der Mädchen in der Wettkampfklassen III in der Sporthalle Schöneberg. Das Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium aus Detmold war als Vertreter Nordrhein-Westfalens direkt am Vormittag im Durchgang der ersten vier Riegen dran. Nach den geturnten Pflichtübungen am Boden, am Stufenbarren, auf dem Balken und beim Sprung lagen die Mädchen aus Detmold mit 238,650 Punkten noch auf einem hoffnungsvollen dritten Rang. So ganz zufrieden waren die Mädels mit ihren Leistungen nicht, wie sie anschließend dem Reporter von www.hauptstadtsport.tv in einem Interview berichteten. Da am Nachmittag die Riegen fünf bis acht dran waren, blieb für die NRW-Mannschaft nur noch Daumen drücken auf einen Ausrutscher der Konkurrenz um die Medaillenplätze. So ganz reichte es nicht, aber letztlich belegten die Detmolderinnen einen tollen und ehrenvollen vierten Rang im Bundesfinale 2015. Die Jungen vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium aus Mettingen erturnten in dieser Wettkampfklassen einen guten siebten Platz.  Im jüngeren Jahrgang der Wettkampfklasse IV war NRW durch die Mädchen vom Johannes-Kepler-Gymnasium aus Ibbenbüren vertreten. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt in der Rangsumme konnte die Hessener Mannschaft auf den vierten Platz gedrängt und so die Bronzemedaille gesichert werden.

Die anderen Sportarten starteten am Mittwoch mit ihren Gruppenspielen in das Bundesfinale 2015. Beim Basketball deuteten die beiden Teams vom Schloss Hagerhof aus Bad Honnef bereits hier an, dass der Weg zum Bundessieg nur über Bad Honnef geht. Die Mädchen in der WK II gewannen alle drei Gruppenspiele sehr souverän und ohne größere Anstrengung. In Zwischen- und Endrunde erwies sich jedoch die Mannschaft des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin als zu stark für die Rheinländerinnen. Das Endspiel ging zwar mit 26:32 verloren, aber ein toller zweiter Platz und damit die Silbermedaille konnte gewonnen werden. Ihre gleichaltrigen männlichen Pendants taten sich zum Auftakt etwas schwerer. Im ersten Spiel gegen das hessische Team aus Gießen lagen die Hagerhofer kurz vor Schluss mit neun Punkten zurück. Dank eines intensiven Pressings konnte das Spiel doch noch ganz knapp mit einem Punkt Vorsprung gewonnen werden. In den beiden folgenden Spielen kam das Team  richtig in´s Rollen. Mit den überragenden Nationalspielern Kostja Mushidi und Alex Möller voran wurden die beiden nächsten Gruppenspiele mit großem Abstand gewonnen. Von den vielen anwesenden Zuschauern wurde das Hagerhofer Team spätestens jetzt als Top-Favorit auf den Titel gehandelt. Umso bitterer die 42:47 Niederlage in der Verlängerung des Halbfinals gegen das Dietzenhofer Gymnasium aus Bamberg. Im kleinen Finale konnte dann nicht mehr die rechte Spannung und Motivation aufgebracht werden, so dass das Spiel gegen die Thüringer Mannschaft verloren ging und die Rückreise nach Bad Honnef ohne die erhoffte Medaille angetreten werden musste. Auch in der Wettkampfklasse III wurde das Endspiel jeweils verpasst. Das Mädchen-Team vom Gymnasium Herkenrath sicherte sich schließlich einen hervorragenden vierten Platz in einer starken Konkurrenz. Für Edelmetall reichte es sogar bei den Jungen. Mit einem 47:44 Sieg gegen das Otto-Hahn-Gymnasium aus Ludwigsburg freuten sich die Jungen vom Gymnasium St. Ursula aus Dorsten über die Bronzemedaille.

Der Volleyball wurde in diesem Jahr bei den Jungen in beiden Wettkampfklassen durch das Carl-Humann-Gymnasium aus Essen vertreten. Beide Mannschaften nahmen einen ähnlichen Turnierverlauf. Nach überstandener Vorrunde ging jeweils das Viertelfinale verloren. Durch das anschließend gewonnene Qualifikationsspiel ging es für beide Mannschaften um Platz fünf. Während diese Platzierung dem jüngeren Jahrgang durch einen 2:0 Sieg gegen die Erfurter Mannschaft gelang, blieb für die WK II nach einer 0:2 Niederlage gegen das Sportgymnasium aus Schwerin nur der sechste Platz. Die großen Mädchen (WK II) des Pascal-Gymnasiums aus Münster mussten sich in einem hochklassigen Halbfinale denkbar knapp mit 23:25 und 23:25 dem starken Berliner Team geschlagen geben. Mit einem 2:0 Sieg im kleinen Finale gegen die Sportschule Potsdam wurde jedoch ein toller dritter Platz und damit die Bronzemedaille gewonnen werden, worüber sich die Mädchen bei der abschließenden Siegerehrung auf der Abschlussveranstaltung sichtlich freuten. Auch der jüngere Jahrgang (WK III) mit den Mädchen vom Reismann Gymnasium aus Paderborn musste Lehrgeld zahlen und verlor das Viertelfinale aufgrund einer zu hohen eigenen Fehlerquote gegen die Edith-Stein-Realschule aus Niedersachsen. Nachdem die erste Enttäuschung verarbeitet war, kämpften sich die Mädchen bravourös durch die nächsten Spiele und belegten einen hochverdienten fünften Platz. Und ein Trost: Die Mannschaft kann fast unverändert im nächsten Jahr wieder zusammen spielen und die Erfahrung des diesjährigen Bundesfinals mitnehmen.

