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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Donnerstag, 26. Februar 2015
Nesselwang

Winterfinale 2015

Vom 22.02. -  26.02.2015 trafen Schulmannschaften und Regionalteams aus allen Bundesländern in den Wintersportarten Skilanglauf, Ski Alpin und Skisprung im sportlichen Wettstreit aufeinander. Die Gemeinde Nesselwang, zuletzt 2009 Ausrichter von JTFO, erwies sich als hervorragender Gastgeber. Kurze Wege zwischen Unterkünften und Sportstätten, freundliche und hilfsbereite Menschen allerorts, Loipen, Pisten und Schanzen in einem hervorragenden Zustand … Sportlerherz, was willst du mehr!?

Das „Team NRW“, bestehend aus der Skilanglaufmannschaft WK III Mädchen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Winterberg, der Skilanglaufmannschaft WK IV des Städtischen Gymnasiums aus Bad Laasphe, den Skispringern des Regionalteams NRW und zwei alpinen Skimannschaften (Jungen und Mädchen) einer Regionalauswahl NRW, hatte sich gegen die starke Konkurrenz der „Skiländer“ Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen zu behaupten. Dies erledigten die roten Teufel (erkennbar an  den roten Kapuzenpullis der Landesmeister NRW 2015) mit Bravour. Zudem präsentierten sich die Schülerinnen und Schüler als sehr angenehmes und sportliches Team. Einen großen Anteil daran hatten die begleitenden Lehrer, Betreuer, technisches Personal und Fans, die zum Teil auf eigene Kosten zum Winterfinale nachgereist waren.

Bereits während der gemeinsamen Anreise mit dem Reisebus, aber auch durch die gemeinsame Zeit in Unterkunft und an den Wettkampfstätten. wuchsen die Schülerinnen und Schüler zu einer echten Mannschaft zusammen. Leider waren die Skispringer in unmittelbarer Nähe zur Schanze im etwa 20 km entfernten Füssen untergebracht. Doch dank der Eröffnungsfeier am Montag, der Aprés-Ski-Party am Dienstag und der Abschlussfeier am Mittwoch fanden sich genug Gelegenheiten zum Austausch.

Am ersten Tag (Montag) zeigte sich Nesselwang von seiner schönsten Seite. Stahlblauer Himmel und herrliche Pistenbedingungen begrüßten die jugendlichen Nachwuchsathleten zum Frühstück. So fanden sich dann auch zum vormittags optimale Bedingungen für das erste freie Training. Leider zog es sich im Verlauf des Tages immer weiter zu und pünktlich zum abendlichen Fackelzug hin zur Eröffnungsfeier in der Alpspitzhalle begann es zu regnen. Sorgenvoll betrachteten Aktive und Organisatoren diese nicht gerade pistenschonenden Wetterkapriolen. Mit einem folkloristischen  Programm (Trachtengruppen, Schuhplattler, Alphornbläser) empfingen der Bürgermeister von Nesselwang, Herr Franz Erhart, und der Staatssekretär im Bayrischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Herr Georg Eisenreich, die Nachwuchsolympioniken in der restlos gefüllten Alpspitzhalle.

Am zweiten Tag wurde es dann ernst. Die Alpinen und die Skilangläufer hatten ihren ersten Wettkampftag. Auf der Piste und in der Loipe ging es bereits um wertvolle Zeit für die Gesamtwertung.  Die Skilanglaufmannschaften mussten im bestens gefüllten Trendsportzentrum jeweils einen 2 km (WK III) bzw. 1 km (WK IV) langen Technikparcours durchlaufen. Die zu bewältigenden Stationen (Slalomkurs, Achterlauf, Treppenorgel etc.) verlangten von den Schülerinnen und Schülern nicht nur ausgeprägte Kondition, sondern auch ein gehöriges Maß an Technik und Geschicklichkeit. Besonderes Lob gebührt hierbei Georg Zipfel und der Bundeswehr. Der mehrfache deutsche Meister im Skilanglauf und sein Team schafften es mit Unterstützung der 3. Gebirgsversorgungskompanie Füssen, trotz schwieriger Wetterbedingungen einen anspruchsvollen, aber dennoch fairen Kurs aufzubauen. Zunächst mussten die Mädchen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Winterberg in die Loipe. In der Besetzung Finnja Lauber, Sarah Hartmann, Esther Loerkens, Marit Aldrian, Pia Naehring und Sophia Ferreira Ribeiro belegten sie mit einer Gesamtzeit von 39:44,7 den neunten Rang in der Zwischenwertung und verschafften sich damit eine gute Ausgangsposition für den zweiten Wettkampftag. Optimal vorbereitet wurden sie dabei von ihrer Lehrerin Julia Padberg. Von diesen guten Leistungen befeuert, ließen es auch die Jungen und Mädchen des Städtischen Gymnasiums aus Bad Laasphe richtig krachen. In der Wettkampfklasse IV belegte die Mannschaft in der Besetzung Max Bernshausen, Jan Malte Strack, Bente Rekowski, Emily Schneider und Jonas Schmidt mit einer Zeit von 21:26,1 min einen hervorragenden sechsten Platz in der Zwischenwertung. Dies ließ auch die zuständigen Lehrer Bernd Georg und Julia Rohrbach zufrieden dreinschauen.

Am nächsten Tag stand mit der 3 x 2,5 km (WK III) bzw. 4 x 2 km (WK IV)  Mannschaftstaffel der zweite Teil für die Skilangläufer auf dem Programm. Den Anfang machten die Mädchen vom Geschwister-Scholl-Gymnasium. Mit einer Staffelzeit von 25:27,8 bestätigten sie das Ergebnis vom Vortag und belegten mit einer Gesamtzeit von 01:05:12,5 einen tollen 9. Platz. Für die Sensation sorgte das WK IV Team vom Städtischen Gymnasium Bad Laasphe. Die Staffel in der Besetzung Emily Schneider, Max Bernshausen, Bente Rekowski und Jan Malte Strack lief den Rest des Feldes in Grund und Boden und stellte mit einer Laufzeit von 26:35,1 die Bestmarke aller 24 gestarteten Mannschaften auf. Am Ende fehlte die Winzigkeit von 0,4 sec in der Gesamtzeit auf die Mannschaft der Uplandschule aus Willingen und somit zu Silber. Trotzdem ist der dritte Platz und damit die Bronzemedaille bei einem Bundesfinale ein Riesenerfolg für die Bad Laaspher. Einen großen Anteil am Gesamterfolg gebührt auch den Betreuern und Wachsern Bernd Lauber, Michael Schneider, Olaf Rekowski, die für das richtige Material sorgten und den Läufern so manchen wertvollen Tipp geben konnten.

Die alpinen Mannschaften mussten sich  im ca. 1 km entfernten Skigebiet Alpspitz zunächst einem Vielseitigkeitslauf stellen. Wie bei den Langläufern genügte es hierbei nicht nur schnell zu sein. Die in die Strecke eingebauten Stationen verlangten eine ausgeprägte Technik und viel Geschicklichkeit. Diese Herausforderung bewältigten die von Anke Schmidt und Ernst Knipschild betreuten Mädchen und Jungen sehr überzeugend. Mit jeweils vierten Plätzen wurde eine tolle Ausgangssituation für den Parallelslalom am späten Nachmittag gelegt. Vor der beeindruckenden Kulisse der Aprés Ski Party im Zielraum kam es dann unter Flutlicht zum Duell eins gegen eins. Im Parallelslalom setzten sich in der Vorrunde sowohl die Jungen als auch die Mädchen souverän durch. Leider unterlagen beide Mannschaften im Halbfinale ihren direkten Konkurrenten, die Mädchen in der Besetzung Jule Wirtz, Chiara-Sophie Schmidt, Linette Kesting, Tonia Schubert und Klara Langer denkbar knapp mit 2:3. Im kleinen Finale drehten die Mädels den Spieß jedoch um und setzten sich mit 3:2 durch … somit „Bronze“ im Parallelslalom. Die Jungen (Finn Torbohm, Finn-Sari Pannack, Tom Krell, Finn Klocke und Damian Englot hatten viel Pech, da sie nach einem verheißungsvollen Beginn wegen einer technischen Panne noch einmal starten mussten und sich hier leider geschlagen geben mussten. In der Gesamtwertung aus Vielseitigkeitswettbewerb und Parallelslalom bedeutet dies für das Alpin-Team NRW jedoch einen tollen vierten Platz für die Jungen. Die Mädchen verpassten denkbar knapp das „Stockerl“. Bei Punktgleichheit mit der Staatlichen Realschule Sonthofen entschied das bessere Ergebnis im Vielseitigkeitslauf für die Bayern. Doch nach der gesamten Leistung der Mädchen fühlt sich der vierte Platz wie Bronze an.

Für die Skispringer stand nach dem Trainingstag am Dienstag das Einzelspringen auf der Schülerschanze (K20) Faulenbach auf dem Wettkampfkalender. Lukas Wied gelang dabei einer Weite von 20,0 m und guten Haltungsnoten in die Spitzengruppe auf den sechsten Platz von 56 Teilnehmern zu springen. Im Teamspringen segelten die nordrhein-westfälischen Jungadler mit der ersten Mannschaft (Jolina Moczarski, Mika Wunderlich und Lukas Wied) auf einen sehr guten sechsten Platz. Die zweite Mannschaft des WSV gelang ein 14. Platz in der Besetzung Luke Selbach, Lukas Nellenschulte und Ryan Horn. In der Gesamtwertung aus Einzelspringen und Teamspringen belegte das WK IV-Team von Alfred Grosche und Claudia Moczarski somit einen beachtlichen 7. Platz. Gemeinsam mit den Langläufern wurde sich danach in der Alpspitz-Arena der Parallelslalom der Alpinen angeschaut. Anschließend ließen alle Mannschaften den Tag gemeinsam mit den Betreuern, Eltern und Fans auf der Aprés Ski Party ausklingen.

Den Abschluss des Winterfinals JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA / JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPIS 2015 bildete die Siegehrung und die abschließende Disco in der Alpspitzhalle. Gegen die Übermacht aus Bayern und Sachsen hatte Nordrhein-Westfalen immerhin die Bronzemedaille der Skilangläufer aus Bad Laasphe, zwei 4. Plätze für die Alpinen, einen 7. Platz beim Skisprung und einen9. Platz der Skilangläuferinnen aus Winterberg zu setzen. Damit ließ das Team NRW immerhin so renommierte Skisportländer wie Baden-Württemberg in der Länderwertung hinter sich.


Landessportfest der Schulen

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