Eine Bank war wieder einmal das Badminton-Team der Luisenschule aus Mülheim/Ruhr. In beiden Wettkampfklassen setzten sich die Mülheimer in Vorrunde und Halbfinale souverän durch. Die Jungen und Mädchen In der Wettkampfklasse II konnten ihren Siegeszug fortsetzen, siegten im Finale souverän gegen die Mannschaft aus Hamburg mit 6:1 und können sich nun Bundessieger 2015 nennen. Zeitgleich spielte der jüngere Jahrgang auf den benachbarten Feldern der Max-Schmeling-Halle. Vor dem letzten Spiel stand es 3:3 im Finale der Wettkampfklasse III gegen das Sportgymnasium aus Jena, das Mixed musste also entscheiden. In einem spannenden Krimi ging es in den dritten Satz, den die Mülheimer denkbar knapp mit 18:21 verloren. Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung überwog jedoch die Freude über die Silbermedaille. Auch der extra angereiste Schulleiter der Luisenschule konnte seinen Stolz über diesen Erfolg nicht verbergen.

Im Handball war das Besselgymnasium aus Minden mit drei Teams angereist. Das Mädchenteam in der Wettkampfklasse III musste sich in der Vorrunde knapp mit 7:9 dem Sportgymnasium aus Frankfurt/Oder geschlagen geben. Da diese Niederlage auch für die Zwischenrunde gewertet wurde und eine weitere Niederlage in der Zwischenrunde eingefahren wurde, ging es um Platz 5. Hier konnten sich die Mindenerinnen mit 24:14 gegen die Mannschaft aus Bayern durchsetzen. Auch das Jungenteam in der WK III musste in Vor- und Zwischenrunde hart kämpfen, um das Halbfinale zu erreichen. Hier war jedoch Endstation auf dem Weg zum Bundessieg. Die Mannschaft des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin war einfach zu stark für die Mindener. Im kleinen Finale waren die Kräfte erschöpft. Mit einer 15:18 Niederlage gegen die Flensburger Mannschaft blieb schließlich ein toller vierter Platz. Getoppt wurde dieser Erfolg schließlich von der WK II Jungen-Mannschaft des Besselgymnasiums. Nach einem wahren Krimi im Halbfinale (21:19 n.V.) gegen die Stadtteilschule aus Hamburg trafen die Mindener auf die starke Auswahl des Schul- und Leistungssportzentrums aus Berlin. Die Berliner gingen im Endspiel ein wenig engagierter und aggressiver zu Werke, was schließlich den Ausschlag für die knappe 8:10 Niederlage des Besselgymnasiums gab. Spätestens bei der Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle überwog jedoch die Freude über die Silbermedaille, was der Mannschaftskapitän der Mindener auf dem Siegerpodest in bester Robert-Harting-Manier zum Ausdruck brachte. Komplettiert wurde das Handball-Team NRW von der WK II-Mannschaft der Mädchen vom Homburgischen Gymnasium aus Nümbrecht. Nach drei siegreichen Spielen in der Vorrunde erwies sich die Konkurrenz aus den östlichen Bundesländern als zu stark für die Oberbergischen. Dennoch ist ein vierter Platz ein Riesenerfolg für die Mädchen, die noch beim Landesfinale in Gummersbach, als sie ein schon verlorengegangenes Endspiel noch drehten, sicherlich nicht mit dieser Platzierung gerechnet hatten.

Beim Tischtennis freuten sich die WK III Mädchen vom Städtischen Gymnasium aus Ochtrup über den achten Platz beim diesjährigen Bundesfinale. Ein toller Erfolg, wenn man bedenkt dass die Ochtruper nicht gerade zu den Seriensiegern zählen und sich nun die achtbeste Schulmannschaft im Tischtennis nennen dürfen. Die gleichaltrigen Jungen vom Carl-Humann-Gymnasium aus Essen freuten sich ebenso über ihre Turnierleistung und über den sechsten Platz. In der Wettkampfklasse II verpassten die Mädchen vom Städtischen Gymnasium aus Gütersloh durch eine denkbar knappe 4:5 Niederlage im kleinen Finale die Bronzemedaille. Aber dennoch ist der vierte Platz eine Platzierung, mit der die Mädchen stolz zurück nach Gütersloh kommen werden. Für das erhoffte Edelmetall sorgten schließlich das Lessing-Gymnasiums und Berufskolleg aus Düsseldorf. Die Jungen aus der nordrhein-westfälischen Tischtennis-Hochburg gaben im gesamten Verlauf des Turniers nur ein Spiel ab, besiegten im Endspiel die Carl-von-Weinberg-Schule aus Frankfurt am Main klar mit 5:1 und holten somit hochverdient die Goldmedaille an den Rhein.

Mit zwei Goldmedaillen, drei Silber- und vier (fünf mit JTFP) Bronzemedaillen, drei vierten Plätzen und allen Mannschaften unter den ersten acht wurden insgesamt die meisten Medaillen aller Bundesländer geholt. Damit zählt das diesjährige Team NRW zu den stärksten der letzten Jahre!

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